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stern-Interview Mario Barth spricht erstmals darüber, wie seine Familie unter den Nazis leiden musste

Mario Barth zeigt auf der Bühne mit dem Finger in die Ferne, dem stern gab er ein Interview
Mario Barth im stern: "Es wird so viel Mist über mich erzählt."
© Frederic/Geisler-Fotopress/Picture Alliance
Der Comedian Mario Barth hat viele Fans, aber keinen allzu guten Ruf. Zeit für ihn, im Interview mit dem stern einiges klarzustellen. Vor allem ihm rechtes Gedankengut zu unterstellen, sei absurd.

Es gibt wohl kaum einen Komiker, der die Menschen so spaltet wie Mario Barth. Seine Fans verehren den Berliner für seinen sich nie wandelnden Männer-Frauen-Kalauer-Humor, aber es gibt wohl noch mehr Menschen, die Barth für einen gefährlichen Populisten halten, der für seine Facebook-Videos schon mal Beifall aus dem AfD-nahen Umfeld bekommt.

Im exklusiven Gespräch mit dem stern hat sich Mario Barth nun erstmals ausführlich zu den Vorwürfen geäußert. Es sei absurd ihm rechtes Gedankengut vorzuwerfen, sagt Barth. Erstmalig äußert sich Barth darüber, wie seine Familie unter den Nazis im dritten Reich gelitten hat. "Mein Urgroßvater mütterlicherseits war Jude und ist im KZ von Nazis ermordet worden. Mein Großvater galt als sogenannter Halbjude und musste aus dem Land fliehen. Ich verachte alles Rassistische. Ich weiß, was solche Leute anrichten", erzählt Barth. Er wolle mit dem Offenlegen seiner Familiengeschichte die Vorwürfe entkräften, er liebäugle mit Populisten des rechten Randes.

Mario Barth entdeckte sein Talent in der Ostermesse

Mario Barth, der es einst schaffte, das Berliner Olympia-Station für eine Show mit 70.000 Besuchern zu füllen, nimmt auch Stellung dazu, warum sein Ruf in der Show-Branche so umstritten ist. Es gäbe beispielsweise die Behauptung, sein Sicherheitspersonal dürfe ihn bei seinen Shows nicht direkt anschauen. "Bei einer Sicherheitsbesprechung hat der Chef der Security seinen Leuten gesagt: 'Guckt nicht Mario an, sondern dreht Euch zu den Leuten im Saal um'", erzählt Barth. Das habe eine Mitarbeiterin falsch verstanden und so sei das Gerücht entstanden, niemand vom Personal dürfe Barth ins Gesicht schauen.

Seine Lust an der Comedy-Performance habe er bereits in jungen Jahren als katholischer Messdiener entdeckt. "Bei einer Ostermesse schwenkte ich das Weihrauchgefäß. Die Leute haben gelacht. Das hat mir irgendwie gefallen."

Das komplette Interview von Philipp Jessen und Kester Schlenz mit Mario Barth lesen Sie in der aktuellen Augabe des stern.

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