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Abgewatscht - die Promi-Satire: Zicken-Kicker und sexy Suppenkasper

Nein, die Promis haben es nicht leicht im Leben. Während Madonna noch Nachhilfestunden bei der Putzkolonne nötig hat, macht Naomi Campbell in der Suppenküche schon eine ganz passable Figur. Als die wahren Zicken entpuppen sich jedoch unsere Fußballer. Keiner keift so schön wie Michael Ballack.

Von Stefan Mielchen

Während alle Welt darüber spekuliert, wann endlich die Verlobung von Prinz William und Kate Middleton bekannt gegeben wird, ist die eigentliche Top-Meldung aus dem britischen Königshaus in dieser Woche leider etwas untergegangen. In Wahrheit führt dort ja der kleine Harry das wirklich aufregende Leben. Während Kate schon über den Hochzeitstisch bei Harrod's grübelt, lässt es der Schwager in spe lieber tüchtig krachen. Sein jüngstes Wettsaufen in Harrys Londoner Lieblingslokal schlug mit überschaubaren 6150 Euro zu Buche. Fünf Flaschen Champagner, zwei Flaschen Jack Daniels, drei Flaschen Wodka und 40 Crackbaby Cocktails - Queen Mum wäre stolz gewesen! Statt einer Standpauke von Oma Lizzy hagelte es hinterher Kritik von Seiten des Labour-Abgeordneten Stephen Pound, der spaßbefreit bemerkte: "Für viele Leute sind es harte Zeiten, und sie könnten es sich niemals erlauben, so viel auszugeben." Sozis können so langweilig sein.

Von harten Zeiten kann auch Ex-Schlagerstar Michelle ein Lied singen. Noch vor wenigen Jahren hätte auch sie locker 6150 Euro in einer Nacht verprassen können. Heute ist sie pleite und lebt von 989 Euro - im Monat. Privatinsolvenz mit 36, und die Gründe sind klar: "Meine Männer haben mich ausgenutzt, sie wollten nur mein Geld". Natürlich, Schatz - an den teuren Brüsten wird's ganz sicher nicht gelegen haben. Ihr Gatte sagt: "Materielle Sachen zählen nicht zu unserem Glück. Wir sind auch so sehr zufrieden." Das ist tröstlich, wurde aber von Tagesschausprecher Jens Riewa vor Jahren bereits viel klarer formuliert: "Michelle ist eine Granate im Bett." Wer Liebe lebt, wird unsterblich sein...

Die Lieblingsstellungen der Kanzlerin

Apropos: Haben Politiker eigentlich Sex? Na klar, die vielen unehelichen Kinder wird ja kaum der Klapperstorch bringen. Außer vielleicht in Thüringen, wo Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) gerade gegen das Gerücht ankämpft, seine Sekretärin geschwängert zu haben. Die Frage ist: Will man das eigentlich wissen? Interessant auch, was Gesine Schwan über ihre Ehe zu sagen hat: "Bei uns fliegen die Schmetterlinge noch ganz hoch." Bei ihr, 65, und ihrem Mann, 70, sei die Liebe "so spannend und aufwühlend wie mit 20." Aber, so die Frisur, die Bundespräsidentin werden möchte: "Ich kann ganz anders wertschätzen, was schön ist." Too much information! Wenn das so weitergeht, kennen wir bald auch die Lieblingsstellungen der Kanzlerin.

Und bevor wir uns das vorstellen, schalten wir lieber zum Promi-Dinner auf Vox um. Dort zeigt Rosa von Praunheim am Sonntag, wie der geneigte Homosexuelle sein Dessert zu sich nimmt: Mousse au chocolat im SM-Keller, serviert an einem muskulösen Stripper im Käfig! Mehr Klischee geht einfach nicht. Wenn Rosa das Geld hätte, würde er wohl auch noch die gebrauchte Unterhose von Michael Jackson erwerben, die in dieser Woche angeblich bei Ebay versteigert werden sollte. Dann könnte er auch gleich Jackos Leben neu verfilmen: Vom kleinen Schwarzen zur weißen Frau.

Neun Tore in zwei Spielen: So zahlreich hat eine deutsche Fußballnationalmannschaft schon lange nicht mehr eingelocht wie jetzt zur WM-Qualifikation. Jedenfalls nicht auf dem Platz. Hinter den Kulissen geht der wahre Punk ab: Capitano Michael Ballack und Oliver Bierhoff führen einen Zickenkrieg über die Medien, als seien Schwule plötzlich zum Fußball zugelassen. Wie die Waschweiber keifen sich unsere Jungs an. Ballack erklärte zuletzt: "Die Nationalelf hat schon Spiele gewonnen, bevor Bierhoff Manager wurde." Das stimmt. Aber wir sind ja auch schon drei Mal Weltmeister geworden - bevor Ballack mitspielen durfte. Und was sagt Jogi Löw zu alledem? Er hält sich fein raus. Wahrscheinlich bügelt er stattdessen lieber sein schickes Strenesse-Hemd.

Klo-Phobie und Sozialschmarotzer

Hausfrauenallüren zeigt auch Madonna, in die der Putzteufel gefahren zu sein scheint. Vielleicht hat sie deshalb mal fix dem Papst ein Lied gewidmet. Viel interessanter ist jedoch ihre andere Zwangsneurose: Madonna ekelt sich vor benutzten Klos. Das lässt sich für einen Besucher der Stadien, in denen sie ihre musikalische Niederkunft zelebriert, noch nachvollziehen. Etwas übertrieben scheint es aber, dass die Nasszellen in den dortigen Garderoben für Madonna komplett rausgerissen und erneuert werden - sonst erscheint die Popgöttin nicht. Kleiner Tipp, Fräulein Ciccione: Mit ein paar Spritzern Ata und einem Schwamm erzielt man den gleichen Effekt.

Aber wer will sich als Weltstar schon auf eine Stufe mit Naomi Campbell stellen, die momentan ebenfalls mit niederen Arbeiten beschäftigt ist. Allerdings verdingt sie sich nicht als Klofrau, sondern muss aufgrund ihres leicht aufbrausenden Temperamentes derzeit Sozialstunden in einer Suppenküche ableisten. Das kann man sich lebhaft vorstellen, wie Fräulein Topmodel auf High Heels zwischen den Ärmsten der Armen herumstöckelt und sie als Sozialschmarotzer anpöbelt. Campbell hat sich entgegen anders lautender Gerüchte aber ihren letzten Rest Verstand doch noch nicht weggekokst: Parallel zu ihrem alternativen Promi-Dinner ließ sie die Meldung lancieren, dass sie sich für ein Kinderhilfsprojekt engagiere. Das lässt die Mutter Theresa des Laufstegs natürlich gleich in einem ganz anderen Lichte dastehen!

War sonst noch was? Na klar! Tokio Hotel räumten bei MTV als beste Newcomer ab und Bill Kaulitz verriet in diesem Zusammenhang, warum er stets wie aus dem Ei gepellt durch den Monsun schreitet: "Ich habe immer zehn Koffer bei mir." Da muss jedes biologische Mädchen vor Neid erblassen! Nach dem Erfolg in den Staaten schlagzeilte die Bild-Zeitung schon hoffnungsfroh: "Wandert Tokio Hotel nach Amerika aus?" Das trifft den Kern: Selten hat man so sehr gehofft, dass ein Wunsch Wirklichkeit wird.