ENTGLEISUNG Joey Kelly dreht durch


Joey Kelly von der Kelly-Family hat bei einem Wutausbruch die Scheibe eines Autos mit drei jungen Frauen eingeschlagen. Seine Erklärung: »Das sind fette Schlampen, die stinken.«

Die Kelly-Family wirbt in vielen ihrer Songs für ein friedliches, verständnisvolles Miteinander. Ein leuchtendes Beispiel geben sie dazu aber nicht ab ? zumindest Gitarrist Joey Kelly hat offensichtlich kein Problem mit Gewalt sogar gegen seine eigenen Fans. Nach einem Konzert der Kellys in Erfurt folgte ein Kleinwagen mit drei jungen, weiblichen Fans dem Tourbus der Musiker-Familie. Wutentbrannt über die Frechheit der Verfolgung stieg Joey an einer roten Ampel aus, beleidigte die drei jungen Frauen, beulte die Kotflügel ein und schlug zu guter Letzt auch noch mit bloßer Faust die Seitenscheibe des Autos ein. Im Kölner »Express« droht Joey den Betroffenen sogar noch weiter: »Wenn sie meine Familie weiter verfolgen, werden ich ihnen jedes Mal wieder das Fenster einschlagen. Mit kaputtem Fenster können sie uns nämlich nicht auf der Autobahn verfolgen.« Die drei jungen Frauen folgten dieser Argumentation nicht und erstatteten Anzeige.

»Fette Schlampen«

Gegenüber dem »Express« versucht Joey sein aggressives Verhalten zu rechtfertigen: »Sie verfolgen meine Familie seit Jahren. Schon am Vorabend haben sie vorm Schloss Lärm gemacht. Ich bat sie, wegen der Nachbarn leiser zu sein. Sie haben mich ausgelacht. Ich habe kein Verständnis für solche Leute, die unser Privatleben nicht respektieren.« Für manche Aussagen von Joey gegenüber der Zeitung lässt sich allerdings noch viel weniger Verständnis finden: »Diese drei Mädchen sind keine Fans. Unsere Fans sind korrekte Leute. Das sind fette Schlampen, die stinken. Die haben keinen Typen.« Damit nicht genug, stellt der charmante Joey sogar noch Forderungen an die drei jungen Mädchen: »Wenn sie uns endlich in Ruhe lassen, dann entschuldige ich mich persönlich und zahle den Schaden am Auto sofort. Wir wollen nur unsere Ruhe.« Ob er mit soviel Großmut den Richter überzeugen kann, bleibt fraglich.

Philip Stirm


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