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Tiere und Proteste: "War das jetzt Mord?"

Die Dschungel-Show geht in die Zielgeraden, und den Camp-Insassen bläst der Wind immer stärker ins Gesicht. Vor allem Tierschützer sorgen sich um die mitwirkenden Käfer, Spinnen und Aale.

Die Dschungel-Show geht in die Zielgeraden, und es kommt mächtig viel Gegenwind auf. Zunächst wurde bekannt, dass die Kabarettistin Lisa Fitz beim Saarländischen Rundfunk nicht länger den "SR-Gesellschaftsabend" moderieren wird. Daneben werden die Tierschützer immer ungemütlicher und drohen Werner Böhm und Daniel Küblböck mit rechtlichen Schritten. Der Hintergrund: Böhm hatte einen Aal gefangen, den Küblböck daraufhin mit einem stumpfen Gegenstand totprügelte. Der Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) prüft nun eine Strafanzeige gegen die beiden Aal-Quäler.

Schlimmer als die unterstellte Tierquälerei war wieder mal das Verhalten von Daniel Küblböck. Nachdem er dem Aal das Leben ausgehaucht hatte, setzte sein moralisches Gewissen mit voller Wucht ein: "War das jetzt Mord?" Allein für diese Frage hat sich der Bayer die Anzeige verdient. Vier Kandidaten sind noch übrig geblieben.

Wer wird der "König des Dschungels"?

Am Sonntagabend musste Werner "Doppel-D" Böhm das Camp verlassen. Jetzt sind nur noch Lisa Fitz, Caroline Beil, Daniel Küblböck und Costa Cordalis im Wettbewerb. Einer fliegt bis zur Finalshow noch raus. Dort wird RTL die Zuschauer dann auffordern, aus den letzten drei verbliebenen Teilnehmern den "König des Dschungels" zu küren.

Die Stahnke-Rolle

Zuletzt war wieder mal Daniel Küblböck an der Reihe, eine Mutprobe zu bestehen und für seine Camp-Mitbewohner die Brötchen zu verdienen. Auf einer rotierenden Rolle musste er über einen Schlangentümpel balancieren, um Sterne von einem Seil zu pflücken. Zwei von fünf möglichen erwischte er. Dafür fiel er häufiger in das braune Wasser und verlor dabei noch seine Brille. Kommentar von Moderatorin Sonja Zietlow: "Schade, dass Susan Stahnke nicht mehr in der Show ist. So hätte sie endlich einmal das gehabt, was sie sich seit langem wünscht: eine Rolle."

Den ganzen Wahnsinn wollten sich am Sonntag zu später Stunde 7,29 Millionen Zuschauer ansehen. Mit einem Marktanteil von 31,8 Prozent erreichte RTL damit eine Quote, wie man sie aus den seligen Zeiten kannte, als es erst drei TV-Programme gab. Mit dem Unterschied: Damals mussten keine Aale getötet werden, um derartig hohe Quoten zu erzielen.

Carsten Heidböhmer