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Geburt von Lilibet Diana Streit um Spitznamen: Haben Harry und Meghan die Queen um Erlaubnis gefragt oder nicht?

Prinz Harry, Herzogin Meghan
Prinz Harry und Herzogin Meghan sollen ihre Tochter Lilibet der Queen per Videocall vorgestellt haben
© Dominic Lipinski/ / Picture Alliance
Prinz Harry und Herzogin Meghan befinden sich erneut in einem kuriosen Streit mit dem britischen Palast. Es geht um die Frage, ob das Paar die Queen um Erlaubnis gebeten hat, deren Spitznamen für ihre Tochter auszuwählen. 

Am vergangenen Freitag brachte Herzogin Meghan ihre Tochter Lilibet Diana in Kalifornien zur Welt  - es ist das zweite Kind für sie und Prinz Harry, das elfte Urenkelchen der Queen. Benannt ist die kleine Lili, wie sie gerufen wird, nach ihrer verstorbenen Großmutter Diana und ihrer Uroma Queen Elizabeth II., die als Kind den Spitznamen Lilibet bekam. Doch ausgerechnet diese sentimentale Namensgebung sorgt nun für Ärger. 

Denn aus dem Umfeld von Harry und Meghan hieß es kurz nach der Geburt, die beiden hätten die Queen vorab über die Namenswahl informiert und sie um Erlaubnis gebeten. Ein wichtiges Detail, macht das Paar doch seit Wochen Schlagzeilen mit Interviews, in denen es das Königshaus und auch die königliche Familie scharf kritisiert. Das Verhältnis zwischen Harry und dem Rest der Royal Family gilt als frostig, seit er und Meghan sich von den öffentlichen Pflichten zurückzogen und in die USA auswanderten. 

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Der Buckingham Palast informierte die BBC - wusste jedoch nichts vom Telefonat mit der Queen

Doch eine Quelle aus dem Buckingham Palast berichtete nun der BBC, dass die Queen nicht vorab über den Namen informiert worden sei. Das Herzogspaar hielt jedoch sofort dagegen und ließ dementieren. "Der Herzog hat vor der Verkündung mit seiner Familie gesprochen, tatsächlich hat er seine Großmutter als erste in der Familie angerufen", heißt es. Und weiter: "In diesem Gespräch hat er auch ihren Wunsch mitgeteilt, ihre Tochter ihr zu Ehren Lilibet zu nennen. Hätte sie das nicht unterstützt, hätten sie den Namen nicht gewählt."

Die Episode zeigt, wie verhärtet die Fronten auch zwischen hochrangigem Palastpersonal und Harry und Meghan sind. Zu ihrer Zeit als aktive Royals sollen die beiden häufiger mit führenden Palastmitarbeiter:innen aneinander geraten sein. Bei Oprah Winfrey sprachen sie unter anderem darüber, dass sie bestimmte Medienberichte dementieren wollten und nicht durften.  

Dass Harry und Meghan die Praxis des Palasts, mit Medien aus einem bestimmten Pressepool zusammenzuarbeiten, ablehnen, ist ebenfalls bekannt. Denn zu der sogenannten Royal Rota gehört auch die News Media Association, die unter anderem die britischen Boulevardblätter "The Sun" und "Daily Mail" vertreibt  - und die wiederum meist kein gutes Haar an Meghan und Harry ließen. Doch auch auf die BBC ist vor allem Prinz Harry nicht gut zu sprechen. Gerade haben er und sein Bruder Prinz William die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt scharf kritisiert, nachdem herauskam, dass BBC-Reporter 1992 ihre Mutter Diana betrogen. Sie haben die Prinzessin damals mit gefälschten Dokumenten manipuliert, um an ihre Einwilligung zu dem heute weltbekannten TV-Interview mit ihr zu kommen. 

Und auch die Tatsache, dass der Buckingham Palast erst 90 Minuten nach Bekanntgabe eine Reaktion zur Geburt von Lilibet Diana veröffentlichte zeugt nicht gerade von einer engen Zusammenarbeit. Dass die Verantwortlichen dort auch nichts vom Telefonat mit der Queen wussten, scheint nur passend - wirft jedoch kein gutes Licht auf die Arbeit des Palasts.

Quellen: BBC, Daily Mail

sst

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