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"Free European Song Contest": Stefan Raab ärgert die ARD und veranstaltet eigenen Musikwettbewerb als ESC-Ersatz

Der Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam ist abgesagt. Doch Stefan Raab will für Ersatz sorgen. Er plant für den ESC-Abend einen eigenen Musikwettbewerb - live aus Köln.

Stefan Raab beim ESC 2000

Mit Sonnenbrille und Goldanzug zum fünften Platz: Stefan Raab singt 2000 beim ESC "Wadde hadde dudde da?"

Er kann es nicht lassen. Stefan Raab ist fasziniert vom Eurovision Song Contest. Nachdem er 1998 als Komponist von Guildo Horn und 2004 für Max Mutzke am Wettbewerb teilnahm, 2000 selbst mit "Wadde hadde dudde da" an den Start ging und wesentlich am Erfolg von Lena Meyer-Landrut 2010 und 2011 beteiligt war, wittert er jetzt eine neu Chance. Nach der Absage des ESC 2020 in Rotterdam plant Raab seinen eigenen europäischen Musikwettbewerb.

Der "Free European Song Contest" soll am 16. Mai – dem eigentlichen Datum des ESC-Finales – live in Köln stattfinden. Das teilte ProSieben am Dienstag mit. Die Idee dazu hatte Raab selbst. "Musik verbindet besonders in schwierigen Zeiten viele Menschen miteinander. Dies ist die Geburtsstunde eines neuen, freien europäischen Songwettbewerbs", sagte der Entertainer. Viele ESC-Fans seien von der Absage enttäuscht, ihnen will Raab eine neue Heimat bieten.

Raab kommt der ARD zuvor

Details zum Ablauf der Show gab ProSieben nicht bekannt. Obwohl es eine Live-Show sein wird, würden aber alle Vorgaben der Gesundheitsbehörden eingehalten. Wie genau das aussehen könnte, war bereits in der vergangenen Woche zu sehen. Da veranstaltete ProSieben sein "Wohnzimmer-Festival", schaltete sich live zu verschiedenen Musikern nach Hause, die dort sangen.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist der ESC 2020 abgesagt

Auf Raab auf der Bühne müssen die ESC-Fans wohl verzichten. Obwohl er bereits 2011 den Heim-ESC in Düsseldorf zusammen mit Anke Engelke und Judith Rakers moderiert hatte, wird er beim "Free European Song Contest" offenbar nur als Produzent der Show fungieren. Wahrscheinlich ist aber, dass er eigene Songs ins Rennen schicken wird.

Raab kommt mit seiner Entscheidung, einen eigenen Musikwettbewerb ins Leben zu rufen, der ARD zuvor. Die gab am Nachmittag bekannt, mit "Europe Shine a Light" ebenfalls ein Ersatzprogramm für den ESC zu senden. Dies erfolgt zusammen mit den Partnern der Europäischen Rundfunkunion, die auch den ESC veranstaltet. "Das wird kein Eurovision Song Contest mit Voting sein, aber es soll Europa an diesem einen Abend zusammenbringen, es soll die Fans nicht alleine lassen und ganz besonders den Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform geben", sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber dem Mediendienst DWDL.de.

Raab bereits mit Bundesvision Song Contest erfolgreich

Raab hatte bereits erfolgreich den "Bundesvision Song Contest" ins Leben gerufen, der als Konkurrenzveranstaltung zum ESC galt. 2015 gab Raab seinen Abschied als Moderator bekannt und stand am 16. Dezember in seiner letzten "TV Total"-Sendung vor der Kamera. In den folgenden Jahren fungierte er vor allem als Produzent von Fernsehsendungen. Aktuell wird darüber spekuliert, ob er einer der Teilnehmer von "The Masked Singer" ist. Viele vermuten, dass sich unter dem Faultier Raab verbirgt.

mai