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"heute-show: "Aktion Sorgenbernd": Oliver Welke zeigt ein Herz für Höcke

Die "heute-show" ist aus der Winterpause zurück - und zeigt gleich Solidarität: Moderator Oliver Welke rief die "Aktion Sorgenbernd" ins Leben - und führte AfD-Rechtsaußen Björn Höcke nach allen Regeln der Kunst vor.

Die "heute-show" über Björn Höcke

Die "heute-show" macht sich Sorgen um Björn Höcke

Mehr als einen Monat mussten die ZDF-Zuschauer ohne die "heute-show" auskommen. Am Freitagabend hat sich die Satiresendung furios zurückgemeldet, es gab auch genügend Themen, die dringend der humoristischen Kommentierung bedurften: Donald Trumps erste Woche als US-Präsident, Martin Schulz' Ausrufung zum Kanzlerkandidaten der SPD - und die skandalöse Rede des AfD-Politikers Björn Höcke über den Holocaust und die deutsche Gedenkkultur.

Dankbare Themen für Satiriker. Das Team der "heute-show" griff auch sämtliche Vorkommnisse auf. Insbesondere zu "Bernd" alias Björn Höcke hatte sich die Redaktion einiges einfallen lassen. So rief Moderator Oliver Welke die "Aktion Sorgenbernd" ins Leben.

Die "heute-show" bricht eine Lanze für Björn Höcke

Nachdem der AfD-Politiker in der KZ-Gedenkstätte Buchenwald Hausverbot erteilt bekommen hatte und auch von der Holocaust-Gedenkstunde im Thüringer Landtag ausgeschlossen worden war, brach Welke eine Lanze für den Rechtsausleger: "Bitte schauen Sie nicht weg, wenn in unserem Land schon wieder ein Bernd ausgegrenzt wird", warb der Moderator und erinnerte daran, dass Höcke seit Jahren einer der wichtigsten Medienpartner dieser Sendung sei. 

Dann pries er Solidaritätsbuttons mit der Aufschrift "Bernd bleibt" und "Je suis Bernd"-Mützen an. Damit sollten sich seine Anhänger jeden Dienstag um genau 19 Uhr 33 auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg versammeln, schlug Welke vor - und suggerierte damit eine Nähe zwischen Höcke und NS-Gedankengut.

Da Björn Höcke gelernter Geschichtslehrer ist, begrüßte Welke die Komikerin Caroline Kebekus, die sich als ehemalige Schülerin Kriemhild Kebekus ausgab. In BDM-Uniform mit blonden Zöpfen sprang sie auf die Bühne und schwärmte von ihrem Lehrer, dem sie so viel zu verdanken habe. Sie sei noch heute aktiv in der Höcke-Jugend. Dann zählte sie auf, was sie in dessen Unterricht über die deutsche Geschichte gelernt habe: Barbarossa, Goethe, Schiller, Bismarck, Erster Weltkrieg, "und dann kam auch schon die DDR". Kein Wort vom Zweiten Weltkrieg, von dem sie nur so viel gelernt hatte: die Polen haben angefangen.

Subtil war das alles nicht, was die "heute-show" hier vortrug. Aber vielleicht muss man angesichts geistiger Brandstifter wie Höcke zum Holzhammer greifen, damit der Letzte kapiert, wes Geistes Kind der AfD-Politiker ist.