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Trennung von Kanye West Kim Kardashian: Wie sie durch die Beziehung vom Trash-TV in die High Society aufstieg


Nach fast sieben Jahren Ehe hat Kim Kardashian die Scheidung von Kanye West eingereicht. Dank der Beziehung zu dem Musiker und Designer erlangte Kardashians Karriere einen Push. 

Beim Gedanken an Kim Kardashian rümpfte so manches Mitglied der High Society lange Zeit die Nase. Besonders in Modekreisen galt die "Keeping up with the Kardashians"-Darstellerin, bekannt für ihren großen Po und ihr Talent, sich selbst zu inszenieren, als zu trashig. Zu stillos. Zu offenherzig. Und so löste ein Titelbild der US-Zeitschrift "Vogue" im April 2014 einen regelrechten Aufschrei aus. 

Kim Kardashian und Kanye West: Ein "Vogue"-Cover für die Geschichte

Darauf zu sehen: Kim Kardashian und ihr damals Verlobter, Kanye West. Sie trug ein Hochzeitskleid, er umarmte sie von hinten. Dazu zu lesen der Hashtag: #Worldsmosttalkedaboutcouple - das Paar, über das die Welt damals am meisten sprach. Kaum war das Cover veröffentlicht, brach über Chefredakteurin Anna Wintour ein Shitstorm aus. Der Tenor: Wie könnte sie nur einem Trash-TV-Gesicht wie Kardashian den Titel der US-"Vogue" geben, immerhin die wichtigste Modezeitschrift der Welt.

Wintour ließ sich davon nicht beirren, erklärte fünf Jahre später: "Dieses Cover war ein zutiefst kontroverses Cover. Aber Kim und Kanye waren ein Teil der Konversation des Tages. Und für die Vogue wäre es ein großer Fehltritt gewesen, das nicht zu erkennen. Sie folgen nicht, sie führen - und das ist eine sehr wichtige Lektion, die man immer im Hinterkopf behalten sollte." Sie sollte Recht behalten, auch heute noch gehört der Kardashian-Clan zur Popkultur wie sonst nur wenige Familien. 

West änderte Kardashians Stil

Für die 40-Jährige bedeutete die Beziehung zu West auch den Ausbruch aus ihrer gewohnten TV-Welt. Dass West, selbst Designer, für ihren neuen Stil mitverantwortlich war, betonte sie immer wieder in ihrer Reality-Show. "Kanye hat mich definitiv dazu inspiriert, ein bisschen individueller zu sein. Ich denke, mein Stil entwickelt und verändert sich gerade und ich denke, das sollte er auch", erklärte sie in der Sendung, während sie in ihren Schrank ausräumte. Kurze Zeit später weinte sie bittere Tränen, weil West fast all ihre Klamotten wegschmeißen wollte. 

Die schrillen Outfits waren passé, West brachte ihr Minimalismus bei. "Früher dachte ich immer, mehr ist mehr, und ich trug Armbänder, Ohrringe und Halsketten, um mich zu schmücken. Ich habe immer alles gemacht. Jetzt verstehe ich definitiv, wie viel cooler es ist, einfach ein bisschen einfacher zu sein", erklärte Kardashian. 

Mittlerweile hat Kardashian ihre eigene Shapewear-Linie "Skims", deren Logo - natürlich - Kanye designte. Glitzer und Strass sucht man vergebens, auch hier hält sich Kardashian an die minimalistische Vorgabe des Musikers. 

Sie lernte neue Freunde kennen

Doch nicht nur hinsichtlich Mode prägte die Beziehung zu West Kardashians Lebensentwurf. Auf einmal saß die Unternehmerin in der Front Row neben Anna Wintour höchstpersönlich. Die Britin und West sind gut befreundet. Ihr Hochzeitskleid wurde von Riccardo Tisci, dem ehemaligen Givenchy-Designer entworfen. "Sie ist intelligent, süß, schön. Sie ist die Freundin von meinem Freund. Ich stehe nicht auf Vorurteile. Sie fing an, zu meinen Shows zu kommen, und einige Leute kritisierten mich. Aber ich liebe Kanye und jetzt liebe ich Kim, und es war mir egal, was die Leute dachten", sagte Tisci mal. 

Doch mit einem Paar wurde Kardashian nie wirklich warm, obwohl sie es wollte: Jay Z. und Beyoncé Knowles. Knowles, die nie Interviews gibt und eine Aura des Mysteriösen um sich hat, passte wohl einfach nicht zur Öffentlichkeit liebenden Selbstdarstellerin. 

Kluge Businessfrau

Kardashians Erfolg einzig auf ihre Beziehung und Ehe mit Kanye West zurückzuführen, würde ihr allerdings nicht gerecht werden. Schon vorher hatte die Unternehmerin aus wenig sehr viel Geld gemacht und die sozialen Netzwerke geprägt. Und doch öffnete ihr West die Tür zu einer anderen Welt, in die sie es zu dem Zeitpunkt alleine nicht geschafft hätte. 

Jetzt haben sich die beiden nach fast sieben Ehejahren getrennt. Ob Kardashian jetzt zurück geht zum Motto "Mehr ist mehr"? Fraglich. 

Verwendete Quellen: "Vogue" / "People" 


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