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Ex-Sänger der Böhsen Onkelz: Kevin Russell muss hinter Gitter

Keine Worte des Bedauerns, keine Entschuldigung, kein Geständnis: Der frühere Sänger der Böhsen Onkelz, Kevin Russell, wurde in einem Indizienprozess zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Seine Schuld sei mit "eins zu zehn Milliarden" bewiesen, urteilte der Richter.

Der wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht angeklagte ehemalige Böhse-Onkelz-Sänger Kevin Russell muss für zwei Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Das Frankfurter Landgericht verkündete dieses Urteil am Montag.

Der 46-Jährige wurde beschuldigt, am Silvesterabend 2009 auf der Autobahn 66 bei Frankfurt einen schweren Unfalll verursacht zu haben. Mit einem Audi R8 soll er bei einem Überholvorgang einen Kleinwagen gerammt haben. Statt den beiden schwer verletzten Personen zu helfen, soll er anschließend zu Fuß geflüchtet sein. Obwohl die Beweislast erdrückend war, bestritt Russell während des gesamten Prozesses die Vorwürfe.

Der vorsitzende Richter sah die Schuld des Angeklagten als erwiesen an. Am Airbag des Unfall verursachenden Fahrzeugs fanden sich DNA-Spuren des Sängers, mehrere Zeugen wollen ihn beim Aussteigen aus dem Fahrzeug gesehen haben. Außerdem sollen die an seinem Oberkörper gefundenen Verletzungen von einem Gurt herrühren. Russell hatte behauptet, ein Freund sei den Wagen gefahren.

Schuld mit "eins zu zehn Milliarden" bewiesen

Schon durch die DNA am Airbag stehe fest, dass Russell mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu zehn Milliarden der Fahrer geweisen sei, stellte der Richter in seiner Urteilsbegründung fest. Außerdam sah er es als erwiesen an, dass Russell zum Tatzeitpunkt unter Kokain- und Diazepam-Einfluss stand und somit nicht mehr fahrtüchtig war. Zu Lasten des Angeklagten wurden außerdem seine Vorstrafen gewertet.

Während des gesamten Prozesses hatte Russell keine Worte des Bedauerns oder des Mitgefühls für die Opfer geäußert. Stattdessen soll er Zeugen und Opfer mit Lachen und Grimassen verhöhnt haben. Auf ein Schlusswort hatte Russell am Montag ebenfalls verzichtet. "Für meinen Mandanten wäre wichtig gewesen, wenn der Angeklagte sich zu seiner Schuld und den Folgen der Tat bekannt hätte", sagte ein Anwalt der Nebenklage vor Gericht.

Die beiden jungen Männer, die bei dem Unfall schwer verletzt worden sind, leiden noch heute an den Unfallfolgen. Sie konnten aus dem brennenden Wrack ihres Opel Astras nur durch das beherzte Eingreifen von Ersthelfern am Unfallort gerettet werden, während Russell zur gleichen Zeit zu Fuß von der Autobahn floh.

Bandkollegen distanzieren sich

Zwei Mitglieder der 2005 aufgelösten Rockband Böhse Onkelz haben sich von dem wegen Straßenverkehrsgefährdung und Fahrerflucht angeklagten Kevin Russell distanziert. "Der Kevin, der dieser Tage auf der Anklagebank sitzt, ist nicht mehr der Kevin, mit dem wir gemeinsam all die Jahre durch dick und dünn gegangen sind", heißt es auf der Homepage der Band.

Die ehemaligen Bandkollegen Stephan Weidner und Peter Schorowsky zeigen sich vor allem über die Aussageverweigerung ihres ehemaligen Sängers vor dem Frankfurter Landgericht enttäuscht: "Wir hatten gehofft, Kevin würde persönlich zu den Vorkommnissen Stellung beziehen". Weidner und Schorowsky befürchten, dass das Verhalten Russells "unsere Glaubwürdigkeit und unser Lebenswerk infrage stellt".

Mai/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(