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NDR-Talkshow: Gottschalk über seine neue Liebe: "Wenn es passiert, erschrickt man auch ganz furchtbar"

Thomas Gottschalk war zu Gast in der NDR-Talkshow und plauderte über seine neue Beziehung und den Verlust seines Anwesens in Malibu. Der 69-Jährige berichtete vom Ausmaß der Zerstörung – mit sehr viel Humor.

Thomas Gottschalk in der NDR-Talkshow

Thomas Gottschalk in der NDR-Talkshow

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Thomas Gottschalk ist derzeit auf Werbetour für sein neues Buch "Herbstbunt" und egal, wo er auftritt, zwei Themen kommen immer zur Sprache: Die Trennung von seiner Ehefrau Thea und die Zerstörung seines Anwesens in Malibu. So auch bei seinem Besuch in der NDR-Talkshow, in der er mit Kollegin Barbara Schöneberger über die verheerenden Waldbrände sprach, die im November 2018 in Kalifornien gewütet haben.

Er habe die Warnungen zunächst nicht ernst genommen, erzählt Gottschalk. Als der Hausmeister ihn anrief um zu fragen, welche Uhren er retten soll, hielt der Moderator das für übertrieben. "Ich dachte, das ist nur theoretisch. Das haben wir schon dreimal gehabt, dass du evakuiert wurdest und dann wieder zurückgekommen bist. Ich dachte, das hat ja gar keinen Sinn."

Seine zerstörte Mühle sah Gottschalk auf Facebook

Gottschalk war damals nicht in den USA, sondern aus beruflichen Gründen in Deutschland. "Irgendwann hat mich mein Sohn angerufen und gesagt: 'Papa, ich glaub' die Mühle kannst du vergessen.'" Wie schlimm das Ausmaß der Zerstörung wirklich war, erfuhr der 69-Jährige über Facebook. "Die Tochter des Erbauers der Mühle hat gespostet: 'Der Traum meines Vaters ist weg.' Da hab ich gedacht: 'Meiner auch.'"

Gottschalk und seine Frau Thea hatten das Anwesen Mitte der Neunziger erworben und nach ihren Vorstellungen umbauen lassen. Neben der markanten Mühle und dem Haupthaus gab es einen kleinen Bahnhof, einen Teich und einen Pool auf dem Grundstück - Gottschalk nennt es selbst ein "Ressort".

Thomas Gottschalk über sein Anwesen: "Es ist nichts mehr da"

Durch die fatalen Feuer brannte alles bis auf die Grundmauern nieder. Nicht einmal der Safe, in dem Gottschalk Geburtsurkunden und sein Testament aufbewahrte, ist erhalten geblieben. "Der ist geschmolzen. Es ist nichts mehr da. Ebenso eine sieben Meter hohe Wendeltreppe aus Schmiedeeisen, einfach weg. Es ist unglaublich, was das Feuer für eine Kraft hat." Inzwischen habe er sich eine neue Geburtsurkunde besorgt, aber es stehe wieder das gleiche Geburtsdatum darauf, scherzte Gottschalk, der im kommenden Jahr seinen 70. Geburtstag feiert.

Eines der wenigen Dinge, die die Flammen übrig ließen, ist ein Aschenbecher. "Den hat mein Sohn getöpfert als er zwölf Jahre war. Den wollte nie einer haben, der war noch da." Überhaupt geht Gottschalk mit sehr viel Humor an die Sache heran. "Es häuft sich in so einem großen Haus natürlich auch vieles an, wo du sagst: 'Wie werde ich das jemals wieder los?' Ich besaß alle 80 Karl-May-Bände. Meine Söhne hatten aber kein Interesse an meiner Sammlung. Was mache ich also damit? Jetzt sind sie weg", erzählt er.

Gottschalk lebt mit neuer Freundin in Baden-Baden

Dass er inzwischen mit seiner Lebensgefährtin Karina Mroß in Baden-Baden wohnt statt in einer Villa in Malibu, hätte er vor einem Jahr auch nicht gedacht. "So etwas kann man weder forcieren, noch kann man es planen und wenn es passiert, erschrickt man auch ganz furchtbar." Bis vor Kurzem sei über ihn als "TV-Dino" berichtet worden, inzwischen ziere er wieder Titelseiten, sagt Gottschalk. "Ich habe nichts Böses getan, aber es ist mir peinlich, dass darüber geredet wird. Ich möchte das eigentlich nicht. Aber ich stehe in der Öffentlichkeit und kann ja auch nicht lügen." Das Einzige, was ihn wirklich störe seien Paparazzi, die ihm beim Einkaufen in Baden-Baden auflauern. Davon war er 20 Jahre verschont, in seiner Mühle in Malibu.

jum