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Peter Zwegat gibt auf: Der Fall der unbelehrbaren Nadja Abd el Farrag

Peter Zwegat hat die Nase voll: Der Schuldnerberater beendete die Zusammenarbeit mit Nadja Abd el Farrag und konfrontierte sie mit ihrem Fehlverhalten. "Das ist bescheuert, ich weiß", gab Naddel kleinlaut zu. Doch ändern wird sich wohl nichts.

Peter Zwegat und Naddel

Peter Zwegat und Nadja Abd el Farrag in der RTL-Show "Raus aus den Schulden"

MG RTL D

"Frau Abd el Farrag hat absagen lassen", sagt Peter Zwegat frustriert. Der Schuldnerberater steht vor einer Zweizimmerwohnung im Hamburger Stadtteil Winterhude. Es ist kein besonders schnieker Bau, sondern typischer hanseatischer Nachkriegsklinker. Dafür ist die Wohnung bezahlbar. Genau das Richtige für Abd el Farrag, die seit Jahren nach einer eigenen Unterkunft sucht. Doch sie hat sich die Wohnung, die Zwegat ihr mühsam besorgt hat, nicht mal angeschaut. Warum nicht? Dafür hat Naddel sehr viele Ausreden. "Es ist schwierig, ihnen zu helfen", wird Peter Zwegat später zu ihr sagen und die Zusammenarbeit mit ihr beenden.

Abd el Farrag nahm bereits zum zweiten Mal an der RTL-Show "Raus aus den Schulden" teil. Zwei Jahre nach seinem ersten Besuch gab Zwegat am Montagabend auf. Er wünsche ihr alles Gute, er glaube aber nicht, dass er ihr noch helfen könne, begründete Zwegat seinen Schritt. Wieder mal hat "Naddel", wie sich die Ex-Freundin von Dieter Bohlen selbst nennt, jemanden vergrault, der ihr helfen wollte.

Nadja Abd el Farrag leidet an ADHS

Die Gründe dafür sind vielschichtig. Zum einen leidet Abd el Farrag offenbar an ADHS. Es fällt ihr schwer, sich auf eine Sache zu konzentrieren. "Sie ist wie ein kleines Kind", sagt Marion Pfaff, Mallorca-Fans besser bekannt als "Krümel". Die Sängerin betreibt auf der Baleareninsel eine Bar, arbeitete mehrfach mit Abd el Farrag zusammen. Doch nur selten würden die Auftritte reibungslos ablaufen. Mal kommt Abd el Farrag zu spät, mal gar nicht, mal hat sie ihr Playback-Band nicht dabei.

"Das ist bescheuert, ich weiß", sagt Nadja Abd el Farrag über ihr eigenes Verhalten. Es abzustellen, gelingt ihr trotzdem nicht. Sie hat es schwer. Ihr Leben ist ihr entglitten. Ein befreundeter Hotelier lässt sie in Hamburg in einem 22-Quadratmeter-Zimmer wohnen - kostenfrei. Sonst säße sie vermutlich auf der Straße. Das Geld, das sie durch Engagements verdient – immerhin über 30.000 Euro im vergangenen Jahr – verpulvert Naddel. "Für Weihnachtsdeko habe ich 4000 Euro ausgegeben", gibt sie zu Protokoll. Weihnachtsdeko! Darauf muss man erstmal kommen.

Naddels größter Feind: ihr Stolz

Doch Abd el Farrags größter Feind sind nicht ihre Verschwendungssucht oder ihre Konzentrationsschwäche, sondern ihr Stolz. Naddel glaubt, sie gehöre zu Deutschlands Prominenz. In einer Liga mit den Dschungelcamp-Stars. Da passt eine Zweizimmerwohnung in Winterhude nicht ins Selbstbild. Dann lieber Hotel an der Alster.

Doch die traurige Wahrheit ist: Die Zeiten, als sie das Gesicht für die Frankfurter Brauerei Henninger war oder einen Mercedes SLK von einer Kunstpflanzenfirma gestellt bekam, sind lange vorbei. Selbst Home-Shopping-Sender winken bei ihrem Namen ab. Die Hamburgerin ist persona non grata. "Die ist weiter unten als Jenny Elvers", sagt Micaela Schäfer verächtlich. Häme von einem Busenwunder. Weiter kann Naddel nicht sinken.

Wenn Nadja Abd el Farrag abends von ihrem Bett in den kleinen Innenhof des Hotels blickt, denkt sie vielleicht an die vielen vertanen Chancen in ihrem Leben. Die Nachricht an Ralph Siegel zum Beispiel, mit dem sie 2002 per SMS Schluss machte. Oder die Wohnung in Winterhude.