"Tagesthemen"-Moderatorin Jessy Wellmer
Sie darf Hündin nicht mit zur Arbeit nehmen

Moderatorin Jessy Wellmer führt seit Oktober 2023 durch die "Tagesthemen".
Moderatorin Jessy Wellmer führt seit Oktober 2023 durch die "Tagesthemen".
© imago images/BREUEL-BILD/ABBFoto
Jessy Wellmer muss am Arbeitsplatz ohne ihre geliebte Hündin auskommen. Warum sie das schade findet, verrät sie in einem Interview.

Jessy Wellmer (46) bedauert, dass sie ihre Labradoodle-Hündin Juni nicht in den Newsroom der "Tagesthemen" mitbringen kann. Die Moderatorin erzählte im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Ich würde den Hund sehr gerne mit zur Arbeit nehmen, aber beim NDR sind Hunde verboten. Und ich halte mich an die Regel."

Hündin würde ihr die Sendewoche "sehr versüßen"

Früher seien Bürohunde erlaubt gewesen. "Wahrscheinlich hörte das mit der Einführung der Großraumbüros auf", überlegte Wellmer, die seit dem 30. Oktober 2023 im Wechsel mit Ingo Zamperoni (51) durch die "Tagesthemen" führt. "Es gab zuletzt mal eine Petition, die Haustiere zurück an den Arbeitsplatz holen wollte. Aber die Vorstellung von drei, vier Hunden im Großraumbüro von ARD aktuell, die dann regelmäßig durch die 'Tagesschau' toben, finde sogar ich schwierig", so die 46-Jährige. Dennoch glaubt Wellmer: "Es würde mir die Sendewoche trotzdem sehr versüßen."

Dass sie jemals einen Hund haben würde, sei für sie lange unwahrscheinlich gewesen. "Wir sind absolute Hunde-Anfänger. In unserer Familie sind alle außer mir Allergiker." Deshalb hätten sie gedacht, dass ein Hund nicht infrage käme. "Aber als wir mal in New York waren und gesehen haben, dass all diese hyperallergischen Stadtneurotiker auch Hunde haben, hat mein Mann gesagt: Wenn die das können, können wir das auch."

Hunde-Resonanz fehlt ihr in der Sendewoche

Inzwischen gehört die Hündin fest zum Alltag dazu. "Der Hund bekommt mein tägliches Seufzen ab. Normalerweise spreche ich nicht mit mir selbst. Das käme mir komisch vor. Wenn der Hund auf dem Sofa liegt, habe ich das Problem nicht. Dann ist jemand da." Es gehe nicht ins Leere, was sie sage. "Der Hund atmet, er reagiert auf meine Stimme, es gibt eine Resonanz." Wenn sie dann für ihre Arbeit von Berlin in Norddeutschland ist, spüre sie das Fehlen von Juni: "Und ich merke den Unterschied: Jede zweite Woche bin ich ohne Hund in Hamburg. Da mache ich das nicht."

Zudem verriet Wellmer, dass ihre Hündin "ein sehr vorsichtiger Esser" sei und "sehr hoch" springen könne, aber "eher so mittelmäßig intelligent" sei. Denn Juni lerne "nicht rasend schnell". Doch inzwischen könne man mit ihr ohne Leine rausgehen. "Das finde ich allerdings schon ziemlich gut."

Treffen mit Dackel-Frauchen Kim Fisher

Ab und zu trifft sie beim Gassigehen Kollegin Kim Fisher (56), die in der Nachbarschaft wohnt und einen Dackel hat. "Das dürfte ruhig häufiger sein. Ich muss mir wohl einfach mehr Zeit nehmen." Womöglich läuft dann auch bald bei Jessy Wellmer noch ein Dackel mit. "Dackel sind in unserer Familie der Zweitlieblingshund", erzählte sie. "Meine 13-jährige Tochter besteht sogar darauf, dass wir noch einen Dackel dazunehmen - für uns, aber auch damit der Dackel den Labradoodle erzieht."

An den Tod der Hündin denkt sie hingegen nicht so gerne. "Bei uns fällt wirklich häufig der Satz: Was machen wir bloß, wenn Juni nicht mehr da ist? Meine Tochter kann darüber heute schon in Tränen ausbrechen." Doch erstmal freue sich die Familie noch auf ein langes Hundeleben, schließlich sei Juni erst drei Jahre alt.

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