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Frau von Jan Josef Liefers "Manches hinterlässt mich sprachlos": Anna Loos äußert sich zu #allesdichtmachen

Notärztin Carola Holzner fordert #allesdichtmachen-Schauspieler auf, Schicht auf Intensivstation zu begleiten
Sehen Sie im Video: "Grenze überschritten" – Notärztin kritisiert #allesdichtmachen-Aktion scharf.






„Sie haben eine Grenze überschritten, und zwar eine Schmerzgrenze und das sage ich jetzt für alle, die tagtäglich seit über einem Jahr in diesem Gesundheitssystem stehen, handeln, helfen, immer wieder aufstehen und immer noch da sind.“ (Carola Holzner)
Carola Holzner ist sauer. Die Notärztin reagiert in diesem Video auf die #allesdichtmachen Aktion von rund 50 Schauspielern, die auf satirische Art die Corona-Politik der Bundesregierung angeprangert haben. Doch Holzner ist nicht nur Notärztin, sondern auch Bloggerin. Auf Instagram hat sie mehr als 140.000 Abonnenten. In dem rund dreiminütigen Video ruft sie unter dem Hashtag #allemalneschichtmachen die Schauspieler dazu auf, einen Tag im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation zu verbringen. Was es mit der Aktion auf sich hat, beantwortet sie im stern-Interview.
  1. Mit "Alle mal ne Schicht" machen haben Sie auf die Protest-Aktion #AllesDichtMachen reagiert. Was steckt hinter Ihrer Aktion?
  2. Ist Ihre Forderung wirklich ernst gemeint? Wie würde das praktisch aussehen?
  3. Was haben Sie gedacht als sie die Videos zu #allesdichtmachen zum ersten Mal gesehen haben?
  4. Wie bewerten Sie die Aktion und die Rechtfertigungen der Schauspieler danach? Wie sehr hat Sie der Protest getroffen?
  5. Sie rufen die beteiligten Schauspieler der Aktion #allesdichtmachen dazu auf, selbst mal einen Tag im Rettungsdienst oder auf der Intensivstation zu erleben. Was würde die Schauspieler dort derzeit erwarten?
  6. Wie empfinden Sie die derzeitigen Corona-Maßnahmen, die die Schauspieler kritisieren? Können Sie den Frust nachempfinden?
  7. Was wünschen Sie sich von einflussreichen Schauspielern wie Jan Josef Liefers oder Volker Bruch: Was verbessert ihre Arbeitsbedingungen wirklich?
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In einem Facebook-Post erklärt Anna Loos, wie sie über die "Allesdichtmachen"-Aktion ihres Ehemannes, Jan Josef Liefers, und mehr als 50 anderen deutschen Schauspielstars denkt.

Am Donnerstagabend gingen 53 Videos von deutschen Schauspielstars viral, in denen diese die Maßnahmen während der Corona-Pandemie vermeintlich ironisch auf die Schippe nahmen. Mittlerweile haben zahlreiche Stars ihre Videos wieder löschen lassen. Einer, der weiterhin zu seinen Aussagen steht, ist Jan Josef Liefers. Der "Tatort"-Schauspieler beklagte in seinem Beitrag, dass er sich nicht hinreichend von der Presse aufgeklärt fühle und sprach in einer Erklärung von Journalisten, die "plötzlich einem Chor beigetreten" seien. Gegenwind bekam Liefers von Kollegen wie Elyas M'Barek, Kida Khodr Ramadan, Nora Tschirner und Christian Ulmen. 

Anna Loos äußert sich zu #allesdichtmachen

Jetzt hat sich auch seine Ehefrau, Schauspielerin und Musikerin Anna Loos, zu Wort gemeldet. Sie postete ein 20 Jahre altes Foto der beiden und schrieb dazu: "Der Mann auf diesem Foto ist mein Mann, Jan Josef Liefers, ein erfolgreicher Künstler, Schauspieler, Sänger und Regisseur, der mit mehr als 50 weiteren Schauspielern bei der Aktion #allesdichtmachen mitgewirkt hat und der in den letzten 2 Tagen dafür extrem angefeindet, in die rechte Ecke gestellt und ausgegrenzt wurde."

Loos selbst hatte an der Aktion nicht mitgewirkt. Eine Meinung hat sie aber trotzdem. "Ich habe Videos von Kollegen gesehen, die von dieser Aktion zurückgetreten sind, weil sie sich falsch verstanden fühlen, nicht mit dem gerechnet haben was eingetreten ist, sich bedroht fühlen und Angst haben. Das macht mir Angst", schreibt sie. Sie gibt zu, dass die Videos von unterschiedlicher Qualität seien und schiebt das auf die "Satire-Fähigkeit unserer Gesellschaft" in Zeiten der Pandemie. 

Schauspielstars hätten etwas angestoßen

Jedoch begrüße sie die Diskussion, die ihre Kollegen und Kolleginnen angestoßen hätten. "Gut, dass es jetzt von führenden Köpfen in Politik und Medien Gesprächsangebote gibt. Ich bin sehr gespannt, was daraus wird, und wer weiß, vielleicht treten Kunst und Kultur diesem Diskurs ja auch bald bei. Schade das die allgemeine Lust an Missverständnis und Zerstörung mittlerweile größer ist als die Neugier und die Lust an der Suche nach Gemeinsamkeit", schreibt Loos. 

"Alles dicht machen" – die besten Twitter-Reaktionen #AlleNichtGanzDicht

Sehen Sie im Video: "In Sachen Selbstzerstörung neue Maßstäbe gesetzt" – Böhmermann und Co. reagieren auf #AllesDichtMachen.

Für die Aktion wurden noch mehr Schauspieler:innen angefragt, als letztlich teilnahmen – unter anderem Kida Khodr Ramadan. Der "4 Blocks"-Schauspieler erklärte am Freitag auf Instagram, dass er sich nicht über den Sinn und Zweck der Aktion aufgeklärt gefühlt habe und schoss scharf gegen die Akteur:innen. "Was ist euer fucking Problem?", fragte er seine teilnehmenden Kolleginnen und Kollegen. Diese hätten alle nach wie vor Arbeit und würden Geld verdienen. 

Verwendete Quelle: Facebook Anna Loos

ls

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