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"Tatort" aus Wien Schwer zu ertragen: Dieser "Tatort" ist das pure Grauen

"Tatort: Die Amme" aus Wien
Die Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) im Haus der ermordeten Prostituierten Jana Gruber
© ORF/Prisma Film/Petro Domenigg / ARD Degeto
Frauen werden brutal erstochen, Kinder entführt und gequält: Der neue Fall der Wiener Ermittler Eisner und Fellner ist düster und verstörend. Kein Film für einen entspannten Fernsehabend.
  • 1 von 5 Punkten
  • Ein Psycho-Schocker, in dem Frauen und Kinder die Opfer sind

Worum geht's?

Die Prostituierte Jana Gruber wird in ihrem Haus überfallen und brutal ermordet. Ein anonymer Anrufer hat die tote Frau gemeldet. Hat er etwas mit der Tat zu tun? Als die Ermittler Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Bibi Fellner (Adele Neuhauser) eintreffen stellen sie fest, dass Gruber einen Sohn hatte. Doch von dem zehnjährigen Jungen fehlt jede Spur. Eisner und Fellner finden heraus, dass es vor Kurzem zwei ähnliche Fälle gab, und gehen von einem Serientäter aus, der es auf Prostituierte und deren Kinder abgesehen hat.

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

Erstochene Frauen, gequälte Kinder, versiffte Wohnungen und ein schizophrener Crack-Junkie: Es findet sich wenig, was diesen "Tatort" (Drehbuch: Mike Majzen, Regie: Christopher Schier) sehenswert macht. Allein dem Engagement und der Hartnäckigkeit von Moritz Eisner und seiner Kollegin Bibi Fellner ist es zu verdanken, dass es den Hauch von einem Happy End gibt.

Was stört?

Der Film ist brutal und verstörend, die Geschichte nicht konsequent zu Ende gedacht. Schauspielerisch mögen die Darsteller brillieren, der Zuschauer bleibt jedoch angewidert zurück. Ob "Polizeiruf" oder "Tatort" – die zuletzt ausgestrahlten Fälle waren alle sehr düster und hatten schwere Themen, dabei wünscht man sich gerade jetzt nicht noch mehr Misere in der Welt. Sicher, ein Krimi ist keine Komödie – aber es gibt eine Grenze zwischen spannendem Fall und sadistischem Psycho-Schocker. Diese Grenze wurde hier eindeutig überschritten.

Die Kommissare?

Majorin Bibi Fellner hadert schon länger mit ihrem Job und auch in dieser Folge verzweifelt sie an all dem Elend in der Welt. "Ich kann das doch nicht einfach so hinnehmen, dass ständig Menschen um uns herum sterben und wir nur dann gerufen werden, wenn es schon zu spät ist", sagt sie in einer Szene zu ihrem Kollegen Eisner. Vor allem das Schicksal der entführten Kinder geht der Ermittlerin sehr nah. Sie ist gereizt und übernächtigt. Die neue Assistentin Meret Schande (Christina Scherrer), die als Nachfolger für Manfred "Fredo" Schmipf den Dienst antritt, bekommt Fellners Unmut als Erste zu spüren.

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Ein- oder ausschalten?

Bibi Fellner leidet in der Episode unter extremem Schlafmangel. So geht es dem Zuschauer nach Anblick dieses "Tatorts". Wer selig schlummern will, lässt den Fernseher lieber aus – oder guckt im ZDF "Rosamunde Pilcher".

Moritz Eisner und Bibi Fellner ermittelten auch in diesen Fällen:


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