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Jackson-Beerdigung Wer soll das bezahlen?


Goldsarg, Privatgruft, Mausoleum: Michael Jackson ist mit einer aufwändigen Zeremonie beerdigt worden. Bereits vorab gab es in der Familie Streit um die Bezahlung. Ein Gericht hat jetzt entschieden, dass der Jackson-Clan nicht für die Kosten aufkommen muss.
Von Jens Maier

Zehn Wochen nach seinem Tod findet Michael Jackson seine letzte Ruhe. Am Donnerstagabend wird er im engsten Familienkreis auf dem Forest Lawn Friedhof in Glendale, zirka 15 Kilometer von Los Angeles entfernt, beigesetzt. In der Kapelle des Friedhofs ist eine aufwändige Zeremonie geplant, ehe Bestatter den vergoldeten Sarg in eine Privatgruft heben. Vorab gab es allerdings Streit darum, wer die horrenden Kosten der Beerdigung bezahlen muss.

Die Familie von Michael Jackson hatte vor einem US-Gericht beantragt, die Kosten aus dem Vermögen des Toten decken zu dürfen. Diesem Antrag wurde nach US-Medienangaben am Mittwoch stattgegeben. Katherine Jackson war bei der Anhörung vor Richter Mitchell Beckloff in Los Angeles nicht zugegen. Dafür räumte ein Anwalt der von dem Sänger bestimmten Testamentsverwalter ein, dass die Familie ein sehr aufwändiges und kostspieliges Begräbnis für Michael geplant habe.

"Die Ausgaben sind außergewöhnlich - genauso wie Michael Jackson", sagte der Anwalt. "Sie mögen für einen gewöhnlichen Menschen nicht angemessen sein, aber Michael war eben nicht gewöhnlich", bekräftigte Jeryll Cohen. Er versicherte dem Richter, dass Jackson genügend Vermögen hinterlassen habe, um diese Unkosten zu begleichen, ohne dass andere noch offene Zahlungsverpflichtungen gefährdet seien.

Die Beisetzung am Donnerstagabend um 19 Uhr Ortszeit (4.00 Uhr MESZ) wird in Deutschland von den Nachrichtensendern NTV und N24 live übertragen. Ob die Fernsehzuschauer viel zu sehen bekommen werden, ist allerdings fraglich. Nach Angaben aus Familienkreisen sind weder bei der Trauerfeier im sogenannten Großen Mausoleum des Friedhofs, noch bei der Beerdigung selbst Kameras zugelassen. Auch für Fans gibt es nur wenig Hoffnung, einen letzten Blick auf den Sarg zu erhaschen.

"Sie brauchen erst gar nicht versuchen, hierher zu gelangen. Die Straßen werden abgesperrt sein, niemand wird in den Park des Friedhofs gelangen können", sagte ein Sicherheitsbeamter am Mittwoch im US-Fernsehen. Nach Angaben der "Los Angeles Times" wird auch der Luftraum über dem Forest Lawn Memorial Park ganztägig freigehalten, um zu verhindern, dass Kamerateams das Geschehen aus der Luft filmen.

Außer der Familie werden Freunde von Michael Jackson erwartet, unter ihnen Diana Ross, Brooke Shields und Larry King. Aretha Franklin werde Michael an seinem Grab einen letzten Song widmen, hieß es etwa 24 Stunden vor dem Ereignis.


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