Sarah Engels vor ESC-Finale
Sängerin kämpft für mehr Körperakzeptanz

Sarah Engels bei ihrem Auftritt außer Konkurrenz beim ESC-Halbfinale.
Sarah Engels bei ihrem Auftritt außer Konkurrenz beim ESC-Halbfinale.
© imago/Lehtikuva / Heikki Saukkomaa

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Sarah Engels beim ESC: Die Sängerin setzt auf eine Botschaft für Körperakzeptanz - und stellt die über die Platzierung.

Sarah Engels (33) tritt am Samstag beim Eurovision Song Contest in Wien mit ihrem Song "Fire" für Deutschland an. Im Vorfeld des Finales hat die Sängerin Anfeindungen wegen ihres Körpers auf Social Media zurückgewiesen und ihre Teilnahme mit einer klaren Haltung verknüpft. Für den Auftritt hat Engels ihr Outfit noch einmal angepasst: mehr Gold, mehr Glitzer, etwas mehr Haut als noch beim Halbfinale. Dass sie damit auch Kritik auf sich zieht, nimmt sie in Kauf.

Im Gespräch mit der "Bild" erklärte Engels, was ihr bei ihrem Auftritt wichtig ist: "Mir geht es in meinem Song um die Botschaft, dass wir Frauen uns und unsere Kurven zeigen dürfen, wie sie sind. Und das tue ich auch auf der ESC-Bühne." Kommentare über ihre Figur lassen sie offenbar kalt: "Manch einer mag dann sagen, die Brüste sind zu klein, der Po ist zu dick, aber das ist mir egal. Ich möchte mich wohlfühlen in meinem Körper und mich dabei auch sexy fühlen dürfen. Und ich möchte alle Frauen ermutigen, dies bei sich selbst auch zu tun."

Zu Körpernormen in sozialen Netzwerken sagte Engels, dass Brüste keinem Punktesystem unterliegen würden: "Wer sagt denn schon, welche Brustform und welche Körbchengröße die perfekte ist? Das ist doch nur etwas, was in der Welt von Social Media irgendjemand mal erfunden hat. Perfekte Brüste gibt es nicht."

Sarah Engels steht zu ihren Brüsten

Engels betonte außerdem, dass sie stolz auf ihren Körper sei, zu ihren Brüsten stehe und damit zwei wundervolle Kinder ernährt habe: "Und das ist auch etwas, was ich anderen Frauen zeigen will. Wir sind alle perfekt in all unseren Dimensionen, egal ob mit größerem oder kleinerem Po." Beim Halbfinale am Dienstag trat Engels außer Konkurrenz an und erntete überwiegend positive Kritiken. Eine Prognose für das Finale wollte sie aber nicht abgeben. "Ehrlicherweise ist die Platzierung etwas, womit ich mich aktuell gar nicht so wirklich beschäftige. Mir ist meine Botschaft wichtiger."

Engels sorgte beim Halbfinale für einen der bemerkenswertesten Momente des Abends. Mitten in der Choreografie erklomm sie eine erhöhte Plattform und ließ sich rückwärts aus mehr als zwei Metern Höhe fallen, aufgefangen von ihren vier Tänzerinnen. Neben dem Stunt hatte Engels einen weiteren Überraschungsmoment vorbereitet: Sie betrat die Bühne in einem weißen Kleid, das ihre Tänzerinnen ihr im Verlauf der Nummer vom Leib rissen - darunter kam ein knapper Body und Overknee-Stiefel zum Vorschein. Das Publikum in der Wiener Stadthalle reagierte mit lautem Jubel.

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