HOME

Clans in Berlin: Malayka kommt aus einer arabischen Großfamilie – der Clan wird ihr zum Verhängnis

Ihr Familienname steht für Kriminalität und Gewalt, denn Malayka* ist Teil einer arabischen Großfamilie, eines Clans. NEON erzählt sie, wie sie immer wieder diskriminiert wird – obwohl sie mit dem Teil der Familie, der kriminell ist, nichts zu tun hat.

Anonyme Frau

Was passiert, wenn dein Nachname ausschließlich mit Kriminalität und Verbrechen assoziiert wird? (Symbolbild)

Getty Images

Hattest du als Kind auch manchmal Angst, dass niemand deiner Einladung folgen und zu deiner Geburtstagsparty kommen würde? Genau das ist Malayka* passiert – wegen ihres Familiennamens. Denn Malayka ist Teil einer arabischen Großfamilie – einem "Clan", wie sie gerne genannt werden –, die immer wieder durch kriminelle Machenschaften in den Medien auffällt. "Ich war vielleicht in der sechsten oder siebten Klasse, als eine Clan-Reportage im Fernsehen lief. Ich hatte Geburtstag und meine Klassenkameraden hatten alle schon zugesagt, allerdings war ich auf einer Schule, auf der fast nur Deutsche waren. Abends lief also diese Reportage und am nächsten Tag sollte meine Geburtstagsfeier sein. Die Eltern haben denen dann verboten, zu mir zu kommen. Keine Ahnung, ob sie Angst hatten, dass ihre Kinder da zur Geldwäsche genötigt werden, aber am Ende bestand meine Geburtstagsparty aus mir, meinen Geschwistern und meinen Eltern", erzählt sie NEON.

Malayka wurde in Beirut geboren, zog mit vier Jahren mit ihrer Familie nach Berlin. Hier beendete sie die Schule, schloss ein Studium ab, heiratete. Inzwischen ist sie Mitte 30, hat einen guten Job und denkt über Kinder nach. Eine wichtige Frage, die sie sich dabei immer wieder stellt: Sollen diese Kinder ihren Namen tragen? Denn dann würden auch sie als Teil der Familie gebrandmarkt, deren Name in einigen Kreisen für Drogen und Gewalt steht.

Doch die Familie sei sehr groß, erzählt Malayka. Die Menschen, die tatsächlich in kriminelle Machenschaften verwickelt seien, würde sie nicht einmal wirklich kennen: "Wenn ich irgendwo eingeladen werde, zu einer Hochzeit in der Familie oder so, dann sind da knapp 700 Leute und von den 700 kenne ich vielleicht 100. Und die anderen sind der Cousin von dem und dem, oder die Tante von der und der, die du aber persönlich gar nicht kennst. Das ist kein unmittelbarer Familienkreis. Ich rufe die nicht an, wenn ich Probleme habe und die kommen direkt vorbei und helfen mir." Doch das werde in den Medien größtenteils anders dargestellt: "Wir werden in Sippenhaft genommen. Alle, die diesen Nachnamen tragen, werden über einen Kamm geschert," findet Malayka. 

Clan-Hype: "Die Leute fahren so einen extremen Hollywood-Streifen"

Immer wieder erfahre sie Misstrauen und Diskriminierung. Während es Menschen mit arabischen Namen in Deutschland ohnehin schon schwerer haben – eine Studie bewies beispielsweise, dass sie bei der Wohnungssuche in etwa einem Viertel der Fälle benachteiligt werden –, erfährt Malayka noch zusätzlich Fälle von Stigmatisierung. Vor Kurzem habe sie versucht, bei der Bank ein Konto zu eröffnen, erzählt sie – eigentlich eine alltägliche Sache. Doch die Mitarbeiter hätten sie nicht bedienen wollen: "Aus dem Hintergrund murmelte eine Mitarbeiterin 'Kriminellen eröffnen wir kein Konto'. Und dann guckte mich die Bearbeiterin an und sagte 'Tut mir Leid, wir können leider kein Konto für Sie eröffnen'. Dann wollte ich den Namen haben und sie wollte mir partout nicht sagen, wie sie mit vollem Namen heißt und hat darauf bestanden, dass ich da irgendwas falsch verstanden hätte. Als ob ich ihr jetzt irgendwen auf den Hals schicken würde."

