Der Mann stammt aus dem Jemen und hielt sich seit 2022 in Deutschland auf. Im April 2025 kamen auch seine ebenfalls jemenitische Frau mit den drei gemeinsamen Kindern sowie drei weiteren, nicht aus der Ehe stammenden Kindern per Familiennachzug nach Deutschland. Laut Anklage beantragte der Angeschuldigte "in betrügerischer Weise" auch für die drei anderen Kinder Sozialhilfe und Kindergeld - wobei das Kindergeld wegen eines Formfehlers bei der Antragstellung nicht gewährt wurde.
Laut Staatsanwaltschaft kam es bereits kurz nach der Ankunft von Frau und Kindern zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen dem Angeschuldigten und dem späteren Opfer. Daraufhin trennte sich die Frau. Weil er dies nicht hinnehmen wollte, tötete der Mann laut Anklage die 29-Jährige. Die Staatsanwaltschaft sieht unter anderem die Mordmerkmale der Habgier, der Verdeckungsabsicht und der Grausamkeit als verwirklicht an.