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Verkäufer im Glück - Händler verrechnet sich beim Goldpreis

David Suppes sitzt im Studio von Bares für Rares in Pulheim am Händlertisch
David Suppes erstaunt mit seinem ersten Gebot seine "Bares für Rares"-Kollegen. Der Händler aus Wiesbaden liegt damit bereits über dem Goldwert.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht eine alte Goldmünze zum Verkauf. David Suppes verrechnet sich beim Materialwert – zum Glück für den Verkäufer.

Er kommt im Auftrag seiner Mutter zu "Bares für Rares": Rupert Häuslaigner aus München möchte eine Goldmünze in der ZDF-Trödelshow von Horst Lichter verkaufen. "Ich weiß, dass die von 1931 ist", sagt der 31-Jährige. Seine Mutter habe sie zu ihrer Taufe geschenkt bekommen. Doch was ist das Stück heute wert?

"Es handelt sich um ein österreichisches Goldstück", erklärt "Bares für Rares"-Experte Albert Maier. Die 100-Schilling-Münze sei 1931 in der ersten Republik aufgelegt worden. "Die Münze ist keine große Seltenheit", sagt Maier, sie sei über 100.000 Mal geprägt worden. Entscheidend sei der Goldgehalt, der bei 900 liege. Pures Gold sei für eine Münze ungeeignet, da sie dann zu weich werde. "Sie ist sammelwürdig und in gutem Zustand."

"Bares für Rares"-Experte rechnet Materialpreis vor

1000 Euro hätte Verkäufer Häuslaigner gerne für das Goldstück. "Drunter darf ich nicht nach Hause kommen, hat meine Mutter gesagt", erzählt er. Experte Maier erklärt, dass die Münze ein Feingoldgehalt von 21 Gramm habe. Nach dem derzeitigen Goldpreis entspreche das 1100 Euro. Sein Schätzpreis liege etwas darüber, nämlich 1200 bis 1250 Euro. "Das habe ich erwartet, damit bin ich zufrieden", sagt der Verkäufer.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Im Händlerraum beginnt das große Rechnen. "Das ist eine außergewöhnliche Anlagemünze", sagt David Suppes. Er will das Gewicht und den Goldgehalt wissen. "Dann starte ich mal mit 1300 Euro", sagt der Wiesbadener Händler – sehr zur Verwunderung seiner Kollegen. "Da bist du schon 200 Euro über Goldpreis", erwidert Daniel Meyer. "Das muss ja als Anlage auch noch einen Sinn ergeben." Kein Händler bietet mehr. Offenbar hat sich Suppes verrechnet, steht aber trotzdem zu seinem Gebot. Der Verkäufer ist einverstanden.

Häuslaigner hat seinen Auftrag erfüllt. Er hat 300 Euro mehr bekommen, als seine Mutter für die Münze haben wollte. "Mama wird zufrieden sein."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 6. November 2020. Neue Folgen der Trödelshow gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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