Überhaupt werde sie ständig darauf angesprochen: "Da kommt immer das gleiche: 'Ach, du heißt so? Und wenn ich dich jetzt anspreche, kommen dann deine 20 Cousins?' Die Leute fahren so einen extremen Hollywood-Streifen." Tatsächlich feiert die Faszination "Clan" große kommerzielle Erfolge. "Dogs of Berlin" war einer der erfolgreichsten Netflix-Neustarts im Dezember 2018, die Dreharbeiten zur dritten Staffel "4 Blocks" sind bereits abgeschlossen und eine "Frontal 21"-Reportage zu Clans im Berliner Bezirk Neukölln schauten am Dienstagabend über zweieinhalb Millionen Menschen. Auch Malayka schaltete ein und sah, wie der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Neukölln, Falko Liecke, mit nur einem Blick auf ein Haus entschied, dass dieses wohl von illegal erwirtschafteten Geldern finanziert wurde. Der Grund: der Nachname am Briefkasten. "Das sagt mir, dass hier aus diversen Straftaten Einkommen erzielt wurde, um es hier zu legalisieren", so der 46-Jährige zu den Reportern.

Die Berichterstattung zu Clans sei, so Malayka, "eine richtige Hetzjagd" geworden: "Es gibt keine ordentliche Berichterstattung mehr – das ist nur noch Sensationsgeilheit und Medienhetze."

"Er ist sicher, dass alle aus einer Großfamilie kriminell sind"

Es ist auch nicht das erste Mal, dass Liecke sich zum Thema Clans an die Medien wendet. Vor Kurzem hatte er bei "Focus Online" gefordert, Kinder aus besonders kriminellen Familienzweigen aus ihren Familien zu holen – zur Not auch unter Zwang. Malayka macht das Angst: "Wie weit soll das führen? Wird mir irgendwann im Krankenhaus das Kind weggenommen weil ich diesen Nachnamen habe?" Liecke findet sie "als Politiker brandgefährlich. Er ist voller Vorurteile und sicher, dass alle aus einer Großfamilie kriminell sind."

Malayka hat Angst, dass dieses pauschalisierte Denken inzwischen so sehr in der Gesellschaft verbreitet ist, dass es sich bald durch die Justiz-Ebene ziehen könnte. Denn auch wenn sie selbst nichts mit den Machenschaften zu tun hat, so wird sie doch immer durch familiäre Verhältnisse mit ihnen verbunden sein – manchmal näher, als es ihr lieb ist. Vor Kurzem sei ein unmittelbarer Verwandter angeschossen worden, erzählt sie, den sie aber auch nicht näher kennen würde: "Da habe ich schon Angst, dass die Polizei irgendwann bei mir vor der Tür steht. Was, wenn jemand irgendein altes Hochzeitsvideo guckt und denkt, man hat auch im Alltag etwas mit denen zu tun? Oder macht irgendwelche krummen Geschäfte mit denen? Und dann reiten die bei mir zu Hause ein?"

Natürlich kann man jetzt fragen, wieso jemand überhaupt auf Hochzeiten geht, auf denen sich Kriminelle herumtreiben, doch: jeden aus der Familie zu einer Feier einzuladen, gehöre in ihrer Kultur einfach dazu, erklärt Malayka. "Es wird als sehr unhöflich empfunden, Teile einer Familie einzuladen und andere wiederum nicht. Man geht auch nicht zu jeder Hochzeit, aber wenn man hingeht, weil man mit der Braut engeren Kontakt hat oder da mit jemandem bei der Feier befreundet ist, dann bedeutet das ja nicht automatisch, dass man mit den kriminellen Gästen in Kontakt steht."

