HOME

AfD-Parteitag in Köln: Maritim-Hotels äußern sich zur AfD - und erteilen Björn Höcke Hausverbot

Online-Petitionen, Mahnwachen und Boykott-Aufrufe: Gegen den Bundesparteitag der AfD im Kölner Maritim Hotel formiert sich Widerstand. Es ist nicht die erste AfD-Veranstaltung der rechten Partei in einem Haus der Hotelkette. Inzwischen ermittelt die Polizei auch wegen der Todesdrohungen.

Maritim Hotel in Köln

Maritim Hotel in Köln: In diesem Haus mit mehr als 450 Zimmern plant die AfD am 22. und 23. April ihren Bundespartei abzuhalten.

Eigentlich würde die Partei Alternative für Deutschland gerne ihren Bundesparteitag am 22. und 23. April im Kölner Maritim Hotel abhalten - doch dagegen formiert sich immer stärkerer Widerstand. Neben Kölner Karnevalsstars, die vor wenigen Tagen einen Aufruf gegen den AfD-Bundesparteitag gestartet hatten, und einer Online-Petition nach dem Motto "Im Herzen Kölns ist kein Platz für rechtes Gedankengut" rufen antirassistische Initiativen aus dem ganzen Bundesgebiet zu Demonstrationen auf. Mit 30.000 Teilnehmern wird im April in Köln gerechnet. Die Polizei stellte im Vorfeld bereits klar, dass angekündigte Blockaden des Tagungshotels nicht zugelassen werden. Und: Im Netz rufen Maritim-Kunden dazu auf, die Hotel-Kette zu boykottieren.

Alternative für Deutschland: Neun überraschende Fakten


Trotz der Proteste hält das in der Altstadt an der Deutzer Rheinbrücke gelegene Hotel an dem Termin fest. Jedoch mit einer Ausnahme: "Wir haben Herrn Höcke am 10.02.2017 ein Hausverbot für alle Maritim Hotels ausgesprochen. Dies gilt auch für den Bundesparteitag im April im Maritim Hotel Köln", sagte die Pressesprecherin der Maritim Hotels auf Anfrage des stern am Montag. Die Hotelkette mit 34 Hotels in Deutschland und weiteren unter anderem in Ägypten, China, Spanien und der Türkei gehört zu den größten Anbietern von Tagungs- und Kongressräumlichkeiten in der Bundesrepublik.

Parteitag ohne Höcke in Köln

"Wir haben bislang die Politik vertreten, allen Parteien und Organisationen, die sich im demokratisch legitimierten Spektrum bewegen, als Veranstaltungsort zur Verfügung zu stehen", so die Pressesprecherin. "Jedoch haben wir unter anderem dort Grenzen gezogen, wo andere wegen ihrer Herkunft, Rasse oder Religion diskriminiert wurden, wo der Holocaust geleugnet oder sonst die Gräuel des NS-Regimes in Abrede gestellt oder verharmlost wurden. Bei der AfD haben wir diese Grenzen bislang nicht als überschritten angesehen. Das gilt jedoch nicht für die Äußerungen von Herrn Höcke am 17.01.2017 in Dresden."

Die Hotelgesellschaft mit Sitz in Bad Salzuflen verurteilt die Äußerungen von Björn Höcke, "die absolut nicht vereinbar sind mit der deutschen Geschichte und unserer Auffassung eines internationalen, offenen Miteinanders."

260 Menschen aus 30 Nationen arbeiten in dem Kölner Haus, die seit dem Bekanntwerden des Termins vom AfD-Parteitag Diffamierungen durch soziale Medien und anonyme Anrufer ausgesetzt sind. "Uns wird gesagt, dass wir auf keinen Fall an diesen beiden Tagen arbeiten sollten, weil 'der ganze Bau brennen wird'", heißt es in einer Stellungnahme des Betriebsrates.

Doch das Kölner Haus ist nicht das einzige der Maritim Hotel, in dem Veranstaltungen der AfD stattgefunden haben. Ein Foto auf der Facebookseite von "Kein Veedel für Rassismus" listet allein für das vergangene Jahr über ein halbes Dutzend Maritim Häuser als Versammlungsort der Rechtspopulisten auf.

Imageschaden für Maritim

Wie häufig die AfD oder deren Gremien sich bereits bei Maritim für 2016 eingebucht haben, wollte die Hotelgesellschaft auf Anfrage dem stern nicht genau sagen. "Es ist richtig, dass Veranstaltungen der AfD in Maritim Hotels stattgefunden haben." Doch möchten "wir über unsere Kunden und deren Buchungen keine offiziellen Auskünfte geben."

Bei Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 in Stuttgart: Demonstration gegen die Wahlparty der AfD im dortigen Hotel Maritim.

Bei Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März 2016 in Stuttgart: Demonstration gegen die Wahlparty der AfD im dortigen Hotel Maritim.


Auf der Facebookseite des Kölner Hauses, das dort mit dem Slogan "Köln besuchen und komfortabel bleiben: Hotelzimmer mit Blick auf Dom, Rhein oder auf die Glasgalerie" wirbt, ist eine lebhafte Diskussion entbrannt. So macht Nutzer Heiko Luczak deutlich, dass er Maritim zukünftig meidet: "Eine Hotelkette, in der Neonazis willkommen sind, ist definitiv ein Hotel, das ich nicht mehr aufsuchen werde." Andere User dagegen unterstützen das Durchhaltevermögen der Hotels.

Schon mehrere Wochen vor dem Parteitages ist die Marke Maritim durch die AfD ramponiert. "Die Anfeindungen der AfD-Gegner gehen von Boykottaufrufen gegen Maritim bis hin zu Morddrohungen gegen unsere Mitarbeiter. Hier kann man also bereits von einem Imageschaden sprechen", sagte die Pressesprecherin zum stern . Das Unternehmen hat die Konsequenzen gezogen: "Wir werden deshalb zukünftig sehr genau prüfen, ob wir medienträchtige Veranstaltungen der AfD in den Maritim Hotels durchführen."


Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(