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Plagiatsvorwürfe: Bundesgerichtshof untersucht Bushido-Songs

2010 wurde Bushido zu Schadenersatz verurteilt, weil er Teile der Musik von "Dark Sanctuary" übernommen haben soll. Doch der Rapper ging in Revision. Jetzt verhandelt der Bundesgerichtshof den Fall.

Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich seit Donnerstag mit den Plagiatisvorwürfen gegen Bushido (hier bei einem Gerichtstermin im Februar 2014 wegen Körperverletzung)

Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich seit Donnerstag mit den Plagiatisvorwürfen gegen Bushido (hier bei einem Gerichtstermin im Februar 2014 wegen Körperverletzung)

Hat der Berliner Rapper Bushido für einige seiner Songs unberechtigt Musikteile der französischen Band Dark Sanctuary verwendet? Diese Frage beschäftigt seit Donnerstag den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Die französische Gothic-Band hat den Rapper verklagt und macht eine Verletzung ihrer Urheberrechte geltend. (Az.: I ZR 225/12)

Die Gruppe wirft Bushido vor, für 13 Titel unberechtigt Tonfolgen ihrer Lieder übernommen zu haben. Beim BGH deutete sich eine Neuauflage des Prozesses an: Das Gericht erwägt, den Fall an das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg als Vorinstanz zurückzuverweisen. Einen genauen Termin für sein Urteil nannte der BGH-Senat nicht.

Die Klage war in den Vorinstanzen überwiegend erfolgreich gewesen: So verurteilte das Landgericht Hamburg den Rapper zu Schadenersatz, weil er die Musik der Gruppe durch die Verbindung mit seinen Texten verfremdet und die Künstler so in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt habe. Das bestätigte das OLG 2012, woraufhin Bushido in Revision ging.

DPA / DPA