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Whitney Houston im "Sparkle"-Remake: Hoffnung auf ein letztes Funkeln

Whitney Houston hat Großes erreicht - und fast alles wieder zerstört. Nach 15 Jahren möchte sie nun auf die Leinwand zurückkehren, doch ob der Film, wie einst "Bodyguard", ein Erfolg wird, muss sich zeigen. Die Rolle scheint ihr zumindest wie auf den Leib geschneidert.

In "Rendezvous mit einem Engel" gab es den letzten Kinoauftritt von Whitney Houston. Das war 1996 und ein mäßiger Film, in dem sie, ebenfalls mäßig, eine biedere Hausfrau spielte.

Wer an Houston als Schauspielerin denkt, sieht sie vor sich als launische Diva aus "Bodyguard", einer grandiosen Verkörperung ihrer selbst. Das war vor fast 20 Jahren. Whitney Houston war eine 28-jährige Pop-Ikone und Kevin Costner der heißeste Mann Hollywoods - so ändern sich die Zeiten. Costner scheiterte mit jedem Versuch eines Comeback, weil er altersbedingt weder der Bodyguard noch Robin Hood mehr sein konnte. Und Houston scheiterte immer wieder an sich selbst.

Nun soll alles besser werden, mal wieder. Houston wird in einem Remake des Musicals "Sparkle" von 1976 auf die Leinwand zurückkehren. Ähnlich wie der Oscar-prämierte Film "Dreamgirls" mit Beyoncé Knowles basiert die Geschichte auf dem Aufstieg und Fall der Motown-Gruppe The Supremes.

Schon vor zehn Jahren sollte der Film gedreht werden. Als aber die R&B-Sängerin Aaliyah, die die Hauptrolle übernehmen sollte, im August 2001 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, wurde das Projekt auf Eis gelegt. Für Houston begann damals der dunkelste Abschnitt ihrer Karriere. Drogengeschichten, Prügeleien mit ihrem damaligen Ehemann Bobby Brown und ausbleibende Hits.

Mit Jordin Sparks, einer Gewinnerin der Casting-Show "American Idol", wurde jetzt wohl ein passender Ersatz für Aaliyah gefunden. Sparks wird die Hauptrolle spielen, das Mädchen Sparkle, das mit einer grandiosen Stimme geboren wird, vom Kirchenchormädchen zum Superstar avanciert und dann, wie Diana Ross und eben auch wie Houston, den falschen Mann trifft und ihr Leben mit Drogen verpfuscht. Houston spielt eine Nebenrolle, die Mutter, die der Tochter das Talent neidet und ihr das Leben zur Hölle macht.

Es scheint fast, als bewiese Houston mit dieser Rollenwahl jede Menge Selbstironie. Schließlich wurde sie als Diva im Film zur Ikone und als wahre Diva zum Gespött der Klatschpresse. Es gibt allerdings noch einen Haken: Der Drehbeginn steht noch nicht fest.

ono/Bang
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