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"Gina Wild": Busen-Streit mit Erotikkanal

Michaela Schaffrath, Ex-Porno-Darstellerin mit Schauspielambitionen, ist außer sich vor Wut. Ohne ihr Bescheid zu sagen, hat Beate Uhse TV mit erotischen Fotos von "Gina Wild" geworben.

Michaela Schaffrath ist erregt. Grund dafür ist der Erotiksender Beate Uhse TV. Ohne die Ex-Porno-Aktrice in Kenntnis zu setzen, hat der Bezahl-Sender nach Berichten von "Bild Online" mit aufreizenden Anzeigen von Schaffrath in Magazinen geworben.

Schaffrath - in der Porno-Branche unter dem Pseudonym "Gina Wild" bekannt geworden - hat seit dem Ausstieg aus dem Business im Jahre 2001 versucht, mit Rollen in "Tatort" und "Polizeiruf" als Schauspielerin Fuß zu fassen. Nun hat sie offenbar Angst, dass ihr neues Image beschädigt wird. "Ich ärgere mich ohne Ende", so Schaffrath. Durch die veröffentlichen Busenfotos erwecke Beate Uhse TV den Eindruck, sie würde wieder solche Filme drehen.

Der Ex-Porno-Star hat nun seinen Anwalt eingeschaltet, um die Kampagne inklusive aller Fotos und Filme verbieten zu lassen. Andreas Fischer, Chef von Beate Uhse TV, ist dagegen vom rechtmäßigen Handeln seines Senders überzeugt: "Unser Vorgehen ist korrekt, wir senden die Filme."

Ob es Michaela Schaffrath alias "Gina Wild" unabhängig von der Klage gelingt, ihr Schmuddel-Image los zu werden, steht in Frage. 2001 versuchte sich Schaffrath als Schriftstellerin und veröffentlichte ihre Biographie "Ich, Gina Wild". Doch ihre Porno-Reihe "Jetzt wird's schmutzig" aus dem Jahre 1999 ist noch heute eine, der am häufigsten über das Internet verbreiteten Raubkopien - während das Buch wie Blei in den Regalen liegt.

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