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Spaß-Kampf: Raab boxt gegen Halmich - und Bohlen

Die Veranstalter sprechen vom "größten Boxkampf des Jahrzehnts": Die Neuauflage des Spaßkampfes zwischen Stefan Raab und Regina Halmich stößt im Vorfeld auf ein großes Medieninteresse. Doch der Entertainer tritt noch gegen einen anderen Gegner an.

Von Carsten Heidböhmer

Der deutsche Boxsport steckt derzeit in einer tiefen Krise. Aus Mangel an guten Kämpfern werden Altstars wie Axel Schulz oder Henry Maske aus dem Ruhestand geholt und zur Freude der Zuschauer noch einmal durch den Ring gejagt. Für den echten Boxfan sind diese Dinosaurier-Kämpfe schon schwer genug zu ertragen. Doch ausgerechnet ein ganz offensichtlicher Spaßkampf schickt sich in dieser Phase an, zum größten Boxkampf des Jahrzehnts zu werden - zumindest was die Anzahl von Zuschauern angeht. Für das Duell zwischen Entertainer Stefan Raab und Boxweltmeisterin Regina Halmich sind in der Kölnarena bereits 18.500 Karten verkauft. Kein anderer Kampf in Deutschland hat in diesem Jahrzehnt ein vergleichbares Publikum gehabt.

Vor sechs Jahren traten die beiden bereits schon einmal gegeneinander an - 2001 vermöbelte Halmich den Entertainer gehörig und brach ihm die Nase. Damals bescherte der Kampf dem Sender ProSieben Traumquoten in der werberelevanten Zielgruppe: 55,5 Prozent der 14- bis 49-Jährigen verfolgten das Duell live vor ihrem Fernsehgerät.

"Nase um Nase, Zahn um Zahn"

Damit die Quote dieses Mal nicht schlechter ausfallen wird, haben die beiden im Vorfeld die PR-Maschine angeschmissen. Die Boxweltmeisterin hat bereits Tage vor dem Kampf angekündigt, sie werde Stefan Raab "zermürben". Die "Killerplauze", so Raabs offizieller Kampfname, hält dagegen: "Jetzt ist Regina Halmich fällig. Nase um Nase, Zahn um Zahn."

Einen Tag, bevor die beiden Kontrahenten in den Boxring steigen, treffen sie auf der Pressekonferenz aufeinander. Dass die PR-Strategie offensichtlich aufgegangen ist, zeigt sich auch am Verhalten anderer Medien: Der zu ProSieben-Sat.1 gehörige Nachrichtensender N24 hat für dieses "Topereignis" bereits Sendezeit freigeschaufelt und überträgt die Konferenz am Donnerstag ab 11.00 Uhr live aus der Kölnarena. ProSieben überträgt den Kampf dann am Freitag, 30. März 2007, ab 20.15 Uhr.

Der wahre Gegner von Stefan Raab wird dann aber nicht Regina Halmich sein: Auf RTL macht ihm Dieter Bohlen mit der Zeichentrickversion seines Lebens, "Dieter - Der Film" die jugendliche Zielgruppe streitig. Möglicherweise wird Raab dann eines Tages mit Bohlen in den Ring steigen müssen um auszufechten, wer der wahre Champion der Jugendlichen ist.