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Filmstar macht auf Öko-Tourismus: Leo DiCaprio kauft eine Insel, um die Welt zu retten

Der "Wolf of Wall Street" macht sich selbst ein Ostergeschenk - und kauft sich eine Insel vor der Küste von Belize. Jetzt will Leonardo DiCaprio dort ein Öko-Paradies mit 68 Privatvillen errichten.

Von Frank Siering, Los Angeles

Leonardo DiCaprio setzt sich für die Umwelt ein und plant ein ökologisches Projekt in der Karibik

Leonardo DiCaprio setzt sich für die Umwelt ein und plant ein ökologisches Projekt in der Karibik

Dass Leonardo DiCaprio zu den reichsten Schauspielern der Welt zählt, ist kein Geheimnis mehr; kassiert der 40-Jährige doch mittlerweile zwischen 20 und 25 Millionen Dollar für eine Hauptrolle in einem Kinofilm.

Nun scheint der "Wolf of Wall Street" zumindest einen Bruchteil seines Vermögens gut angelegt zu haben. Die "New York Times" berichtet, DiCaprio habe sich zusammen mit einem Geschäftspartner das Eiland "Blackadore Caye" vor der Küste des Karibikstaates Belize gekauft. 42 Hektar groß ist die unbewohnte Insel, die DiCaprio vor einigen Jahren das erste Mal besuchen durfte. Der Zeitung sagte er: "Es war wie der Himmel auf Erden."

Jetzt will DiCaprio auf seiner neuen Insel ein ökofreundliches Resort mit 68 Villen und dazugehörigen Swimming Pools und Privatstrand errichten. Jede Villa soll zwischen fünf und 15 Millionen Dollar zum Verkauf angeboten werden. Allerdings plant der Schauspieler, seine Insel zuvor in ein sogenanntes "restoratives Paradies" zu verwandeln.

"Etwas Revolutionäres für die Umweltbewegung"

In den vergangenen Jahren litt Blackadore Caye an Überfischung, dem Abholzen der natürlichen Mangroven-Bäume und einer Küstenlinie, die immer mehr von seiner natürlichen Struktur einbüßen musste. DiCaprio und sein Partner Paul Scialla, dem CEO von Delos, einem Immobilien-Tycoon aus New York, wollen nun versuchen, "die Insel in ihren natürlichen Status zurückzuführen".

So will DiCaprio künstliche Fischaufzuchtstellen anlegen lassen, damit sich der stark zurückgegangene Fischbestand erholen kann. Außerdem wird eine Baumschule auf der Insel eingerichtet, die das Marine-Grass – das natürliche Nahrungsmittel für die in den Gewässern rund um die Insel ansässigen Rundschwanzseekühe anpflanzen sollen. Viele der von Hotelketten abgeholzten Mangroven-Bäume sollen wieder angepflanzt werden.

Und ein Team von Designern, Wissenschaftlern, Ingenieuren und Landschafts-Architekten sollen genau beobachten, welche Einflüsse das geplante Resort auf die Umwelt hat.

"Der Fokus soll darauf liegen, die Welt zu verändern", wird DiCaprio in der "New York Times" zitiert. Und weiter: "Ich wäre nicht nach Belize gegangen und würde auf der Insel bauen, wenn wir nicht etwas Revolutionäres für die Umweltbewegung tun könnten."

Plastikflaschen werden verboten

2005 besuchte DiCaprio zum ersten Mal seine neue Insel. Damals sei er am Riff getaucht und hätte sich sofort "in die Insel verliebt", wie er selbst sagt. Belize hat das zweitgrößte Korallenriff der Welt und ein enorm vielfältiges Meeresleben aufzubieten.

Der Hollywood-Star will nicht nur darauf achten, dass die geplanten Luxusvillen in "geometrischer Einheit mit der Natur gebaut werden", auch sollen mehr als 45 Prozent der DiCpario-Insel als "Conservation Area" genutzt werden.

Die geplanten Häuser sollen aus so viel natürlichem und auf der Insel vorhandenem Baumaterial wie nur möglich bestehen. Auch hoffen die Bauherren so viele ortsansässige Bauarbeiter wie nur möglich anheuern zu können. Die Arbeiter müssen alle Techniken der modernen "umweltfreundlicher Bauweise" beherrschen.

Plastikflaschen werden auf der Insel genauso wenig erlaubt sein wie Jet Skis oder Motorräder. Jede der 68 geplanten Luxusbehausungen wird einen separaten privaten Zugang zum Strand haben.

  • Frank Siering