HOME

Märchenhochzeiten: Zwei Liebesgeschichten mit Happy End

Endlich ist es soweit: In diesem Jahr werden sich der britische Prinz William und seine Kate das Ja-Wort geben und auch Fürst Albert II. von Monaco und Charlene Wittstock vermählen sich. In London und Monaco haben die ersten Vorbereitungen bereits begonnen.

Es ging ein Aufatmen durch die Boulevardpresse, als der ewige Junggeselle seine Hochzeit verkündete. Albert II. von Monaco, der in die Jahre gekommene Fürst von der Côte d'Azur, will Anfang Juli die südafrikanische Schwimmerin Charlene Wittstock heiraten. Doch ein anderes Traumpaar kommt den beiden zuvor: Der britische Prinz William ehelicht bereits Ende April seine frühere WG-Mitbewohnerin Kate Middleton. Die Hochzeiten bei den Grimaldis und den Windsors dürften mindestens im ersten Halbjahr die Klatschspalten zum Überlaufen bringen.

Der Sohn des britischen Thronfolgers und die "Bürgerliche" Kate geben sich am 29. April 2011 das Jawort, rund 30 Jahre, nachdem Williams Vater Prinz Charles die scheue Lady Diana zum Traualter führte. Mit der Verlobung im Oktober entschied sich William nach langem Zögern und einer vorübergehenden Trennung vor drei Jahren, seine frühere Studienfreundin endgültig zur Frau seines Lebens zu erklären. Der Verlobungsring, den Kate am Finger trägt, gehörte seiner verstorbenen Mutter.

In St. Andrews eroberte Kate das Prinzenherz

Kates Liebesgeschichte liest sich wie ein Märchen: Schon als Kind soll die Tochter eines Piloten und einer Stewardess, die mit einem Versandhandel zu Reichtum kamen, den gleichaltrigen Prinzen angehimmelt haben. Dann begegnete sie ihrem Traumprinzen als Studentin an der Universität im schottischen St. Andrews, zog mit ihm in eine Wohngemeinschaft und eroberte das Prinzenherz.

Dass sich der Enkel der Queen schwer tat, sich auf Kate festzulegen, liegt nach Angaben von Freunden an der Ehe seiner Eltern, die schon nach wenigen Jahren zerrüttet war und 1996 in einer bitterbösen Scheidung endete. 1997 starb Prinzessin Diana in Paris bei einem Autounfall - der Tod der beliebten "Königin der Herzen" warf einen großen Schatten auf das Königshaus.

Doch inzwischen sei viel getan worden, um das Image aufzupolieren, sagt der britische Adels-Experte Charles Kidd. Prinz Charles und seine zweite Ehefrau Camilla bieten allerdings wenig Glamour, und kaum jemand in Großbritannien wünscht sich die beiden Bodenständigen als Königspaar. Laut einer Umfrage vom November würden die meisten Untertanen lieber William und Kate als direkte Nachfolger von Königin Elizabeth II. sehen, daher wird die Trauung in Westminster Abbey ein Hauch von Krönungszeremonie umwehen. Und sogar Monarchiemuffel kommen auf ihre Kosten: Premierminister David Cameron, der sich derzeit mit harten Sparmaßnahmen unbeliebt macht, erklärte den Hochzeitstag zu einem freien Tag für alle.

Monaco: Spektakulärste Hochzeit seit Jahrzehnten

In Monaco werden die Vorbereitungen für die spektakulärste Hochzeit seit der Vermählung von Fürst Rainier mit der US-Schauspielerin Grace Kelly 1956 getroffen. "Seit 54 Jahren hat es in Monaco keine Hochzeit von dieser Bedeutung gegeben", sagt der französische Royal-Experte Stéphane Bern. Laut René Novella, dem ehemaligen Sekretär des verstorbenen Rainier, wird die Hochzeit am 2. und 3. Juli noch bedeutender sein: "Albert II. ist auf der ganzen Welt bekannt", sagt Novella.

Albert und Charlene lernten sich im Jahr 2000 bei einem Schwimmwettkampf in Monaco kennen. Doch der inzwischen 52-jährige Monegasse und die 20 Jahre jüngere Südafrikanerin hielten sich mit öffentlichen Liebesbekundungen zurück. Erst sechs Jahre später machten sie ihre Beziehung offiziell, indem die Sportlerin an der Seite des Fürsten den Rot-Kreuz-Ball in Monaco besuchte.

Mit der Hochzeit lässt Albert endgültig seine Sturm- und Drang-Phase hinter sich. Aus dieser Zeit hat der Fürst zwei Kinder von zwei Frauen, wie er 2005 und 2006 einräumte. Anlass für Klatsch und Tratsch wird es aber auch nach den beiden Märchenhochzeiten geben, denn schon stellt sich die nächste Frage: Wer wird zuerst schwanger sein, Kate oder Charlene?

mm/AFP / AFP