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"Bares für Rares" Überzogene Forderung – Händler Wolfgang Pauritsch bricht Verkauf ab

Wolfgang Pauritsch sitzt im Studio von Bares für Rares in Pulheim am Händlertisch
Wolfgang Pauritsch ist Antikhändler im Allgäu. Er hält den Preis für den silbernen Ritter für überzogen.
© ZDF
Bei "Bares für Rares" steht mit einer Ritterstatue ein besonderes Objekt zum Verkauf. Doch im Händlerraum sorgt der Preiswunsch für Ärger.

Nicht der goldene, sondern der silberne Reiter steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf: Thomas Arnold aus Nürnberg kommt mit einer Silberstatue in die ZDF-Trödelshow. "Ich bin im Auftrag für einen Freund hier, der eine Sammlung solcher Statuetten hat", sagt der 53-Jährige zu Horst Lichter. Doch bei der Preisvorstellung wird es dem Moderator die Sprache verschlagen.

"Dargestellt ist hier mit Sicherheit ein Ritter", sagt "Bares für Rares"-Expertin Heide Rezepa-Zabel. Die Figur sei zwischen 1907 und 1915 aus 800er-Silber von der Firma Schlingloff in Hanau hergestellt worden. Die Statue zeige die Pracht des wilhelminischen Kaiserreiches. Das Gesicht des Ritters sei aus Elfenbein hergestellt und zeige den jungen Kaiser Wilhelm. "Die Vergoldung ist auch noch vollständig, sehr gut."

"Bares für Rares"-Expertin widerspricht

Arnold hat einen enormen Preiswunsch mitgebracht: "Geplant haben wir fünfstellig", sagt der Verkäufer – also mindestens 10.000 Euro. Doch Heide Rezepa-Zabel ist damit nicht einverstanden. "In diesem Zusammenhang auf gar keinen Fall." Der Silberwert liege bei zirka 2000 Euro. Insgesamt betrage der Schätzpreis 3500 bis 5000 Euro. Obwohl das nur die Hälfte des ursprünglichen Wunsches ist, will Arnold sein Glück bei den Händlern probieren.

Im Händlerraum herrscht zunächst Begeisterung. "Es gibt immer noch viele Fans vom Kaiser", sagt Julian Schmitz-Avila. Kollege Wolfgang Pauritsch startet mit 1800 Euro. Die Gebote steigen bis 2450 Euro, doch Verkäufer Arnold ist unzufrieden: "Da sind wir noch weit weg." Schmitz-Avila legt auf 3900 Euro nach, Pauritsch sogar auf 4000 Euro. Doch das reicht Arnold nicht, er will 5000 Euro haben. Dann geht alles ganz schnell, Pauritsch bricht die Verhandlungen ab.

"Dann sind sie uns nicht böse, danke dass wir es sehen durften", sagt der gebürtige Österreicher. Verkäufer Arnold muss die Statue wieder mitnehmen. "Es hat halt nicht sollen sein."

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Quelle: "Bares für Rares" vom 7. Oktober 2021. Neue Folgen der Trödelshow mit Horst Lichter gibt es von Montag bis Freitag um 15.05 Uhr im ZDF und vorab in der Mediathek zu sehen.

mai

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