James Franco in Cannes
Nach Kontroversen will er ein positives Leben

James Franco findet nicht, dass er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.
James Franco findet nicht, dass er sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat.
© imago/Image Press Agency/Chad Salvador

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James Franco ist zurück: Beim Filmfestival in Cannes sprach der Schauspieler darüber, was er aus den turbulenten Jahren mitgenommen hat.

James Franco (48) ist wieder da - zumindest ein bisschen. Beim 79. Filmfestival in Cannes erschien der Schauspieler an der Seite seiner Freundin Izabel Pakzad (30) zur Eröffnungszeremonie im Palais des Festivals. Franco hatte sein neues Action-Thriller-Projekt "Foster" bereits am Vortag auf dem Markt präsentiert.

Es war ein kleines Comeback für Franco, gegen den 2018 Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens laut geworden waren. Danach zog er sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Er selbst sieht das aber anders: "Es stimmt nicht, dass ich mich versteckt habe. Ich bin die letzten drei oder vier Jahre hier gewesen, habe Projekte verkauft, großartige Filme gesehen", erklärte er gegenüber dem Branchenblatt "Deadline". Von einem triumphalen Comeback in Cannes will er deshalb nichts wissen.

Ob er sich ungerecht behandelt fühle? "Ich weiß es nicht. Was soll ich tun? Ich gehe einfach weiter und versuche, ein positives Leben zu führen", erklärte Franco. "Ich versuche, der beste Mensch zu sein, der ich sein kann. Ich glaube, ich wurde dazu gemacht, Filme zu drehen. Das ist so ziemlich alles, was ich tun kann."

Vergleich gilt als abgeschlossen

Hintergrund des langen Rückzugs ist die größte Krise in Francos Karriere. Insgesamt fünf Frauen, vier davon ehemalige Schauspielstudentinnen, warfen ihm sexuelles Fehlverhalten beziehungsweise sexuell ausbeuterisches Verhalten vor. Franco bestritt die Anschuldigungen, einigte sich 2021 dann außergerichtlich mit zwei der Frauen auf einen Vergleich. Laut Unterlagen belief sich die Summe, die er zahlte, auf 2,235 Millionen Dollar. In den Jahren danach blieb er weitgehend unsichtbar ohne großen Rollen, Interviews und Events.

Seit 2024 dreht Franco aber wieder regelmäßig, wenn auch in europäischen Produktionen und kleineren Projekten fernab Hollywoods. In Cannes ließ er nun durchblicken, dass auch ein großes Studioprodukt in der Pipeline sei - Release voraussichtlich Ende 2026 oder Frühjahr 2027. Details nannte er nicht.

Gegenüber dem Branchenmagazin "Variety" hatte James Franco eingeräumt, die Kritik habe ihn getroffen - aber letztlich auch aufgeweckt. "Mir zu sagen, ich sei schlecht, war schmerzhaft. Aber es war genau das, was ich brauchte, um aufzuhören, so weiterzumachen wie bisher." Wegen seiner Karriere habe er kein Privatleben gehabt. "Das habe ich geändert." Seit 2017 ist er mit Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin Izabel Pakzad liiert.

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