Denn dass es ein generelles Kriminalitätsproblem in einigen der arabischen Großfamilien gibt, will Malayka gar nicht abstreiten. Sie glaubt jedoch, dass sich Polizei und Politik der Sache von der falschen Seite nähern: "Die Polizei prahlt lieber mit Festnahmen und Beschlagnahmungen, anstatt an der Ursache des Problems zu arbeiten." Es gäbe keinen Dialog mehr, meint sie und keine Versuche, "diese Leute zu integrieren und ihnen eine echte Chance für eine Zukunft zu geben, damit sie etwas aus ihrem Leben machen können. Über Bildung, Arbeitserlaubnisse oder ähnliches. Es heißt immer nur: 'Wie bestrafen wir sie?'" Denn auf dem Arbeitsmarkt, wie auf dem Wohnungsmarkt, habe man es mit ihrem Namen nun einmal schwerer: "Da kannst du noch so ein tolles Zeugnis haben, die Frage 'Gehörst du zu diesem Familienclan?' kommt immer."

*Name von der Redaktion geändert


NEON
Ich brauche dringend Hilfe bei der EM rente
Guten Tag mein Name ist Carsten Langer ich bin 46 Jahre alt und Versuche seit März 2015 die EM Rente zu beckommen meine Ärzte sagen ich kann nicht mehr Gutachten der Kranken Kasse sieht das auch so nur die Gutachter der Rentenkasse Sehens anders war schon vor sozial Gericht 1 Instanz Richterin sagt ich kann nicht am Gutachten vorbei entscheiden ihre Empfehlung ich sollte in die 2 Instanz weil sie meint das ich auch nicht mehr Arbeits fähig bin die 2 Instanz sagt laut Gutachten könnte ich noch arbeiten aber ihre Meinung nach könnte ich auch nicht mehr arbeiten ich sollte doch auf ein Urteil verzichten und ich sollte neu Rente beantragen und der zwischen Zeit wurde ich zur Berufs Findung geschickt die nach sechs Wochen von der Rentenkasse abgebrochen wurde habe auch erfahren das die Rentenkasse mir keine Umschulung mehr zutraut auf den Rat ich sollte noch Mal EM Rente beantragen bin ich in Reha gegangen damit ich auch neue Arzt berichte habe die Reha hat den Aufenthalt von 4 auf drei Wochen verkürzt und mich entlassen als nicht arbeitsfähig für den allgemeinen Arbeits Markt und ich kann keine 3 Stunden arbeiten das hat der Rentenkasse wieder nicht gereicht hatich wieder zum gutachter geschickt der mir 45 Minuten fragen gestellt hat und jetzt heißt es ich kann wieder voll arbeiten auf den allgemeinen Arbeits Markt Meine Erkrankungen sind Ateose in beiden knieen und mehreren Finger Gelenken Verschleiß in beiden Fuß, Hüft, Schulter und elebogen Gelenken dazu Gicht im linken Daumen satel Anhaltende Schmerzstörungen Wiederkehrende Depressionen Übergewicht Hormonstörungen Wirbelsäulenleiden Bandscheibenschädigung Schlaf Atem Störung Schlafstörungen eine ausgeprägte lese und rechtschreib Schwäche Panick Attacken ( Zukunftsangst) Suizidale Gedanken 1 Suite Versuch Laut aus Zügen einiger Befunde Bin ich nicht mehr Stress resistent Darf keinen akort machen keine Schicht Arbeit keine gehobene Verantwortung überaschinem oder Personen tragen usw Aber al das reicht nicht für die EM Rente Mittlerweile bin ich von der Kranken Kasse ausgesteuert das Arbeitsamt hat mich nach 9 Monaten abgemeldet und seit April wäre die Renten Kasse nicht mehr für mich zuständig aber da ein laufendes verfahren ist hmm keine Ahnung Da ich Mal gut verdient habe habe ich eine bu abgeschlossen aber da die über 900 euro mir zählt und das schon fast 3 Jahre habe ich kein Anspruch auf Harz 4 Grundsicherung Wohngeld oder sie Tafel für essen nein ich darf dafon mich noch mit 260€ freiwillig Kranken versichern Deswegen konnte ich meine Wohnung mir nicht mehr leisten und bin auf einen Campingplatz gezogenitlerweil habe ich eine Freundin und wir teilen uns die Wohnung Bitte ich brauche dringend Hilfe mir wird das alles zuviel werde mich parallel zu ihnen auch an den svdk wenden aber vielleicht können sie unterstützend helfen ich weiß echt nicht weiter und meine schlechten Gedanken werden wider sehr stark Mfg