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Interview mit roomido: "Irgendwann sterben wir. Halleluja" - Hausbesuch bei Gunter Gabriel

Gunter Gabriel lebte mehr als 20 Jahre auf einem Hausboot. Dort besuchte ihn im Mai 2016 die Wohnplattform roomido - und sprach mit dem Musiker auch über den Tod.

Gunter Gabriel blickt nachdenklich aus einem Fenster seines Hausboots in Hamburg

Die 300.000-Euro-Gage für seine Teilnahme am RTL-Dschungelcamp ist nach Gunter Gabriels Aussage längst verteilt

Im Januar 2016 hatte Gunter Gabriel das RTL-Dschungelcamp "Ich bin ein Star - holt mich hieraus" (IBES) nach nur fünf Tagen als erster Kandidat verlassen. Stark angeschlagen musste der Sänger damals die Rückreise nach Deutschland antreten. "Ich war vom Dschungel so geschwächt, dass ich zwei Monate lang nur im Bett lag. So kaputt war ich. Auf einmal funktionierte nichts mehr. Dann bekam ich auch noch einen Schlaganfall, dessen Folgen ich jetzt noch spüre. Ein paar Tage konnte ich nicht mehr reden, wusste nicht mal, wie ich heiße", erzählte Gabriel im Mai 2016 im Interview mit der Wohn-Plattform roomido.

Der Grund für das frühe Ausscheiden des Musikers sei vor allem Wassermangel gewesen. "Ich brauche in meinem Alter drei, vier Liter Wasser jeden Tag - und zwar mit Mineralien. Da gab's nur diesen Bach, mit Würmern und dem ganzen Scheiß. Das musste alles gekocht werden. Das haben die nicht gezeigt. Die wirkliche Dramatik haben sie nicht gezeigt", so Gabriel

Gunter Gabriel sitzt auf seinem Hausboot im Hamburger Hafen an einem Tisch

Gunter Gabriel auf seinem Hausboot in Hamburg, von dem aus er weiter Musik machen will


Gunter Gabriel: "Ich bin total im Arsch"

Die Gage für seine Dschungelcamp-Teilnahme war schnell verbraucht: "Morgen muss ich erst mal nach Berlin, die Steuer will 250.000 Euro auf’n Tisch haben - hab ich nicht", gestand Gabriel, nach dessen Aussage die von RTL ausgezahlten 300.000 Euro längst verteilt sind.  "Ich habe denen gesagt: Ich bin 75 Jahre alt, ich humple, ich hab Hämorrhoiden, ich hab Prostata, ich rieche aus’m Mund, habe Sackratten, bin total im Arsch - da haben sie mir schon mal 120.000 erlassen." 

In den Dschungel würde Gabriel nicht mehr ziehen, Ruhestand ist für ihn allerdings ebenfalls keine Option. Sein Plan für die Zukunft: "Arbeiten, arbeiten, arbeiten. Und das kann ich auf dem Schiff. Ich bin ja nicht zum Müßiggang hier. Wir sind alle in derselben Situation: Irgendwann sterben wir. Halleluja. Das Leben ist vollkommen sinnlos. Alles eine große Scheiße. Da musst du etwas da reinpacken, dass du nicht verzweifelst. Und da ist die Musik natürlich das Beste."

Lesen Sie hier das ganze Interview mit Gunter Gabriel über das Leben auf seinem Hausboot in Hamburg.