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"Bares für Rares" "Er kann die 80 Euro selbst nicht mehr hören" - Verkäuferin nimmt "Waldi" in Schutz

Bares für Rares: Walter Lehnertz
"Bares für Rares"-Händler Walter Lehnertz schlägt die Hand vors Gesicht.
© ZDF
Er ist geliebt und gefürchtet: "Bares für Rares"-Händler Walter "Waldi" Lehnertz schockt viele Verkäufer mit seinen 80-Euro-Geboten. Doch dieses Mal entdeckt er sein Herz.

Er ist seit der ersten Stunde der Show mit dabei: Walter "Waldi" Lehnertz ist neben Moderator Horst Lichter die gute Seele bei "Bares für Rares". Der Antikhändler aus der Eifel trägt das Herz auf der Zunge. Nur eine Sache, die findet nicht jeder gut: "Waldis" Startgebot von 80 Euro. Inzwischen gehört es zum Running Gag der Sendung. Auch wenn die Objekte viel mehr wert sind, haut der 53-Jährige seine 80 Euro als Startgebot raus. Auch in der Sendung am Dienstag. Doch dieses Mal sind die Verkäufer hoch erfreut.

Claudia und Gerd Bikowski aus Meerbusch kommen mit einer Tischbumbass zu "Bares für Rares". "Die habe ich vor 25 Jahren geerbt und mein Onkel hat sie in den 70er Jahren in der DDR gekauft", erklärt die Besitzerin. Horst Lichter staunt über das Krach machende Musikgerät. "Das schenkt man als Opa seinen Enkeln, um sich an den eigenen Kindern zu rächen", vermutet er.

"Bares für Rares"-Verkäuferin setzt auf "Waldi"

"Der Tischbumbass ist von der Firma Goldon hergestellt worden und sollte Rhythmus vermitteln", erklärt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte-Goltz. Es sei ein typisches DDR-Instrument gewesen. Es sei aus Buche gefertigt. Dank Trommel, Schellen und Hupe könne damit riesiger Krach gemacht werden. "Sehr schön."

"Ich denke da an 'Waldi'", sagt Besitzerin Bikowski bei der Frage nach dem Wunschpreis. Sie erhofft sich seine 80 Euro. Auch Experte Schulte-Goltz schätzt den Wert des Instrumentes auf 80 bis 100 Euro. Doch ob "Waldi" sich als Bumbass-Liebhaber entpuppt?

Lehnertz ist zunächst mürrisch, als er das Objekt sieht. "Wie bist du denn drauf?", fragt er Kollegin Susanne Steiger, als die ihm den Bumbass als Musikinstrument für die Eiffel vorschlägt. "Das ist was, womit die Kinder die Eltern so richtig nerven können", sagt Fabian Kahl, der auf keinen Fall mitbieten will. Doch Julian Schmitz-Avila findet das Instrument "ganz lustig" und bietet 20 Euro. "Die Hoffnung war einmal 'Waldi'", sagt die Verkäuferin. Der brummt: "Manchmal bereue ich es", lässt sich aber doch erweichen und zahlt die 80 Euro.

"'Waldi' kann die 80 Euro selbst nicht mehr hören", vermutet Bikowski. Für sie sei der Verkauf aber super gelaufen. "Dafür gehen wir gleich essen."

mai

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