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Serien-Hit: Sex, Tod und Drachen: Das waren unsere Lieblingsmomente in "Game of Thrones" - und die meistgehassten

Am Montag geht es endlich los: "Game of Thrones" geht in die letzte Staffel. Zeit, die letzten Staffeln noch einmal Revue passieren zu lassen - und unserer Lieblings- und Hass-Momente zu gedenken.

Starke Frauen, große Drachen: "Game of Thrones" hat viel zu bieten

Starke Frauen, große Drachen: "Game of Thrones" hat viel zu bieten

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Fans fiebern diesem Tag seit zwei Jahren entgegen: Am Montag, den 15. April geht es endlich wieder nach Westeros. Die achte und letzte Staffel "Game of Thrones" geht dann in sechs Folgen ins große Finale. Wir haben die Vorfreude genutzt und die Kollegen nach ihren Lieblings-Momenten gefragt. Und nach denen, die sie zur Weißglut getrieben haben. Wer die Serie oder einzelne Staffeln nicht gesehen hat, sollte hier natürlich aufhören zu lesen.

Wiebke ist schon sehr früh ausgestiegen. "Als der erste der weißen Wölfe umgebracht wurde, relativ früh in der ersten Staffel. Das fand ich so doof, danach war ich raus und mein Typ musste allein weitergucken."

Der Tod von Hauptfiguren ist eines der wichtigsten Elemente der Serie - und beherrscht die Lieblings- wie die Hassmomente. Swen bringt das Dilemma der Fans auf den Punkt: "Das Schlimme an Game of Thrones ist doch: Man hasst manche Charaktere so sehr, dass zu den schönsten Momenten jene Szenen gehören, in denen sie endlich, endlich, endlich sterben. Auch wenn die Szenen wahrlich keine schönen Momente sind. Und doch: Ja, ich war sehr froh, dass Ramsay Bolton, Joffrey oder Walder Frey endlich verschwunden waren."

Keine Einigkeit

Doch auch seine Hass-Szenen haben mit Tod und Gewalt zu tun. "Ned Starks Tod, die "Hochzeitsnacht" von Sansa und Ramsay und noch immer die Szene, in der Bran Stark vom Turm gestoßen wird, weil er die Inzest-Geschwister beobachtete."

Letzteres ist für Gernot dagegen das Highlight der Serie. "Das war meine Lieblingsszene. Es war überraschend, unerhört. Vor allem, weil Jamie das Kind nicht als finsterer Schurke ermorden wollte, sondern Bran mit einer Geste melancholischen Bedauerns seiner großen Liebe opferte."

Genau dieses Überraschende fehlte ihm dann bei der Überfahrt der Drachenmutter nach Westeros: "Die Bugspriete heben sich in die See, der Computer haut Dutzende von Schiffchen raus, die Drachen kreisen und ganz an der Spitze steht Daenerys Targaryen und stellt sich blond und entschlossen dem Schicksal. Eine dümmliche Szene vom Reißbrett des Popcorn-Kinos."

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Mehr Hollywood

Julia gefällt das Mehr an Hollywood. "Das Finale der siebten Staffel war spektakulär. Zu den beeindruckendsten Szenen gehört für mich die Rettung von Jon Snow und seiner Gefährten jenseits der Mauer. Eingekesselt auf einer kleinen Insel kämpfen sie scheinbar aussichtslos gegen die Armee der Untoten. Wie aus dem Nichts kommt Daenerys Targaryen auf ihren Drachen angeflogen, die Feuer speien und alles auslöschen. Umso dramatischer, dass der Nachtkönig, dann einen von Daenerys‘ Drachen mit einem Speer vom Himmel holt. Wahnsinn!"

Daniel sieht das völlig anders. "Zu Beginn verbringen manche Figuren ganze Staffeln damit, sich von einem Ort zum anderen durchzuschlagen. Doch zuletzt hatte man das Gefühl, dass Raum und Zeit gar keine Rolle mehr spielen. Auf einmal kann Daenerys auf ihrem Super-Drachen in einer einzigen Nacht über die ganze Landkarte fliegen, um Jon am Rande der Welt zu retten. Sinnbildlich für die Mainstream-Hollywoodisierung des ganzen Plots."

Svenja blieb die Szene aus einem ganz anderen Grund im Gedächtnis: "Als der tote Drache aus dem Teich gezogen wurde und es schließlich auch mir dämmerte, dass die Toten jetzt einen Drachen haben. Da bin ich vom Sofa aufgesprungen und in die Küche gerannt."

Erlösung und Ekel

Den Tod des Ekel-Königs Joffrey Baratheon empfand sie dagegen als "die pure Erlösung. Aber auch ein bisschen schade, weil die Figur so genial gespielt wurde." "Dass in der Serie so viele Heldenfiguren einen frühen Tod sterben, macht ja einen Teil ihres Reizes aus", findet auch Daniel. "Trotzdem war es doch eine besondere Genugtuung zu sehen, dass es nicht immer nur die Guten trifft, sondern auch dieser fiese Perversling auf seiner eigenen Hochzeit ins Gras beißen muss."

Kurz auf diese Erlösung folgte dann aber eine von Ralfs Hass-Szenen: "Jamie vergewaltigt Cersei neben Joffreys Leiche. Was sollte das? Diese Szene ergab überhaupt keinen Sinn. Sie passte weder zu Jamies Charakter, noch zu der bisherigen Beziehung der beiden. Egal wie dysfunktional die Familie Lannister auch sein mag und wie tief die Trauer nach der Ermordung Joffreys auch sein mag – dieser Vorfall ist überhaupt nicht nachvollziehbar."

Julia fand andere Eltern viel schlimmer: "Auf den Rat der Priesterin Melisandre opferte Stannis Baratheon seine Tochter Sharin für den Feuergott. Das Mädchen wurde bei lebendigem Leib auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Ihre Eltern schauten teilnahmslos zu und unternahmen nichts, obwohl die Prinzessin um ihr Leben schrie. Für mich ist das einer der grausamsten Momente in bisher sieben Staffeln. Ein brutaler Tod, den man nur schwer ansehen konnte."

Svenja konnte bei ihrem Hass-Moment ebenfalls nicht mehr hinschauen. "Als Jon fast in dem Leichenberg bei der Schlacht der Bastarde erstickte. Die Szene fand ich so erdrückend, dass ich nicht mehr hinsehen konnte. Man hatte auch schreckliche Angst um seine schöne Nase."

Nicht nur Tod und Elende

Doch es muss nicht immer grausam sein. "Für mich ist Sansas und Jons Wiedervereinigung in Staffel 6 eines der absoluten Highlights", findet Swen. "Ihre Gespräche nach Jahren. Aber auch der Moment in Staffel 7, als er fortzieht und ihr die Herrschaft überlässt." Auch der Moment, in dem Missandei und der graue Wurm endlich zusammenkommen, ist für ihn ganz oben. "Und ja, wenn Khaleesi zum ersten Mal auf ihren Drachen reitet oder dem Feuer entsteigt, sind das schon auch starke Momente."

Besonders eindrücklich war für Karina der Moment, "als man als Zuschauer endlich erfahren hat, wie Hodor zu seinem Namen kam und welche Zeitsprünge in seinem Gehirn passierten. Ich war fassungslos, dass er Bran ein solch treuer Begleiter bis in den Tod hinein war – und sein Leben für ihn opferte. Anders hätte sich die Szene aber bestimmt nicht so fest in meiner Erinnerung verankert. Mein Freund und ich sagen heute noch manchmal, wenn eine Tür droht in ein Schloss zu fallen: 'Hodor', statt: 'Halt!'"

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