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Gauland gegen Boateng: Neben diesen Nachbarn wollen Sie wirklich nicht wohnen

Alexander Gauland möchte Jérôme Boateng nicht als Nachbarn haben. Umgekehrt gilt dies sicher auch. Ist ja auch kein Wunder, bei dem, was sich einige Leute so rausnehmen. Sechs Menschen, neben denen wirklich niemand wohnen möchte.

Madonna wäre wirklich eine unangenehme Nachbarin

Madonna wäre wirklich eine unangenehme Nachbarin

Alexander Gauland möchte also "einen Boateng nicht als Nachbarn" haben. Die gute Nachricht für alle Beteiligten: Das wird so schnell auch nicht passieren. Denn so ein Häuschen im Münchener Vorort Grünwald, wo der Nationalspieler wohnt, kostet schnell mal zwei Millionen oder mehr. Das kann sich nicht jeder leisten, der noch nicht viel geleistet hat. Aber gut, möglicherweise erlauben die Vermögungsverhältnisse des AfD-Vizes ja doch den Erwerb eines Eigenheims in der pittoresken Gegend. Doch dann haben die Leute dort einen Gauland als Nachbarn. Und _ das wird man ja wohl noch fragen dürfen: Wollen sie das überhaupt?


Wer will Alexander Gauland als Nachbar haben?

Der Mann wurde schließlich als Sachse geboren, hat in Hessen studiert und ist Abgeordneter in Brandenburg. Da unten wäre er ein Zuagroasda, wie man in München sagt, ein Saupreiß, kurzum: ein Fremder! Und wie muss man sich einen Gauland, einen Juristen, als Nachbarn, vorstellen? Marschiert er dann durch die Straßen, mahnt hier die Einhaltung der Mittagsruhe an, weist dort Falschparker zurecht, ruft die Polizei bei Rauchentwicklung durch Grillen und verlangt Einsicht in die Aufenthaltsgenehmigungen anderer Grünwalder wie Franck Ribéry (Moslem!) und Javier Martinez (Europameister!!) und Dante (lange Haare!!!)?

Will man das? Es geht allerdings noch schlimmer, wenn man diese Nachbarn hat:

Reinhard May und die Gartennazis

Nachbar Reinhard Mey

Nachbar Reinhard Mey


Kampen, Sylt - noch so eine schöne und exklusive Wohngegend, ebenfalls voll von mimosigen Nachbarn. Teilzeit-Anwohner Reinhard Mey beklagte vor einigen Jahren in einem Leserbrief in den "Sylter Nachrichten", dass seine Nachbarn ständig den Rasen pflegen würden ("Irgendein Depp mäht immer") und bezeichnete sie als "Gartennazis". Folge: Der Liedermacher drohte wegen "Lärmterror" mit dem Kadi und verarbeitete sein Trauma auch noch musikalisch.


Robbie Williams und Jimmy Page

Nachbarn Robbie Williams Jimmy Page

Nachbarn Robbie Williams und Jimmy Page


Für entspannte 23 Millionen Euro hat sich Robbie Williams vergangenes Jahr einen bescheidenden 46-Zimmer-Palast im noblen Londoner Stadtteil Kensington gegönnt. Damit wenigstens etwas Licht in die Bude kommt, wollte der Sänger ein großzügiges Panoramafenster einbauen lassen - was aber wiederum seinen Nachbarn Jimmy Page (Led Zeppelin) auf die viktorianische Zinne brachte. Die Riesenluke würde, so der ergraute Gitarrist, die Umgebung verschandeln, die geplante Garage sei auch eine Zumutung, und die Bauarbeiten könnten zudem die Substanz seines historischen Hauses gefährden. Folge: keine. Der örtliche Stadtrat gab Williams grünes Licht für sein Vorhaben.

Madonna

Nachbar Madonna

Nachbar Madonna


Wohl nur die wenigsten Menschen werden das zweifelhafte Vergnügen haben, einmal in ihrem Leben neben Madonna wohnen zu dürfen. Oder zu müssen. Denn die Sängerin weiß, wo der Bauer seinen Most holt. Erst im März diesen Jahres hatte sie eigenmächtig vor ihrem Haus in Manhattan Parkverbotsschilder aufbauen lassen. Widerrechtlich, wie ihr das Ordnungsamt beschied. Ihre Reaktion kam prompt via Instagram: "Ja, ihr Bitches, ich bin Madonna und das ist meine Einfahrt und wenn Leute davor parken, kann ich nicht in meine Einfahrt reinfahren." Bähm!


Apropos Madonna und New York: Ein Nachbar im Big Apple beschwerte sich 2011 darüber, dass ihr Musikstudio einen derartig infernalischen Lärm verursachen würde, also nicht das Studio, die Leute darin, dass die "Wände wackeln" würden. Und in London legte sich das "Material Girl" mit einem Nachbarn an, weil die geplante Mauer am Rande ihres Grundstücks, zu hoch sei. Folgen: keine. Lehre: Wenn Madonna bei Ihnen in die Gegend zieht, nehmen Sie lieber schnell Reißaus.

Der Hackl Schorsch und die Schneefräse

Nachbar Georg Schorsch Hackl

Nachbar Schorsch Hackl


Was man im Winter so macht: Schnee räumen. Georg Hackl, Dauer-Rodel-Welt-Europameister und Olympiasieger, versuchte sein Grundstück von eben diesem Schnee zu befreien. Dabei gelang etwas von dem gefrorenen Wasser auf das Grundstück des Nachbarn. Der wiederum war darüber so erbost, dass er den Hackl-Schorsch erst nass spritzte und anschließend mit einem riesigen Stahlnagel auf die Legende losging und ihm eine Platzwunde zufügte. Lehre: Die Schneefräse ist der Laubbläser des Winters

Claudia Schiffer und Willi Weber

Nachbarn Claudia Schiffer Willi Weber

Nachbarn Claudia Schiffer und Willi Weber


Es geht um zwei popelige Pinien auf Mallorca. Das Ex-Model und der Ex-Manager von Michael Schumacher haben ein Haus auf der deutschen Lieblingsinsel. Sie sind Nachbarn und leben an einem Hang. Hinter Webers Schlafzimmer standen zwei Bäume herum, die eines Tages verschwunden waren. Schiffers Ehemann Matthew Vaughn, dachte irrtümlicherweise, die Pinien würden noch auf dem eigenen Grundstück stehen. Zwar entschuldigte sich der Filmproduzent bei Weber, doch der schaltete trotzdem die Behörden und Anwälte ein. Und ließ noch eine kindhohe Mauer an der Grundstücksgrenze errichten, damit sie wissen, wo es endet, wie er stolz der "Bild"-Zeitung verriet.

Mola Adebisi und der Rechtsanwalt

Nachbar Mola Adebisi

Nachbar Mola Adebisi


Sexgeräusche, Beleidigungen und Remoulade. Auf diesen Dreiklang lässt sich der Streit zwischen Mola Adebisi und seinem Nachbarn, einem Rechtsanwalt, aus dem Jahr 2013 verkürzen. Angeblich, so der Ex-Viva-Moderator, wurde er von dem Juristen rassistisch beleidigt und bedroht. Der wiederum soll sich über Sex-Lärm und 90er-Jahre-Musik beschwert haben. Höhepunkt des Streits: Der Anwalt habe Adebisis Sonnenliege mit Remoulade eingeschmiert. Der Fall landete vor Gericht, das zugunsten des Juristen entschied.

Gerald Asamoah zu Jerome Boateng