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Vermisster DSDS-Star: Freund von Daniel Küblböck: "Er hat schon mal die Gefahr gesucht und sein Leben riskiert"

Sänger Daniel Küblböck ist bei einer Kreuzfahrt über Bord gegangen und wird seither vermisst. Das Unternehmen Aida Cruises geht davon aus, dass der 33-Jährige absichtlich gesprungen sei. Ein Freund Küblböcks glaubt hingegen an einen tragischen Unfall.

Vermisster "DSDS"-Star: Das bewegte Leben des Daniel Küblböck

Was passierte mit Daniel Küblböck? Der frühere DSDS-Star war mit dem Kreuzfahrtschiff "Aida Luna" unterwegs von Hamburg nach New York, als er am Sonntagmorgen über Bord ging. Es gebe Grund zur Annahme, dass der 33-Jährige gesprungen sei. "Das ist unsere Vermutung", sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Die Suche nach Küblböck wurde inzwischen eingestellt, seine Familie und Freunde hoffen jedoch weiterhin "auf ein großes Wunder".

Einer, der nicht an die Suizidtheorie glaubt, ist sein Freund Peter Panzer. Der 34-Jährige kannte Küblböck seit seinen Anfängen bei "Deutschland sucht den Superstar" im Jahr 2002. Erst begleitete er ihn als Journalist, später wurde er sein Vertrauter. Zu Küblböcks Verschwinden schreibt Panzer auf seiner Facebookseite: "Leider war die Nachricht keine Überraschung für mich, da er schon mal die Gefahr gesucht und sein Leben riskiert hat. Diesmal hat er niemanden gehabt, der ihn abgehalten hat. Ich glaube fest daran, dass er mit der Gefahr gespielt, aber niemals absichtlich gesprungen ist."

Im Gespräch mit der Münchner Zeitung "tz" erzählt der Herausgeber des Schwulen-Magazin voisz.com, dass Küblböck ihn regelmäßig besucht und sie dann oft ausgiebig gefeiert hätten. "Er trank immer Champagner, manchmal drei Flaschen und noch ein paar Drinks. Dann konnte er schwierig, laut und aggressiv werden. Wenn er sich falsch verstanden fühlte, rastete er aus. Er war eben immer schon ein sehr emotionaler Mensch, der polarisierte."

Freund über Daniel Küblböck: "Ihn reizte der Kick"

In einer Nacht im Winter sei Küblböck auf das Dach des Hotel Bayerischer Hof in München geklettert und drohte abzurutschen. "Er wollte natürlich nicht springen. Ihn reizte nur der Kick, es tun zu können. Ich bin fast gestorben vor Angst", sagte Panzer. Deshalb könne er sich auch vorstellen, dass der 33-Jährige auf der Reling der Aida herumgeklettert und dann tragischerweise abgestürzt sei. "Ich kenne keine aktuellen Sorgen, die Daniel in den Selbstmord getrieben haben könnten. Finanziell ging es ihm gut, er hatte Pläne, er hatte Zukunft und Menschen um sich, die ihn liebten", so der Journalist.

Zu den von Küblböck erhobenen Vorwürfen, er sei an seiner Schauspielschule in Berlin gemobbt worden, sagte Panzer: "Ich könnte mir vorstellen, dass er sich da in etwas hineingesteigert hat. Jede Art von Kritik konnte er als persönliche Kränkung empfinden. Das war seine schwache Stelle." Das Institut hat die Mobbing-Vorwürfe öffentlich zurückgewiesen.

Rätsel um Fotos von Küblböck in Frauenkleidern

Keine Erklärung hat der 34-Jährige allerdings für den jüngst aufgetauchten, nicht verifizierten Instagram-Account "rosa_luxem". Dort ist Küblböck auf mehreren Fotos in Frauenkleidern zu sehen. "Daniel hat in den letzten Jahren einen totalen Image-Wandel zu einem nachdenklichen, gereiften und erfolgreichen Unternehmer vollzogen. Auf den letzten Fotos vom Schiff jedoch sehe ich ihn stark geschminkt in Highheels, Wickelkleid und Frauenschmuck. Da hat er ganz bewusst in aller Öffentlichkeit etwas ausprobiert. Aber warum? Das verstehe ich nicht", so Panzer.





jum