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Podcast "Paardiologie" Darum hat Charlotte Roche einer Frau öffentlich an die Brüste gepackt

Charlotte Roche
Charlotte Roche hat in ihrem Podcast "Paardiologie" neue Intimitäten preisgegeben.
© Christoph Soeder / DPA
In der sechsten Folge ihres Podcasts zeigten sich Charlotte Roche und Martin Keß als fast schon biederes Ehepaar, das gemeinsame Spieleabende verbracht hat und zusammen Serien guckt. Dann wurde es doch noch schlüpfrig.

Die heißen Eisen wurden in der vergangenen Woche abgeräumt, als Charlotte Roche im Podcast "Paardiologie" erzählte, wie sie ihren Ehemann Martin Keß mit einem gemeinsamen Freund betrog - und auf hochpeinliche Weise aufflog. Harter Tobak, der seinerzeit eine Belastung für die Beziehung war, mittlerweile aber lange zurückliegt. Die Ehe hat dieser Seitensprung nicht zerstört.

Und so gab das Paar in der aktuellen Folge des auf Spotify gesendeten Podcasts einen Einblick in sein insgesamt doch sehr harmonisches gemeinsames Leben. Nur kleinere Reibungspunkte blitzten zwischenzeitlich auf. Etwa die Frage, ob ein Fernseher ins Schlafzimmer gehört. Martin Keß hat dazu eine klare Meinung: "Die Beziehung ist am Arsch, wenn du einen Fernseher im Schlafzimmer und Netflix abonniert hast." Das wollte Roche nicht hören: "Ich frag mich, wie soll ich da jemals fernsehen, wenn du diese Einstellung hast?"

Ihr Ehemann ging aber noch weiter: Er schlug einen analogen Tag in der Woche vor, in dem es kein Netflix, kein Instagram, kein Hörbuch und auch keinen Podcast gibt. Eine Vorstellung, mit der sich die Moderatorin nicht recht anfreunden wollte. Erinnerungen an alte Brettspiel-Zeiten wurden in ihr wach. "Bei Brettspielen streiten wir uns, weil ich so ehrgeizig bin und gewinnen muss. Das ist nicht gut für die Beziehung", sagte die 41-Jährige. Das leuchtete auch ihrem Mann ein: "Ich glaube, wir gucken so gerne Serie, weil man sich da wenig streiten kann." 

Charlotte Roche will gewinnen

Der 55-Jährige erinnert sich: "Die schlimmsten wiederkehrenden Streits hatten wir, als wir mit unseren kleinen Kindern Sagaland gespielt haben. Du bist ausgeflippt, wenn man das taktisch gespielt hat. Das Taktische ist aber in dem Spiel als Regel festgelegt."

In dem Punkt haben die Ehepartner offenbar konträre Ansichten: "Wenn man sich liebt, lässt man diese Regel weg", sagte Roche, die findet, dass nur Arschlöcher dem anderen nichts gönnen. "So geht Spiel nicht. So wird man doch auch nicht aufs Leben vorbereitet", protestierte hierauf Keß - und verwies auf das gemeinsames Monopoly-Spielen. "Wenn du der Oberkapitalist warst und alle anderen fertig machen konntest, war das das beste Spiel der Welt für dich. Wenn du aber der kleine unterdrückte Turmstraßenbesitzer warst, fandest du das Spiel richtig schlimm." 

Roche und der Brust-Komplex

Soweit die Einblicke in das doch sehr gewöhnliche Familienleben. Zum Schluss wurde es dann aber doch noch lustig. Die beiden Eheleute erzählten eine Episode von einem zurückliegenden Besuch in einem hippen Amsterdamer Restaurant. Während Martin Keß mit einem Kellner in einen Streit geriet, lernte Roche eine Engländerin kennen, die ihr üppiges Dekolleté kaum verbarg. "Das war monströs. Die sah aus, als ob sie damit Geld verdient", charakterisierte Keß diese Frau.

Damals habe sie Brust-Komplexe gehabt, so Roche. Die Frau, die als Pin-up-Girl für die britische Boulevardpresse arbeitet, prahlte im Gespräch mit ihren künstlichen Brüsten, die sie für besonders gelungen hielt. So sehr, dass sie Roche anbot, sich doch davon selbst zu vergewissern. Und so fasste Roche der Frau an die Bürste - mitten im Restaurant. "Wie auf dem Wochenmarkt, wenn man zwei Melonen abwiegt mit den Händen", schilderte Keß die Situation. Dem wurde anschließend das gleiche Angebot unterbreitet - was dieser dankend abgelehnt hat: "In die Falle bin ich nicht getappt."

In der kommenden Woche könnte es dann romantisch werden: Das Paar hat angekündigt zu erzählen, wie es sich kennengelernt hat. Wer diesen Podcast verfolgt, darf darauf gefasst sein, dass es auch dann wieder schlüpfrig wird.

che

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