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"heute-show": "Zwei Tage gequirltes Nichts" - so witzig keift Gernot Hassknecht gegen die GroKo

Bei der Klausurtagung im Schloss Meseberg wollte die neue Bundesregierung "sich gegenseitig kennenlernen". Heraus kam - weitgehend nichts. Gernot Hassknecht treibt das in der "heute-show" höchst amüsant zur Weißglut.

Heute Show Hassknecht

"heute-show"-Schreihals Gernot Hassknecht hat es diesmal auf die Groko abgesehen

ZDF

Gut sechs Monate nach der Bundestagswahl will die neue Regierung dann langsam mal die Arbeit aufnehmen. Und fuhr dazu erst mal zu einer Klausurtagung auf Schloss Meseberg. Klassenfahrt, wie Oliver Welke in der "heute-show" witzelt, inklusive eines gefakten Fotoalbums mit den schönsten Erinnerungen. Dann übergab er das Wort an Kollege Gernot Hassknecht - und der zog wie gewohnt richtig vom Leder.

In nur 140 Sekunden nahm er die "zwei Tage gequirltes Nichts" auseinander. "Dorothee Bär - die Erfinderin des Flugtaxis - postet bei Instagram folgende Breaking News aus Meseberg: 'Mmmmmhhhh" Lecker Konferenzkekse' - Zwinkersmiley. "Warum? Zwei Tage Konferenzkekse und hinterher kein Plan zu drohenden Fahrverboten, Zuwanderung, Bildung. Warum trifft man sich dann überhaupt?", keift Hassknecht in gewohntem Wut-Ton in die Kamera.

Was kann man schon von einer Regierung erwarten?

Die Antwort kommt von Angela Merkel: "Aber das Ziel war hier, sich kennenzulernen, arbeitsfähig zu werden und von außen mal aufzunehmen, was man eigentlich für Erwartungen an uns hat", erklärt die Kanzlerin auf einer Pressekonferenz. "Was man für Erwartungen an euch hat? REGIEREN!" platzt es darauf aus Hassknecht heraus.

"Und was heißt Arbeitsfähigheit herstellen? Ich hatte naiverweise angenommen, ihr wärt schon arbeitsfähig - über sechs Monate nach der Wahl", wütet er weiter. "Oder muss man bei Horst Seehofer erst die Software hochfahren? Bei dem hilft eh nur noch Hardware-Nachrüstung."

Spahn-Maßnahmen

Dann geht es gegen den Gesundheitsminister. "Nehmt Jens Spahn das Handy weg! Und erklärt ihm endlich mal, was ein Gesundheitsminister beruflich macht." Aus dem im Januar beschlossenen Sofortprogramm des Ministers für 8000 neue Pflegekräfte sei nichts herausgekommen - außer, dass nun Postboten in Bremen bei Senioren nach dem Wohlergehen sehen sollen.

"Super Idee. Postboten schnuppern an der Haustür, ob einer gestorben ist. Und wenn wir schon dabei sind: Ersetzen wir doch das ganze Kabinett durch Postboten", witzelt Hassknecht. Schließlich müsste man bei denen nicht erst die Arbeitsfähigkeit herstellen. "Kurz gesagt, Grokolesen, legt endlich los", schließt er seine Tirade ab. Und endet mit einem echten Kalauer. "Alles andere könnt ihr euch - Achtung, Wortwitz - Spahn!"

mma