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TV NOW: Mehr Exklusiv-Inhalte: So will RTL seine Streaming-Plattform ausbauen

Mit "M - eine Stadt sucht einen Mörder" hat RTL mit TV NOW seinen Angriff auf Streamingplattformen wie Netflix und Amazon gestartet. Es sollen noch weitere exklusive Formate folgen.

TV NOW

"M - eine Stadt sucht einen Mörder" ist die erste Original-Serie der Streamingplattform TV NOW. Weitere sollen folgen.

Das nennt man einen gelungenen Start: Gleich für die ersten Original-Serie erntete die von der RTL-Gruppe betriebene Online-Plattform TV NOW hervorragende Kritiken. "M - eine Stadt sucht einen Mörder". Die sechs Millionen Euro teuren Produktion wurde vom Österreichischen Rundfunk und RTL Crime in Auftrag gegeben. Während der Sechsteiler im Februar im ORF ausgestrahlt wurde, müssen deutsche Zuschauer ein Abonnement bei dem kostenpflichtigen Streamingportal TV NOW abschließen, wenn sie die Serie sehen wollen. Moritz Pohl ist Bereichsleiter Video-on-Demand Content bei RTL interactive und für den Ausbau der Plattform mit Inhalten verantwortlich. Er sprach mit dem stern über TV NOW. 

Herr Pohl, war die Serie "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Anfang an für die exklusive Deutschland-Präsentation über TV NOW vorgesehen?  

Tatsächlich haben wir "M - eine Stadt sucht einen Mörder" zunächst als erste Eigenproduktion für unseren Pay-TV-Sender RTL Crime entwickelt und produziert. Parallel dazu lief schon die Entwicklung und der Aufbau unseres neuen Streaming-Dienstes TV NOW und da wurde uns sehr schnell klar, dass "M" ein sehr, sehr gutes Programm für unser erstes fiktionales Original ist, mit dem wir die Plattform einer großen Öffentlichkeit bekannt machen können. Wir produzieren generell für die Mediengruppe RTL und zeigen die Programme dann dort, wo sie am besten hin passen. "M" ist das perfekte Programm für TV NOW: ein spannender, intelligenter, über mehrere Teile hinweg erzählter Krimi mit einer herausragenden Star-Besetzung in einem fantastischen Kino-Look. 

Hat die Serie Ihre Erwartungen, was Video-Abrufe und Neukundengewinnung betrifft, erfüllt?
Nur so viel: Wir sind sehr zufrieden mit der Nutzung dieses starken Leuchtturms. "M" wurde nicht nur von den Kritikern gelobt, sondern auch von den Serien-Fans angenommen.

Planen Sie weitere exklusive Eigenproduktionen für TV NOW?

Ziel ist es, mit TV NOW ein großes Publikum mit starken deutschen Inhalten zu erreichen. Dazu gehören exklusive Serien, Shows und Eigenproduktionen. Die Reality Show "Temptation Island" ist aktuell eine weitere exklusive Eigenproduktion, mit der wir ein großes Publikum über "M" hinaus erreichen. Zuvor haben wir übrigens bereits mit "Bachelor - Jetzt reden die Frauen!" auch ein TV NOW Original produziert. Darüber hinaus bietet unser neuer Streaming-Dienst eine große Bandbreite von Inhalten wie beispielsweise ab April mit der Exklusiv-Serie "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" mit "Grey’s Anatomy"-Star Patrick Dempsey oder im Mai ebenfalls exklusiv Agatha Christies "Die Morde des Herrn ABC" mit John Malkovich und Rupert Grint. Weitere exklusive Serien und Eigenproduktionen sind in Planung.

Ist eine Ausstrahlung auf RTL angedacht?
"M" ist ein TV NOW Original und soll auch so wahrgenommen werden und dort verortet bleiben. "M" wurde bei der Free-TV Auswertung bei unserem Koproduktions-Partner ORF in Österreich sehr gut angenommen. Die Mehrheit der Zuschauer war begeistert. Ob "M" auch irgendwann in Deutschland im Free-TV zu sehen ist, wird sich zeigen. Es gibt derzeit keine Pläne dazu.

TV NOW kostet monatlich 4,99 Euro. Dafür bekommt der Kunde viele RTL-Inhalte schon vorab, dazu die Live-Streams der Senderfamilie (RTL, RTL 2, Vox, RTL Nitro, Super RTL und n-TV) sowie die exklusive Serie "M - eine Stadt sucht einen Mörder". Seit dem 1. April steht auch die Serie "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" zum Abruf bereit.

Filmszenen: "M - eine Stadt sucht einen Mörder" - darum geht es in der Serie
"M - eine Stadt sucht einen Mörder"

Der österreichische Regisseur David Schalko ("Braunschlag") hat Fritz Langs Filmklassiker "M - eine Stadt sucht einen Mörder" neu inszeniert. Schalko transportiert die Vorlage aus dem Jahr 1931 ins Wien der Gegenwart. Die Geschichte ist in weiten Teilen die gleiche: Ein Kindermörder treibt in der Stadt sein Unwesen und verunsichert die Bevölkerung. 

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