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Deutscher Fernsehpreis 2010: Die Nominierten stehen fest

Die Nominierten für den Deutschen Fernsehpreis stehen fest. In der Unterhaltung sind es die Shows "Unser Star für Oslo", "X Factor" und "Willkommen bei Mario Barth". Die Entscheidung in den insgesamt 18 Kategorien fällt am 9. Oktober, dem Tag der Preisverleihung.

Zehn Schauspieler können sich in diesem Jahr Hoffnungen auf den Deutschen Fernsehpreis machen - aber nur zwei, eine Frau und ein Mann, werden ihn bekommen. Als beste Schauspielerinnen wurden Ulrike Kriener ("Klimawechsel", ZDF), Rosalie Thomass ("Die letzten 30 Jahre", ARD), Nadja Uhl ("Der Tote im Spreewald", ZDF), Ulrike Krumbiegel ("Der verlorene Vater", ARD) und Jessica Schwarz ("Romy", ARD) nominiert. In der Kategorie bester Schauspieler konkurrieren Christoph Bach ("Dutschke", ZDF), Martin Brambach ("Barfuß bis zum Hals", Sat.1), Hinnerk Schönemann ("Mörder auf Amrum", ZDF), Thomas Kretschmann ("Romy", ARD) und Lars Eidinger ("Verhältnisse", ARD) miteinander.

Das gaben die Fernsehpreisstifter von ARD, ZDF, RTL und ProSiebenSat.1 am Mittwoch in Berlin bekannt. Der Deutsche Fernsehpreis wird am 9. Oktober in Köln in 18 Kategorien verliehen. Die ARD überträgt die Gala am 10. Oktober um 21.45 Uhr.

Bester Fernsehfilm und beste Mehrteiler

Als bester Fernsehfilm kommen im Bewertungszeitraum von September 2009 bis August 2010 in den Augen der Jury die Produktionen "Barfuß bis zum Hals", "Die letzten 30 Jahre", "Mörder auf Amrum", der Frankfurter "Tatort" mit dem Titel "Weil sie böse sind" (ARD) und "Zivilcourage" (ARD) infrage. Als beste Mehrteiler konkurrieren "Im Angesicht des Verbrechens" (ARD), "Die Grenze" (Sat.1) und "Vulkan" (RTL) miteinander. Die beste Serie machen "Allein gegen die Zeit" (NDR/WDR/MDR/Ki.Ka), Danni Lowinski (Sat.1) und "Klimawechsel" unter sich aus.

Als beste Show im deutschen Fernsehen muss sich die Jury zwischen "X Factor" (Vox und RTL), "Willkommen bei Mario Barth" (RTL) und "Unser Star für Oslo" (ARD) entscheiden. Im Sport steht nur die Fußball-WM-Berichterstattung im Fokus: Hier fällt die Wahl auf ARD, ZDF, RTL oder Sky, die alle nominiert sind. Als beste Informationssendungen treten das "auslandsjournal" sowie "auslandsjournal XXL" (ZDF), die "Iranberichterstattung von Peter Mezger" (ARD) und "logo! Die Welt und ich" (Ki.Ka) gegeneinander an.

Proteste gegen neue Vergabepraxis

Eigene Kategorien bilden auch die Comedy - nominiert sind "Aufgemerkt! Pelzig unterhält sich" (ARD), "Cindy und die jungen Wilden" (RTL) und die "heute-show" (ZDF) - sowie das Dokutainment mit den Formaten "Rach, der Restauranttester" und "Rachs Restaurantschule" (RTL), "Raus aus den Schulden" (RTL) und "Sido geht wählen" (ProSieben).

Der Ehrenpreis der Stifter, der Publikumspreis, der Förderpreis und drei Preise für besondere Leistungen werden zu späteren Zeitpunkten bekanntgegeben.

Im Vorfeld der Nominierungen hatte es Proteste gegen die neue Vergabepraxis gegeben. Einige Organisationen, unter anderem der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS), hatten kritisiert, dass etliche Kategorien (unter anderem für Regie, Kamera, Drehbuch und Nebendarsteller) gestrichen worden waren.

zen/DPA / DPA