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Vier Flüge in elf Tagen: Privatjet-Reisen als Umweltschützer: So rechtfertigt sich Prinz Harry

Dass Prinz Harry und Herzogin Meghan mit dem Privatjet in den Urlaub geflogen sind, stieß bei vielen Briten auf Unmut. Denn die beiden betonen immer wieder, das Klima zu schützen. Jetzt hat sich Harry erklärt. 

Prinz Harry

Prinz Harry bei der Vorstellung von "Travalyst" in Amsterdam

DPA

"Ich weiß, sie tranken heimlich Wein und predigten öffentlich Wasser" - so lautet eine Zeile aus dem Gedicht "Deutschland. Ein Wintermärchen" von Heinrich Heine (1844). Heine war damals unzufrieden mit der politischen Situation in Deutschland. Das Versepos ist das Ergebnis einer Reise des Dichters durch sein Heimatland. Die wohl bekannteste Zeile ist mittlerweile zur Redewendung geworden.

Was Heine beschreibt, ist genau das, was viele Menschen Prinz Harry vorwerfen: Er würde als bekennender Klimaschützer heuchlerisch Verzicht predigen und Bescheidenheit fordern, selbst aber verschwenderisch leben. 

Prinz Harry: So erklärt er die Flüge im Privatjet

Seit vielen Jahren schon setzt sich der Royal für den Klimaschutz ein. Und sein Begehren, das Bewusstsein der Bürger zu schärfen, ist seit seiner Hochzeit mit der US-Amerikanerin Meghan Markle noch gewachsen. Gerade erst haben Harry und Meghan "Travalyst" ins Leben gerufen, eine Reise-Initiative, die Natur- und Umweltschutz fördern soll. Nachhaltiger Tourismus steht dabei im Fokus. Das Blöde nur: Ausgerechnet Harry und Meghan flogen in diesem Sommer mehrfach im Privatjet in ihren Familienurlaub.

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We are excited to announce the launch of ‘Travalyst’, a global initiative striving to change the impact of tourism, for good. Partnering alongside key travel industry giants @Bookingcom, #Ctrip, @Skyscanner, @TripAdvisor and @Visa_US, our aim is to spark a movement to transform the future of travel, putting communities at the heart of the solution. We believe in the power and importance of travel. We also have a shared responsibility to our planet and to each other. • “I want to start with a little bit of background as to specifically why I’m here today, because as you may know, I am not a tourism or business expert, but through my travels I have observed the unique relationship between community and environment, and have noticed something alarming. There wasn’t the symbiosis or connection there needed to be and I wanted to understand why. I am one of those people fortunate enough to have a platform and I want to use it to tackle hard problems, in the hope of finding solutions…and that’s how Travalyst was born” - The Duke of Sussex The name #Travalyst comes from The Duke and partners viewing our role in sustainable travel as catalysts to accelerate positive changes in travel. Travel + catalyst = Travalyst #Travalyst aims to make travel more sustainable, to help protect destinations and benefit communities long into the future, and to enable consumers to make more environmental friendly choices whilst traveling. The Duke of Sussex, having invited the founding partners to start the conversation, believes that the organisations - with operations in nearly every country, hundreds of millions of customers that use their products every day, and business relationships around the world - have sufficient influence and the critical mass necessary to catalyse real system change in the travel industry, for the benefit of destinations, communities and ecosystems. To discover more about the new initiative, visit www.Travalyst.org

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Prinz Harry reiste für eine Klimakonferenz nach Sizilien, das Paar gemeinsam nach Ibiza und an die Côte d'Azur - im eigens gemieteten Flieger. Wer die Flüge bezahlt hat, ist nicht bekannt. Für die beiden war die Nachricht trotzdem ein Image-GAU. Jetzt hat sich Harry zu den Berichten geäußert und versucht zu erklären, warum die Privatjetflüge nötig waren. "Gelegentlich muss es die Möglichkeit geben, um sicherzustellen, dass meine Familie sicher ist. So einfach ist es", sagte er bei der Vorstellung von "Travalyst" in Amsterdam.

"Travalyst"-Vorstellung in Amsterdam

Dass er nicht perfekt ist, hat der Prinz eingesehen. "Wir alle könnten es besser machen, und obwohl niemand perfekt ist, tragen wir alle eine Verantwortung für unseren individuellen Einfluss. Die Frage ist, was wir tun, um das Ganze auszugleichen", sagte er. In seinem Fall ist das die neue Partnerschaft, mit der er nachhaltiges Reisen ermöglichen und Lösungsansätze finden will. 

Nach Amsterdam reiste der 34-Jährige übrigens im Linienflieger. "99 Prozent seines Lebens" würde er das tun. Manchmal lässt er sich aber offenbar trotzdem den Wein schmecken. 

Quelle: "Daily Mail" / Instagram "sussexroyal"

ls