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Krebs: Patrick Swayze gestorben

Er hat lange gekämpft, doch am Ende hat ihn der Krebs besiegt: Der amerikanische Schauspieler Patrick Swayze ist im Alter von 57 Jahren gestorben. Der Tanzfilm "Dirty Dancing" machte ihn einst weltberühmt.

Der Hollywood-Schauspieler Patrick Swayze ist tot. Er starb am Montag nach einem mehr als anderthalbjährigen Kampf gegen den Krebs. Das sagte seine Sprecherin in Los Angeles mehreren amerikanischen Medien, unter anderem dem Branchenblatt "The Hollywood Reporter" und dem Nachrichtensender CNN. Swayze wurde 57 Jahre alt. Er sei mit der Familie an seiner Seite friedlich eingeschlafen, sagte die Sprecherin.

Swayze war 1987 durch den Tanzfilm "Dirty Dancing" bekannt geworden. Zuvor hatte er bereits in der Serie "Fackeln im Sturm", ein amerikanisches Bürgerkriegsepos, deutlich auf sich aufmerksam gemacht. 1990 bewies er seine Qualitäten an der Seite von Demi Moore in dem romantischem Drama "Ghost - Nachricht von Sam". Ebenso war er mit dem Surferfilm "Gefährliche Brandung" erfolgreich. Insgesamt erhielt er drei Nominierungen für einen Golden Globe Filmpreis. Mit dem Song "She's Like The Wind" landete Swayze zudem als Sänger einen Hit. 1991 wurde er zum "Sexiest Man Alive gekürt".

Im März 2008 wurde bekannt, dass Swayze eine besonders heimtückische Art von Bauchspeicheldrüsenkrebs hat. Trotz intensiver Behandlung arbeitete er an seinen Filmprojekten weiter. Im Januar berichteten Medien dann, er habe seine Therapien eingestellt. Die Ärzte hätten nichts mehr gegen seine Krankheit tun können. Er selbst gab sich gleichwohl kämpferisch. "Ich bin noch lebendig, und ich habe vor, das auch noch eine Weile zu bleiben", sagte er in einem Interview.

Der Kultfilm "Dirty Dancing", in dem Swayze als Tanzlehrer Johnny einem 17-jährigen Mädchen (Jennifer Grey) nicht nur den "Mambo", sondern auch die Liebe beibringt, machte den Schauspieler über Nacht weltberühmt. Doch danach folgte eine lange Durststrecke. Erst die Rolle des als Geist wiederkehrenden Wall-Street-Bankers Sam Wheat in "Ghost" und sein furioser Auftritt als Transvestit in der Komödie "To Wong Foo, Thanks For Everything! Julie Newmar" (1995) waren wieder Hits. 2003 konnte er als Tanzlehrer in dem Folgefilm "Dirty Dancing 2" nochmals glänzen.

Zwischenzeitlich hatte der gebürtige Texaner immer wieder mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Ein Ultimatum seiner Frau, der Schauspielerin Lisa Niemi, brachte ihn schließlich zum Entzug. Er tauschte das fordernde Tempo in Hollywood gegen ein ruhiges Leben auf der "Rancho Bizarro" ein, etwa eine Autostunde von Los Angels entfernt, und widmete sich vor allem seinen Pferden und der Natur. "Ich hatte das Gefühl, als hätte ich meine Zeit mit dem Ruhm in den 80er-Jahren verschwendet", sagte er rückblickend.

DPA/ben/dho / DPA