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"heute-show": Und täglich grüßt der Islamhass: Darum geht die Debatte Oliver Welke auf die Nerven

Deutschland und die "heute-show" hatten über Ostern frei. Eigentlich schön, wären da nicht immer noch die Islam-Jammereien von Politik und Bevölkerung. 

"heute-show"

In Berlin gilt noch immer "das Wort Hottes". Oliver Welke nahm in der "heute-show" mal wieder Horst Seehofer aufs Korn. 

Die deutschen Bürgerinnen und Bürger dürfen sich über ein hohes Gut im Grundgesetz freuen: Religionsfreiheit. Jeder darf glauben, was er oder sie möchte. So weit, so gut. Denkt man. Die ZDF-Satiresendung "heute-show" musste sich trotzdem wieder mit Islamhass in Deutschland beschäftigen - nicht nur von der AfD, sondern vor allem von der CSU und Horst Seehofer angetrieben. Moderator Oliver Welke wirkte in der Sendung am vergangenen Freitag deshalb genervt. 

"heute-show": Welke genervt von Islamhass

"Als wären wir gar nicht weg gewesen: Die Union streitet immer noch über Seehofers 'Der Islam gehört nicht zu Deutschland'", sagte Welke in seinem Eröffnungsmonolog und stichelte gegen den neuen deutschen Innenminister: "Auch nach Ostern gilt in Berlin weiter das Wort Hottes." Wie unnötig Welke selbst die stetige Diskussion um eine vermeintliche Islamisierung des Landes findet, machte er mit nur einem Satz deutlich. "Wir haben Religionsfreiheit. Da hat der Staat doch gar nicht zu entscheiden, welche Religion hier hingehört und welche angeblich nicht", erklärte er. Vor allem deshalb, weil die größte Einzelgruppe in Deutschland die Atheisten sind. Immerhin zählen sich 36 Prozent der Bevölkerung dazu - auch Welke. "Warum diskutieren wir ständig über Religion? Das verletzt meine unreligiösen Gefühle", sagte er. 

Traditionshasen oder Osterhasen

Das beste, weil absurdeste Beispiel für die Folgen der ewigen Debatte ist der Schoko-Osterhase, der auf Karstadt- und Rewe-Rechnungen nur "Traditionshase" heißt. Während AfD und Co. sofort wetterten und eine Verschwörung vermuteten, hat der Name allerdings einen guten Grund. Die Süßigkeit, die es immer zum Osterfest gibt, heißt schon seit 1992 Traditionshase. Und das nicht, um Muslime nicht zu verletzen, sondern weil er in den 50er-Jahren erfunden wurde. Für die "heute-show" sind die Verschwörungstheorien der Islamhasser ein gefundenes Fressen. Immerhin sei der Osterhase doch "die zentrale Figur der christlichen Mythologie", stellte Welke ironisch fest und machte aus Jesus letztem Abendmahl mal eben das "letzte Hasenmahl". 

Seehofer löst keine echten Probleme

Womit sich Seehofer statt Islamophobie lieber beschäftigen sollte, zeigte der Moderator auch auf. Da wären zum Beispiel 3000 unbesetzte Stellen bei der Bundespolizei. Oder aber er könnte die Integration unterschiedlicher Religionen vorantreiben. Wenn der neue Innenminister so weitermacht, wird er seinen Status als Lieblingsopfer der "heute-show" auch in Zukunft nicht loswerden. Denn der nächste Aufreger über Hasen, Schleier oder Gläubige kommt bestimmt. 

Heute-Show: Vermeintlich geschmackloser Witz von Oli Welke


ls