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Sat.1-Moderator gestorben: "Er ahnte nicht, dass er todkrank war": Bruder spricht über Tod von Martin Haas

Ende März starb Sat.1-Moderator Martin Haas völlig überraschend an Herzversagen. Sein Bruder äußerte sich jetzt zu der tragischen Krankheitsgeschichte des 55-Jährigen.

Martin Haas

Martin Haas 2012 bei einer Programmpräsentation in Hamburg

Sein plötzlicher Tod schockte Kollegen und Zuschauer gleichermaßen: Am 27. März starb Sat.1-Moderator Martin Haas im Alter von nur 55 Jahren. Der gebürtige Schwabe moderierte seit 1991 die Nachrichten im "Frühstücksfernsehen" und war damit der dienstälteste Moderator beim Sender Sat.1.

"Er ahnte nicht, dass er todkrank war"

Über die genaue Todesursache von Martin Haas war bisher wenig bekannt. Jetzt sagte sein Bruder Steffen Haas der Zeitschrift "Bunte", dass ein verschleppter grippaler Infekt das ohnehin schwache Herz seines Bruder zusätzlich geschwächt habe - bis es plötzlich aufhörte zu schlagen. "Er wusste, dass er wegen seines Herzens gefährdet war, aber er ahnte nicht, dass er todkrank war", sagte Steffen Haas der "Bunte".

Martin Haas hatte sich am 20. Februar bei seinem Arbeitgeber krankgemeldet. Doch aus einer scheinbar harmlosen Erkältung entwickelte sich eine Lungenentzündung. Haas wurde im Krankenhaus behandelt - und nach einigen Tagen als geheilt entlassen. Ein fataler Irrtum. Der Moderator wollte umgehend wieder arbeiten. "Er hat fest damit gerechnet, wieder vor der Kamera zu stehen. Martin war nicht zu erschüttern – und er genoss das Leben", sagte Jürgen Meschede, Chefredakteur des Sat.1 "Frühstücksfernsehens".

Martin Haas war seit 25 Jahren glücklich liiert

Haas begann seine Karriere beim US-amerikanischen Sender CBS in Miami. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er zunächst für Tele 5, danach für ProSieben und Kabel eins, ehe er zu Sat.1 wechselte.

Für den 2,01-Meter-Mann war die Arbeit beim Frühstücksfernsehen seine berufliche Erfüllung, für die er auch jahrelanges frühes Aufstehen in Kauf nahm. In einem Interview mit dem Branchendienst "DWDL" bezeichnete er die Sat.1-Redaktion als "eine große Familie".

Dabei hatte Haas auch privat schon lange sein Glück gefunden. "Martin war seit 25 Jahren mit seinem Lebensgefährten Markus zusammen. Die beiden fuhren sogar mit ihren jeweiligen Müttern zusammen in Urlaub. Martin hatte kein Problem mit seiner Homosexualität, wir auch nicht, in seinem Umfeld waren alle wohlwollend. Er war glücklich", sagte sein Bruder. Umso tragischer ist es, dass dieses Leben so abrupt endete.

jum