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Eine Minute zu spät: Tagesschau startet mit Verspätung - NDR erklärt, was dahinter steckt

Die Tagesschau hat am Montagabend um 20.01 Uhr begonnen. Die Verzögerung hatte nicht den Grund, den wohl die meisten Zuschauer vermuten. Inzwischen hat sich der NDR geäußert.

Millionen von Fernsehzuschauern haben Montagabend etwas Unglaubliches gesehen: Die "Tagesschau" begann nicht um 20 Uhr, 0 Minuten und 0 Sekunden. Sondern erst um 20.01 Uhr. Die Nachrichten-Institution Deutschlands sendet mit ? Ist denn auf gar nichts mehr Verlass?

In einem Tweet erklärte die "Tagesschau" noch am Abend: "Die Tagesschau fing heute um 20:01 Uhr an. Grund dafür waren technische Probleme in der zentralen Sendeleitung. Wir hoffen, Sie haben die ersten 60 Sekunden irgendwie gut überbrücken können!"


Viele Zuschauer vermuteten, die Handball-EM sei schuld an der Verzögerung. Denn die ARD wartete genau die letzte eine Minute, bis die Partie Deutschland gegen Slowenien zu Ende war - bis 20.01 Uhr. Eigentlich hätte das Spiel kurz vor der Nachrichtensendung entschieden sein sollen.

Doch bei der Partie hatte es kurz vor Schluss eine kniffelige Entscheidung gegeben. Minutenlang bemühten die Schiedsrichter den Videobeweis, bis sie am Monitor eine Entscheidung gefällt hatten: Das deutsche Team bekam einen Siebenmeter und schaffte so mit Ach und Krach ein 25:25-Unentschieden. Damit stehen die Deutschen vorzeitig in der Hauptrunde des Turniers. Es sei denn, der Protest der Slowenen gegen die Schiedsrichter-Entscheidung hat Erfolg. Die Europäische Handball-Föderation muss sich deshalb an diesem Dienstag noch einmal intensiv mit dem Ausgang des Handball-Krimis beschäftigen.

NDR-Auskunft: Darum gab es die Verzögerung

Inzwischen hat der NDR, bei dem die "Tagesschau" produziert wird, eine Stellungnahme veröffentlicht: "ARD-aktuell begann pünktlich um 20.00 Uhr mit der Kamerafahrt zur Eröffnung der Tagesschau-Sendung. Zwischen dem Ende der Sportübertragung und dem Beginn der Tagesschau war jedoch ein automatisierter Spot der Zentralen Sendeleitung in Frankfurt gestartet. Diesen zu stoppen dauerte etwa 10 bis 15 Sekunden. Da die Tagesschau Roboter-Kameras benutzt, mussten diese aus Sicherheitsgründen erst auf ihren Ausgangspunkt zurückfahren und konnten erst dann auch wieder neu gestartet werden. Dies hat zu einer weiteren Verzögerung geführt." Die "Tagesschau" entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten bei den Zuschauerinnen und Zuschauern. "Es wurden dennoch die vollen 15 Minuten gesendet. Die Zuschauer haben keine wichtigen Nachrichten verpasst. An diesem Tag endete die Tagesschau um 20.16 Uhr."

Die Moderatorin der Ausgabe, Judith Rakers, wusste die unverhoffte Pause gut zu nutzen. Sie schrieb auf Twitter: "Ich hab die Zeit genutzt, um das Handball-Ergebnis noch schnell hart zu feiern."

Trotz Mini-Party brachte Rakers die Sendung gewohnt souverän über die Sendezeit. Und auch die Reaktionen auf Twitter zeigen: Die meisten "Tagesschau"-Fans nahmen die einminütige Wartezeit mit Humor.


Hinweis: Dieser Text wurde nach der Stellungnahme des NDR zur "Tagesschau"-Panne aktualisiert.

Hier die Reaktionen auf die "Tagesschau"-Verspätung im Video:


tkr
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo