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Versteigerung intimer Gegenstände: "Ungeheuerlich und äußerst beleidigend": Madonna verhindert Auktion privater Sachen

Eine getragene Unterhose, ihre Haarbürste und ein Trennungsbrief von Tupac Shakur: 22 persönliche Gegenstände von Madonna sollten unter den Hammer kommen. Die Sängerin ließ die Auktion per richterlicher Anordnung stoppen - vorerst.

Madonna

Madonna behauptet, die zur Auktion freigegeben Gegenstände seien ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung von einer ehemaligen Freundin gestohlen worden

US-Popstar Madonna hat eine Versteigerung persönlicher Gegenstände mit juristischen Mitteln vorübergehend gestoppt. Darunter befinden sich ein Brief ihres Ex-Freundes Tupac Shakur, eine Bürste mit ihren Haaren sowie eine Unterhose, die die heute 58-Jährige getragen haben soll. Die Sängerin erwirkte bei einem Gericht in New York, dass 22 Gegenstände der rund 130 Madonna-Objekte umfassenden Online-Auktion vorerst nicht versteigert werden dürfen. Der zuständige Richter setzte eine Anhörung zu dem Streit für den 6. September an.

Madonna Auktion

Das weiße Spitzenkorsett, das Madonna auf dem Cover ihrer Platte "Like A Virgin" trug, wird ebenfalls bei der Versteigerung angeboten

Trotz ihrer Berühmtheit habe sie das Recht, ihre "Privatsphäre aufrechtzuerhalten, auch in Bezug auf höchst persönliche Gegenstände", teilte Madonna Gerichtsdokumenten zufolge mit. Sie sei "schockiert" gewesen, dass der Brief des verstorbenen Rappers Tupac angeboten werde und habe diesen niemals verkauft, verschenkt oder irgendwem das Recht zum Verkauf gegeben. Bisher ist nur wenig über die Beziehung von Tupac und Madonna bekannt. Als Grund für die Trennung gibt er in dem Schreiben an, seine Fans könnten es ihm übel nehmen, wenn heraus käme, dass er mit einem weißen Star zusammen sei. Zudem wirft er Madonna vor, ihn mit öffentlichen Aussagen verletzt zu haben. Der Brief aus dem Jahr 1995 hätte geschätzte 350.000 Dollar einbringen können, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses "Gotta Have Rock and Roll".

Versteigerung erfolgte ohne Madonnas Zustimmung

Versteigern lassen hatte die fraglichen Objekte Madonnas frühere Freundin und Beraterin Darlene Lutz. Madonnas Schritte seien unbegründet und wertlos, teilte Lutz' Sprecherin mit. Es gehe der Sängerin nur darum, das Ansehen des Auktionshauses und von Lutz zu besudeln. Die Kunsthändlerin erläuterte in einer Stellungnahme, sie habe Madonna beim Aufbau einer Kunstsammlung geholfen und einige Objekte aus Madonnas Haus in Miami bei sich gelagert. Als ihre Freundschaft mit der Pop-Diva 2004 geendet habe, hätten sie beide eine vertrauliche Vereinbarung dazu getroffen. Madonna hingegen sagte, viele der angebotenen Gegenstände hätte Lutz ohne ihr Wissen und ohne ihre Zustimmung an sich genommen, als sie ihr bei einem Umzug geholfen habe.

"Es ist ungeheuerlich und äußerst beleidigend, dass meine DNA der Öffentlichkeit zum Verkauf angeboten werden könnte", schrieb Madonna zur Versteigerung ihrer Haarbürste. Außerdem zählt ein handgeschriebener Brief Madonnas an ihren früheren Lover, den Schauspieler John Enos, zu der Sammlung. In dem Brief aus den frühen Neunzigern schrieb sie, sie missgönne der Sängerin Whitney Houston und der Schauspielerin Sharon Stone ihren Erfolg. Beide seien "schrecklich mittelmäßig" und hätten ihren Erfolg auf Madonnas Vorarbeit aufgebaut.

Die Auktion lief trotz der Gerichtsentscheidung weiter. Unter anderem wurden Schmuck, Kleidung und signierte Fotos von Madonna angeboten.

jum/DPA/AFP