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"Heute Show" im ZDF: Der Aasbayer - So witzig muss Markus Söder in der "Heute Show" Federn lassen

Im Bund könnte bald Jamaika an die Macht kommen. Grund genug für die "Heute Show", die kleinste der Parteien am Verhandlungstisch ins Visier zu nehmen: die CSU. Vor allem der Vorsitzende in spe Markus Söder musste einstecken.

Heute Show 11. November 2017 Markus Söder CSU

In der aktuellen Ausgabe der "Heute Show" bekommt CSU-Minister Markus Söder sein Fett weg

Seit Wochen laufen die Koalitionsverhandlungen zur Jamaika-Koalition. Da kommen natürlich auch Oliver Welke und sein Team von der "Heute Show" nicht um das Thema herum. Nach einigen Witzeleien über die Grünen, die das mit dem Umweltschutz gar nicht so eng sehen, wenn es sie von der Macht abhalten sollte, nimmt Welke sein echtes Ziel ins Visier: Die kleinste der vier Verhandlungsparteien. "Die CSU bleibt das Jamaika-Sorgenkind", fängt Welke seinen Angriff an.

Im Selbstbild ist die CSU natürlich ganz groß. "Es kann nicht sein, dass eine Partei mit achtkomma-irgendwas Prozent meint, sie könnte bestimmen, wie dann die Politik ausschaut", sagte noch-Minister Alexander Dobrinth selbstbewusst über die Grünen. Doch Welke setzt ihn erstmal auf den Stuhl - und erinnert ihn daran, dass die CSU ausschließlich in Bayern groß ist: "Fun Fact am Rande: Dein alberner Trachtenverein hatte bundesweit 6,2 Prozent."

Aasbayer Söder

Dann holt er zum Rundumschlag gegen die "bayrische Inzuchtselbsthilfegruppe" aus. Die Frage laut Welke: Wie lange hat Ministerpräsident Horst Seehofer noch? "Also, als Ministerpräsident", schiebt er feixend hinterher. Die Geier würden schon kreisen - dazu ein Bild von Markus Söder als Aasbayer. Das Publikum johlt. "Der Söder bindet sich schon das Sabberlätzchen um."

In den letzten Wochen mehrten sich die Zeichen, dass Söder Seehofer wegputschen will. Die Junge Union der CSU forderte offen einen neuen Ministerpräsidenten - "und der Söder lobt die frechen Bratzen dafür auch noch." Ein klarer Putsch analysiert Birte Schneider. Das sei beste Tradition im Freistaat. "Der Bayer kennt keine friedlichen Machtwechsel". Huber und Beckstein hätte man wie Köter vom Hof gejagt. "Dem Stoiber haben sie heimlich die Medikamente abgesetzt."

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Der neue Bayern-König

"Ein Markus Söder ist doch keine Nummer 2", weiß Schneider. "Haben Sie gesehen, wie clever er das gemacht hat bei der Jungen Union? Da zwingt er erst die Kinder, Schilder mit 'MP Söder' und 'Söder - unsere neue Nummer 1' hochzuhalten, die machen das auch in ihrer Todesangst. Und dann stellt er sich daneben und sagt 'Könnt ihr das nicht ohne mich machen, ich krieg gleich Ärger'." Ein echtes Zitat Söders übrigens, halb feixend und mit stolzgeschwelter Brust vorgetragen.

Und was würde sich unter Söder in Bayern ändern, fragt Welke. "Die AFD kann einpacken", ist sich Schneider sicher. "Nix mehr mit Familiennachzug. Weder für Zugereiste aus Syrien noch aus Wuppertal. Jeder König hat eben seinen eigenen Stil." Und schon kommt ein Bild der söderschen Staatskanzlei: Der Turm des Erzschurken Saruman aus dem "Herr der Ringe". So schlimm wird es dann vermutlich doch nicht kommen.

mma