Lisa und Thomas Müller Deshalb ist sie nicht mit nach Kanada gezogen

Lisa und Thomas Müller sind seit 2009 verheiratet. Gemeinsam betreiben sie ein Gestüt bei München und züchten Pferde.
Lisa und Thomas Müller sind seit 2009 verheiratet. Gemeinsam betreiben sie ein Gestüt bei München und züchten Pferde.
© imago/Future Image / Nikita Kolinz
Dass Thomas Müller allein nach Vancouver gezogen ist, sorgte für viele Gerüchte. Ehefrau Lisa erzählte nun, wieso sie ihn nicht begleitet.

Thomas Müller (36) spielt seit August 2025 bei den Vancouver Whitecaps und führt seitdem eine Fernbeziehung. Denn Ehefrau Lisa Müller (36) ist bislang nicht mit nach Kanada gezogen. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" erklärte sie jetzt ihre Beweggründe.

"Es muss einer im Betrieb nach dem Rechten schauen"

"Es wäre gar nicht möglich gewesen, ihn zu begleiten", betonte die Dressurreiterin. "Ich reite Turniere, das ist mein Beruf. Die Pferde müssen auch zwischen den Turnieren trainiert werden, und es muss einer im Betrieb nach dem Rechten schauen." Gemeinsam betreiben die Müllers, die sich bereits seit ihrer Jugend kennen und seit 2009 verheiratet sind, seit einigen Jahren das Gestüt Gut Wettlkam in Otterfing südlich von München.

Im August hatte Thomas Müller der "Bild"-Zeitung zu den Zukunftsplänen des Paares gesagt: "Bis Dezember bleibe ich auf jeden Fall alleine hier." Seine Frau steckte zu diesem Zeitpunkt mitten in ihrer Dressur-Saison: "Da würde es jetzt keinen Sinn machen, da große Umzüge zu planen." Ob seine Ehefrau dieses Jahr nachzieht, scheint nach ihren neuen Aussagen weiter fraglich.

Dafür schwärmt sie von den Fähigkeiten ihres Mannes in Sachen Pferdezucht: "Thomas kommt auch nicht aus der Pferdeszene, aber er hat sich in das Thema Zucht enorm reingekniet und viel gelernt." Er habe als Sportler "ein gutes Auge für Bewegung und Qualität insgesamt". Sie erzählte weiter: "Er sieht zum Beispiel, ob das Pferd ein aktives Hinterbein hat, was immens wichtig ist für ein Dressurpferd. Da schaut er auch bei der Hengstauswahl drauf."

Sie will sich nicht für ihr Privatleben rechtfertigen

Über ihr Privatleben redet sie hingegen nicht so gerne. "Dann würde ich mich rechtfertigen und außerdem, egal, was man sagt, sie drehen es hin, wie sie es haben wollen." Dass ständig über den Zustand ihrer Ehe spekuliert werde, sei ihr inzwischen "wurscht". "Dann bin ich eben die dumme Spielerfrau, die eigentlich nur Nägel lackieren kann." Dabei verfolgt sie neben dem Reitsport auch politische Interessen. Zuletzt hatte Lisa Müller mehrere Praktika mit landespolitischem Bezug absolviert, unter anderem bei der bayerischen Landtagspräsidentin Ilse Aigner (61, CSU). Auch dabei bekam sie Vorurteile zu spüren. So würden ihr Meinungen unterstellt, die sie nie vertreten habe. "Dabei mache ich überhaupt noch keine Politik, ich mache Praktika."

Der Reitsport stehe für sie weiterhin an erster Stelle, hatte sie im Oktober gegenüber "Bild" betont. Sie wolle sich fortbilden und würde gerne weitere Politiker begleiten. "Ich könnte mir das durchaus vorstellen, wenn der Reitsport turniermäßig irgendwann etwas ruhiger wird. Ich hoffe, dass ich dann mit genug Fachwissen glänzen kann." Wie sie nun betonte, träume sie von den Olympischen Spielen wie "jeder Sportler", auch wenn das Thema "nicht unbedingt im Fokus" stehe.

Thomas Müller bleibt bei den Whitecaps Vancouver

Für ihren Mann geht es 2026 auf jeden Fall sportlich weiter. Thomas Müller war zu den Vancouver Whitecaps in die nordamerikanische Profiliga MLS gewechselt, nachdem der FC Bayern den Vertrag des Weltmeisters von 2014 nicht mehr verlängert hatte. Mit der Mannschaft erreichte der 36-Jährige das Endspiel um den Meistertitel. Auch 2026 setzen die Whitecaps auf den deutschen Kicker, wie Anfang Dezember bekannt wurde. Zudem wird er bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 dabei sein. Nicht als Spieler, sondern als Experte für MagentaTV. Dafür muss er von seiner neuen Wahlheimat nicht ganz so weit reisen: Die WM findet in den USA, Kanada und Mexiko statt.

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