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Waldbrände in Kalifornien: "Das Haus steht nicht mehr": Liam Hemsworth zeigt die Trümmer seines Anwesens

Das "Woolsey"-Feuer wütet noch, aber die ersten Bewohner von Malibu dürfen wieder nach Hause zurückkehren. Viele Hollywood-Größen wissen nicht, ob ihre Luxus-Behausungen noch stehen. Andere zeigen bereits die Trümmer.

Von Andreas Renner, Los Angeles

Waldbrände in Kalifornien zerstören Villen der Stars - und die sind mächtig sauer auf Trump

Kalifornien: Der Sonnenstaat an der Westküste der USA ist für viele Menschen ein Traumziel. Für Tausende von Einwohner des "Golden State" ist das war ihnen gerade an Schicksal widerfährt vielmehr ein Albtraum. Seit vergangenem Donnerstag wüten drei Flächenbrände im Norden und Süden des bevölkerungsreichsten Staates Amerikas. Die schlimmsten der Geschichte. Mindestens 50 Tote forderte das Flammeninferno bislang, hunderte Menschen gelten noch als vermisst. Die Behörden befürchten das Schlimmste.

Das sogenannte "Woolsey Fire" nahe Los Angeles walzte sich laut CalFire bislang durch 37.000 Hektar Land und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Vor allem die beschauliche Promi-Enklave Malibu erwischte es hart. Bisher weiß man von zwei Toten und mindestens 435 zerstörten Gebäuden, die tatsächliche Zahl wird am Ende sehr viel höher sein.

Erste Anwohner kehren nach Malibu zurück

Am Dienstag durften die ersten der rund 13.000 Bewohner Malibus wieder in ihre Häuser zurückkehren, nachdem die gesamte Stadt am Freitag evakuiert wurde. Auf dem Pacific Coast Highway herrschte entsprechend stundenlanges Verkehrschaos. Noch immer sind aber erst gut 35 Prozent des Feuers unter Kontrolle. Die Gefahr, dass neue Brandherde entstehen, ist weiterhin extrem hoch.

Wir werden in den kommenden Tagen von immer mehr Prominenten hören und lesen, deren Häuser in Schutt und Asche liegen. Viele wissen noch gar nicht, wie es um ihr Hab und Gut steht, weil sie noch keinen Zugang zu den Feuergebieten haben. Einige andere hingegen haben bereits die bittere Gewissheit, dass ihr Besitz ganz oder teilweise in Flammen aufgegangen ist. Zu ihnen gehört auch die deutsche Moderatoren-Legende Thomas Gottschalk. Das Anwesen des 68-jährigen in den Bergen von Malibu brannte bis auf die Grundmauern nieder. Seit 1996 lebte der Entertainer in dem 900 Quadratmeter großen Haus mit einer historischen Windmühle, die einst aus England nach Kalifornien geschifft wurde. Rund zehn Millionen Dollar war die Gottschalk-Villa wert – nun liegt sie komplett in Trümmern. Mit ihr verbrannten wertvolle Sammlerstücke, die sich der Entertainer über die Jahre zugelegt hatte. Darunter auch das Original-Gedicht "Der Panther" von Rainer Maria Rilke. Bislang haben sich Gottschalk und seine Frau Thea noch nicht geäußert, ob sie ihr Zuhause, in dem auch die Kinder aufgewachsen sind, wieder aufbauen wollen.

Die Trümmer der Gottschalk Villa mit der markanten Mühle

Die Trümmer der Gottschalk Villa mit der markanten Mühle

DPA

Auch Gottschalks direkte Nachbarn Miley Cyrus und Liam Hemsworth können nur noch auf die Ruinen ihres einstigen Liebesnestes blicken. "Das Haus steht nicht mehr, aber die Erinnerungen bleiben", schrieb Cyrus auf Twitter. Die Sängerin und der Schauspieler hatten das ehemalige Gästehaus von Thomas Gottschalk erst 2016 für rund 2,26 Millionen Euro gekauft. Hemsworth postete ein Foto der Brandruine auf Instagram und plädiert in seinem Kommentar auch für einen Neuaufbau von Malibu. Besser und stärker als zuvor.

Hemsworth und Cyrus spenden zudem 500.000 Dollar für andere Opfer der Katastrophe, die durch die Brände in finanzielle Not geraten sind. Das beweist mal echte Empathie – von der US-Präsident Donald Trump weit entfernt ist. Bis heute hat er den Opfern der Brände noch keinen Mut zugesprochen. Stattdessen twittert er lieber Schuldzuweisungen, die am Ende auch noch jeglicher Realität entbehren.

Villa von Sängerin Cher wurde gerettet

Weitere Stars, deren Villen den Flammen zum Opfer fielen sind Gerard Butler, Randy Jackson, Shannon Doherty, die Sänger Robin Thicke und Neil Young, Regisseur Guillermo Del Toro und Schauspielerin Kim Basinger. Will Smith, Orlando Bloom, Lady Gaga, Matthew McConaughey, Britney Spears und andere bangen noch um ihre Nobel-Behausungen. Auch die legendäre Entertainerin Cher fürchtete, ihre Malibu-Villa könnte verbrennen – die Flammen kamen bedrohlich nahe und hinterließen einigen Schaden. Doch das Gebäude steht noch.

Schauspielerin Tracey Bregman, deren Haus ebenfalls der Feuerwalze zum Opfer gefallen ist, sagte in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN: "Die Menschen in Malibu rücken im Angesicht der Katastrophe jetzt noch enger zusammen. Unsere Kinder gehen auf die gleichen Schulen, wir kennen uns. Es ist egal, ob jemand berühmt ist oder nicht, wie sind für einander da." Unter dem Hashtag #MalibuStrong organisiert sich die Kommune derzeit auch über die sozialen Netzwerke, um die Hilfe zur Selbsthilfe zu koordinieren.

Zahlreiche Filmpremieren wegen der Brände abgesagt

Wegen der Brandkatastrophe geht man auch in Hollywood nicht einfach zur Tagesordnung über. Zahlreiche Premieren von Filmen wie "Bird Box", "Widows" oder "The Ballad of Buster Scruggs" wurden abgesagt. Und auch die Hollywood Foreign Press Association, der Ausrichter der Golden Globes, strich seine für Mittwoch angesetzte "Ambassador"-Party, bei der die nächste "Miss Golden Globe" verkündet werden sollte. Stattdessen will man Geld an Feuerwehren und andere Einsatzkräfte spenden sowie an Organisationen, die den Opfern der Brände helfen.

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