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Zelda Williams Bewegendes Interview von Robin Williams' Tochter


Erstmals nach dem Tod von Robin Williams spricht seine Tochter Zelda öffentlich über ihr Leben nach dem Schicksalsschlag. Sie verrät auch, warum sie den Suizid ihres Vaters nicht hinterfragt.

Ein halbes Jahr nach dem Tod von Robin Williams hat seine Tochter Zelda in der US-Fernsehsender NBC ein Interview gegeben. Darin spricht sie erstmals öffentlich über das Leben ohne ihren berühmten Vater.

Sie wisse, dass viele Leute spüren, dass er nicht mehr da ist. Trotzdem sei es für sie besonders schwer. "Es wird mich viel Arbeit kosten, bis ich mir wieder ein so ein glückliches Leben erlaube, wie ich es vorher hatte", sagt sie.

Seine Filmrollen bleiben für immer

Sie habe nach dem Suizid ihres Vaters viel Unterstützung und Liebe aus allen Teilen der Welt erfahren. Sie alle kannten und mochten die öffentliche Seite des Schauspielers. "Die Menschen kannten die Charaktere, die er voller Freude in seinen Filmen verkörpert hat. Sie sind Teil ihrer Kindheit, darum werden sich die Leute immer daran erinnern."

Die 25-Jährige selbst war hingegen auch mit ganz anderen, privaten Facetten von Robin Williams vertraut. "Er war ein unglaublich liebenswürdiger und fürsorglicher Mann, der auch eine sehr ruhige Seite hatte."

Er litt an Depressionen, doch was genau hinter seiner Entscheidung, sich das Leben zu nehmen steckte, ist bis heute nicht bekannt. Zelda Williams stellt sich diese Frage trotzdem nicht mehr. "Ich glaube nicht, dass das Sinn macht", sagt sie. "Es ist einfach nicht wichtig, das zu fragen." So lange man nicht verstehe, wie die Krankheit funktioniere, gebe es keine Erklärung für das, was passiert ist. Auch sich selbst, Anderen oder der Welt die Schuld am Geschehenen zu geben, mache keinen Sinn. "Es ist passiert." Jetzt müsse man weitermachen und das eigene Leben in die richtigen Bahnen lenken.

Wohltätigkeit im Sinne ihres Vaters

Sie selbst kümmert sich jetzt um wohltätige Aktionen, die ihrem Vater vor seinem Tod am Herzen lagen. So engagiert sie sich für die "Challenged Athletes Foundation", eine Stiftung, die sich um Sportler mit Behinderungen kümmert, für die sich auch Robin Williams eingesetzt hatte.

Robin Williams hatte sich im August vergangenen Jahres das Leben genommen.

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

kup

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