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Trennungsstreit: Ehepaar McCartney meidet Öffentlichkeit

Nachdem das Noch-Ehepaar McCartney mit ihrer Trennung an die Öffentlichkeit gegangen ist, zogen sie sich nun getrennt zurück. McCartney denkt in England über seine Zukunft nach und seine Noch-Ehefrau weilt in Slowenien.

Eine Woche nach der Bekanntgabe ihrer Trennung haben sich Ex-Beatle Paul McCartney (63) und Noch-Ehefrau Heather Mills (38) aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. McCartney hält sich nach britischen Presseberichten allein in einem seiner englischen Landhäuser auf. Seine 25 Jahre jüngere Frau, die sich am Samstag nach Slowenien verabschiedet hatte, sagte die Teilnahme an einem Vegetarier-Treffen in London kurzfristig ab.

Ehepaar meidet die Öffentlichkeit

Nach einem Bericht der Tageszeitung "The Sun" ließ sich McCartney mit dem Hubschrauber zu seinem Sechs-Millionen-Euro-Anwesen in der südenglischen Gemeinde Peasmarsh fliegen. Dort will er angeblich über seine Zukunft nachdenken. Heather Mills, die am Mittwoch zur Anti-Milch-Konferenz eines Vegetarierverbandes in London eingeladen war, ließ sich per E-Mail entschuldigen. Wo sich die zweieinhalbjährige Tochter Beatrice Milly derzeit aufhält, blieb offen.

"Heather hatte die Befürchtung, dass es bei der Konferenz nur um sie und ihr Privatleben gegangen wäre", sagte ein Sprecher der Tageszeitung "Daily Mail". "Außerdem ist sie krank. Ihr geht es nicht besonders gut." Die 38-Jährige, die seit einem Verkehrsunfall nur noch ein Bein hat, erholt sich gerade von den Folgen einer Nach- Operation. Das Paar hatte nach knapp vier Ehejahren in der vergangenen Woche seine Trennung bekannt gegeben. Mit seiner ersten Frau Linda, die 1998 an Krebs starb, war McCartney 29 Jahre verheiratet.

McCartney vermisst Ex-Bandmitglieder

Derweil verrät der Ex-Beatle in einem Interview, dass er noch immer seinen alten Weggefährten John Lennon und George Harrison nachtrauert. Er räumte jetzt ein: "Ich erinnere mich sehr gern an damals. Ich denke oft an John und finde es traurig, dass er nicht mehr da ist, und auch George nicht." McCartney, der am 18. Juni seinen 64.Geburtstag feiert, fühlt sich deshalb bei seinem gerade fertig gestellten Album durchaus an frühere erfolgreiche Zeiten erinnert: "Bei Friends to Go war mir, als ob ich George Harrison spielte. Wären es die Beatles gewesen, hätte ich mir vorstellen können, wie George einsteigt; die Melodie ähnelte unserer damaligen Musik."

Überhaupt scheint das neue Album voll von persönlichen Erinnerungen zu stecken. In diesem Zusammenhang gibt der Ex-Beatle zu, wie sehr ihn der Tod seiner früheren Frau Linda geschmerzt hat, mit der er fast 30 Jahre verheiratet gewesen war. "Heute kann ich meine Gefühle rauslassen. Als ich jünger war, konnte ich das nicht." In dem neuen Album sehen Musikkenner deshalb auch eine Art Lebensaufarbeitung. McCartney selbst sagt dazu: "Wenn mich jemand verletzt, schluck' ich es normalerweise hinunter, oder ich schreibe ein heiteres Lied, um darüber hinwegzukommen. Doch bei diesem Album habe ich öfter gedacht: Verdränge deine Gefühle nicht, komponiere ein Lied."

Und Paul McCartney hat in den vergangenen Jahren offenbar eine erstaunliche Wandlung hinter sich gebracht. Während er einst nicht an Gott glaubte, stuft er seinen neuen Song Follow Me durchaus als religiös ein: "Ich gehöre keiner bestimmten Religion an und doch fühle ich mich im Einklang mit einem Geist der Güte. Ob es einen alten Mann mit Bart im Himmel gibt, weiß ich aber nicht." Die Wandlung begründet er mit der Lebenserfahrung: "Wenn man älter wird, braucht man eher einen Glauben, weil einem mehr zustößt."

DPA / DPA