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Scheidung von Katie Holmes und Tom Cruise: Der Rosenkrieg hat begonnen

Die Trennung von Katie Holmes und Tom Cruise wird zum Drama: Holmes ist für den Hollywoodstar nicht mehr zu sprechen. Und die gemeinsame Tochter Suri gerät immer häufiger zwischen die Fronten.

Von Frank Siering, Los Angeles

Die Scheidungsangelegenheit "TomKat" droht, in einen bösen Rosenkrieg abzugleiten. Und es scheint Katie Holmes zu sein, die die Zügel fest in der Hand hält. So versuche Tom Cruise schon seit Tagen, seine Noch-Ehefrau zumindest ans Telefon zu bekommen. Ohne Erfolg. Angeblich habe Holmes ihr persönliches Handy, dessen Nummer nur für die Eltern und den "Mission: Impossible"-Star zugänglich war, gegen ein neues mobiles Telefon mit Geheimnummer eingetauscht. Ein weiterer Schachzug in der scheinbar unvermeidlichen Scheidungsschlacht mit Cruise.

Der Schauspieler, so berichten diverse US-Medien, dürfe zwar jeden Tag mit Tochter Suri telefonieren, mit Mama aber nur noch über die Anwälte reden. Die verlangen weiterhin, dass das Sorgerecht für die Tochter in New York und nicht in Los Angeles verhandelt wird. Cruise habe hingegen alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Scheidung nach Los Angeles zu verlegen. Es heißt, notfalls wolle er sogar persönlich vor dem Gericht erscheinen.

Die Familiengerichte in der Stadt der Engel entscheiden in der Regel für eine gleichberechtigte Aufteilung von Scheidungskindern. Es gibt erste Anzeichen dafür, dass der 50-jährige Superstar noch am Freitag die eigenen Scheidungspapiere in Los Angeles über seinen Anwalt einreichen wird.

Cruise versucht Negativimage abzuschütteln

Während Holmes derzeit fast jeden Tag mit einem neuen lachenden Foto mit Suri beim Eisessen, im Park oder auf dem Weg zum Balett durch die Presse wandert, versucht Cruise krampfhaft sein Negativimage umzukrempeln. Die Vorwürfe, er habe versucht, seine sechsjährige Tochter in die Fänge der Scientology-Sekte zu treiben und sei deshalb von Katie mit den Scheidungspapieren überrascht worden, lässt er genauso dementieren wie die kolportierten Stories, er habe seine Frau von Sektenmitgliedern bewachen lassen. Im Gegenteil: Aus dem Dunstkreis von Cruise ist zu hören, dass Holmes sich gerne und gewissermaßen freiwillig in die Scientology-Lehren hat einweisen lassen. Geradezu "begeistert" sei sie gewesen, weil sie dort soviel Neues gelernt habe.

Der Versuch einer Imagekorrektur geht noch weiter. Laut TMZ.com vermutet Cruise, Holmes würde die gemeinsame Tochter als Waffe im Kampf ums Sorgerecht einsetzen - indem sie bewusst verhindere, dass der Vater sein Kind zu Gesicht bekommt. Anwälte des Stars glauben, auf Fotos im Gesicht der Tochter eine unendliche Traurigkeit zu entdecken - auch, weil sie ihren Daddy dieser Tage so vermisse. Dabei hatte Suri, so heißt es aus dem Cruise-Lager, zum Geburtstag eine Karte geschrieben, die sie ihm so gerne selbst überreicht hätte.

Was stimmt, wer die Wahrheit erzählt, und warum "TomKat" sich nun tatsächlich trennen, bleibt weiterhin reine Spekulation. Fakt ist: Tochter Suri gerät tatsächlich immer mehr zwischen die Fronten der verbitterten Eheleute, die noch vor 14 Tagen beim gemeinsamen Lunch in Reyjkjavik fotografiert worden waren und heute nicht einmal mehr ein neutrales Telefonat führen können.

Ein Leben ohne Cruise

Fakt ist auch, dass Holmes derzeit alle Verbindungen zu Cruise sukzessive abbaut. Zunächst feuerte sie ihre Bodyguards. Sie waren von Cruise angestellt worden. Auch ihr Sprecher - ebenfalls von Cruise angeheuert - verlor seinen Job. Zudem zog der "Dawson's Creek"-Star aus der gemeinsamen Wohnung, die ihr Ehemann für sie ausgesucht hatte - nur einen Tag nach dem Einreichen der Scheidung.

Und wie geht es nun weiter im Rosenkrieg Cruise vs. Holmes? - Tom Cruise fuhr am Sonntag erst einmal für 24 Stunden nach Los Angeles und feierte dort mit seiner zweiten Ex-Frau Nicole Kidman und den beiden Adoptivkindern Connor und Bella seinen 50. Geburtstag nach. Seit gestern steht er wieder vor der Kamera. Diesmal in den Rocky Mountains, weit entfernt von New York und dem Ehedrama, das dem einst mächtigsten Filmstar der Welt mehr Kopfzerbrechen bereiten dürfte als jede "Mission: Impossible".

  • Frank Siering