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Neue US-Serie auf Vox: Wie ein echter Grimm über "Grimm" denkt

Die US-Serie "Grimm" erzählt von einem Nachfahren der Brüder Grimm, der Polizist ist. Musiker Markus Grimm stammt wirklich von den Märchensammlern ab. stern.de sagt er, warum er einschaltet.

Markus Grimm

Stammt von den legendären Brüdern Grimm ab: Musiker Markus Grimm

Herr Grimm, wann haben Sie erfahren, dass Sie ein Nachfahre der Brüder Grimm sind?
In der Grundschule, da war ich acht Jahre alt. Ich bin recht früh auf die Theaterbühne geschubst worden. Damals hab ich die Hexe Wackelzahn gespielt in einem Märchenstück, das angekündigt wurde mit "Grimm spielt Grimm". Dafür gab's Schläge auf dem Schulhof.

Warum das?

Ich war der kleine dicke Außenseiter mit den schiefen Zähnen. Im Hexenkostüm brauchte ich gar keine Maske, das passte perfekt. Meine Mutter meinte, es könnte mir helfen, wenn sie mit dem Ahnenbrief in die Schule kommt und die Abstammung belegt. Doch das hat es nur verschlimmert: Danach gab es erst recht einen drauf.

Ist Ihre Familie noch immer mit den alten Grimms verbunden?

Die Familie meines Vaters wohnt noch immer in Klein-Welzheim, das ist Luftlinie zehn Kilometer von Hanau entfernt, wo die Brüder Grimm geboren wurden. Weiter hat es die Familie nicht geschafft. Nur mein Vater ist weggezogen, deswegen bin ich im Ruhrgebiet geboren.

Haben Märchen in Ihrer Kindheit eine besondere Rolle gespielt?

Schon immer. Allein durch den Nachnamen durfte ich Theaterstücke spielen, das waren fast immer Märchen. "Grimm spielt Grimm", später "Grimm liest Grimm". Märchen sind ein Stück Heimat für mich.

Am Montag startet auf Vox die US-Serie "Grimm". Die Hauptfigur, Nick Burkhardt, ist ein Nachfahre der Familie Grimm. Was halten Sie davon, dass Ihre Familiengeschichte zu einem Mystery-Krimi verarbeitet wird?

Schön finde ich, dass das Thema immer weitergesponnen wird und immer aktuell bleibt. Ich fand auch den Kinofilm "Brothers Grimm" toll, der auch historisch komplett neben der Spur war. Aber man muss auch unterscheiden: Früher gab es keinen Fernseher, da waren Märchen Unterhaltung. Heute ist das Fernsehen die Unterhaltung, da werden die Geschichten weitergedichtet.

Fühlt es sich nicht komisch an, wenn man im TV einen Nachfahren der Brüder Grimm sieht, der man selbst sein könnte?

Komisch nicht, ich find's lustig. Ich hab da auch keine Berührungsängste, ich habe mich damit nie geschmückt. Es ist witzig, was die Leute da reininterpretieren. Auf meiner Facebook-Seite sprechen mich die Fans ständig auf die Brüder Grimm an.

In der Serie auf Vox waren die alten Grimms Jäger, die übernatürliche Wesen bekämpft haben. Entspricht das in einem übertragenen Sinn der Wahrheit: Haben Ihre Vorfahren Märchen gesammelt und aufgeschrieben, um Ängste vor dem Bösen und Übernatürlichen in Erzählungen zu bannen?

Ich glaube, es gibt viele Werte, die in den Märchen drin waren, die auch heute noch gelten. Viele erzieherische Elemente. Das Böse im Sinne von: Ihr dürft nicht vom Weg abkommen, weil dort das Böse lauert. Wie etwas bei Rotkäppchen, wo der Wolf als Synonym für das Böse steht, der immer mit Steinen im Bauch sterben muss. Darum geht es auch in der Serie: um den Kampf gut gegen böse.

Was verbindet Sie heute mit dem Erbe Ihrer Vorfahren?

Ich habe gerade zusammen mit Michael Grimm eine CD aufgenommen, "Grimm trifft Grimm", auf der wir die Originaltexte verwenden.

Ist der auch mit den Brüder Grimm verwandt?

Michael ist Nachkomme von Ludwig Emil Grimm, des Maler-Bruders, der immer vergessen wird. Das ist der Mann, der die Bücher erst verkaufsfähig gemacht hat, weil er die Zeichnungen da reingebracht hat. Wir sind ins Studio gegangen mit einem uralten Märchenbuch, in dem die Originaltexte noch erhalten waren. Wir haben versucht, die Geschichten ins Moderne zu holen und drum herum Songs geschrieben. Wir schlüpfen in die Rollen von Jakob und Wilhelm in der Zeit, als die Märchen entstehen. Wir tragen viele Märchen vor plus den Songs, sodass man nachvollziehen kann, wie die beiden gearbeitet haben. Es sind 152 Minuten Musik geworden.

Werden Sie sich die Serie anschauen?

Ich werde sie definitiv anschauen und freue mich schon drauf.


Die US-Serie "Grimm" startet auf Vox am 18. Februar um 20.15 Uhr, ab dem 25. Februar immer montags um 21.15 Uhr.

Interview: Carsten Heidböhmer
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(